Legere
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Der Grenzbegriff hat in den Kulturwissenschaften an Bedeutung gewonnen und wird sowohl im alltäglichen Kontext (z. B. Grundstücksgrenzen) als auch metaphorisch (z. B. Grenzen des Zumutbaren) verwendet. Er umfasst Konzepte wie Schwelle, Rand, Kontaktzone und Saum und wird als ein Bereich verstanden, der durch Übergänge, Kommunikation und Verhandlungen geprägt ist. Dies führt zur Frage nach der Reichweite und Begrenztheit des wissenschaftlichen Wissens. Dabei wird untersucht, inwiefern dieses Wissen von einem „Wissen der Leute“ (Michel Foucault) profitiert oder ohne externes Wissen nicht entstehen kann. Ein Wissen über Grenzen kann auch als Wissen um das Verbindende interpretiert werden. Offenheit, Übergänge und Verhandlungen sind entscheidend für die ständige Aktualisierung des Wissens. In fünf Beiträgen, die aus einer Ringvorlesung der Heinrich-Heine-Universität hervorgehen, werden diese Themen aus verschiedenen Perspektiven wie Philosophie, Medizin, Ökologie, Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft behandelt. Das Zentrum Studium Universale der Universität veranstaltet öffentliche Ringvorlesungen zu aktuellen Themen. Die Vorträge der Ringvorlesung „Grenzen des Wissens – Wissen der Grenze“ sind in diesem Sammelband zusammengefasst.
The relationship of art to physical violence in European cultural history has always been intricate. Aestheticised violence in the fine arts, on the stage or in literature has often been discredited, but at the same time – not least because of the contiguity of violence and sexuality – it is received with pleasure. In a survey of literary examples from antiquity, the Renaissance and modernity, the author begins by elucidating the development in Europe of the troubled relationship between aesthetics and violence. This relationship is then examined from a psychoanaltical angle in two exemplary studies of music. The dual perspective continues with the analyses of contemporary cultural producers (a theatre director, a photographic artist and a film director) together with those of cultural scientists (from theatre studies, art history, and film and media studies). In this way the actual process of aesthetisizing violence on the one hand and theoretical reflections on it on the other become clear.