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Gian Enrico Rusconi

    10. Februar 1938
    Clausewitz, il prussiano
    Deutschland-Italien, Italien-Deutschland
    Cavour und Bismarck
    • Cavour und Bismarck

      Zwei Staatsmänner im Spannungsfeld von Liberalismus und Cäsarismus

      • 176 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Otto von Bismarck und Camillo Cavour gelten als Gründer des deutschen und italienischen Nationalstaats im 19. Jahrhundert. Gian Enrico Rusconi zeigt, wie der eine im stetigen Konflikt mit dem Parlament, aber mit Hilfe des mächtigen preußischen Heeres, der andere aus der Kraft des piemontesischen Parlaments heraus und mit Unterstützung des französischen Kaisers Napoleon III. die Bildung der Nationalstaaten vorantrieb. Dabei spannt er den Bogen von der orientalischen Krise 1853 bis zum preußisch-österreichisch-italienischen Krieg 1866, mit dem Bismarck die kriegerische Reichsgründungsphase begann. Im Umgang mit den Liberalen und der Presse gaben sich beide Staatsmänner „diktatorisch“ oder „cäsaristisch“, wie schon die Zeitgenossen urteilten. „Meisterhaft arbeitet Rusconi in seiner übersichtlich gegliederten und klar formulierten Studie die wichtigsten Unterschiede und Übereinstimmungen der beiden Einigungsprozesse heraus. Zu den auffälligsten Unterschieden gehört das Verhältnis der beiden Staatsmänner zu ihren Parlamenten: Dem Konfliktminister Bismarck stand der auf eine breite parlamentarische Mehrheit gestützte Cavour gegenüber. Zu den wichtigsten Übereinstimmungen zählte die selbstverständliche Bereitschaft zum Einsatz des Krieges im Dienste der nationalpolitischen Ziele.“ Volker Sellin Die Übersetzung des Buchs wurde gefördert von SEPS - Segretariato Europeo per le Pubblicazioni Scientifiche.

      Cavour und Bismarck
    • Deutschland-Italien, Italien-Deutschland

      Geschichte einer schwierigen Beziehung von Bismarck bis zu Berlusconi

      • 410 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Das traditionell enge Verhältnis zwischen Deutschland und Italien ist seit geraumer Zeit kühl geworden. Die wachsende Distanz zeigt sich darin, dass ein bedeutendes Werk wie Germania – Italia – Europa des Turiner Historikers und Politikwissenschaftlers Gian Enrico Rusconi bis heute nicht übersetzt wurde, obwohl es in Italien große Resonanz fand. Rusconi rekonstruiert erstmals die Dynamik der Beziehungen zwischen den beiden spätgeborenen Nationalstaaten und spannt einen Bogen von der Bismarckzeit über die Weltkriege bis in die Gegenwart. Er beleuchtet Wendepunkte und Schnittstellen einer gemeinsamen Geschichte – von Bismarck über Mussolini und Hitler bis hin zu Berlusconi. Die Darstellung verdeutlicht, dass die Geschichte der Beziehungen von schmerzhaften Erinnerungen, Kriegen und Bündnissen geprägt ist. Wechselseitige Fehlwahrnehmungen und Stereotype beeinflussen das politische Handeln beider Seiten bis heute. Deutschland und Italien scheinen sich zunehmend zu ignorieren, sowohl politisch als auch kulturell. Alte Vorurteile wie 'italienische Unzuverlässigkeit' und 'deutsche Anmaßung' gewinnen wieder an Bedeutung. In diesem Kontext ist Rusconis scharfsinnige historische Analyse besonders relevant und kommt zur rechten Zeit.

      Deutschland-Italien, Italien-Deutschland