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Der Autor beschreibt seine ethischen Konflikte als Psychotherapeut in deutschen Rehabilitationseinrichtungen, insbesondere in der Drogentherapie, wo unzureichende Kontrolle herrscht. Diese Probleme spiegeln sich in vielen stationären Therapieinstitutionen wider, wo missverstandene Professionalität und Interdisziplinarität die Weiterentwicklung der Therapieorganisation behindern. Inadäquate Organisationsstrukturen und mangelhafte teamstrukturelle Bedingungen tragen dazu bei. Der Autor thematisiert zentrale Begriffe wie Freiheit, Autonomie und Selbstverwirklichung sowie Manipulation und Machtverhältnisse, und kritisiert, dass die Probleme der Psychotherapie nicht der Theorie, sondern der fehlerhaften Praxis zuzuschreiben sind. Er lädt Philosophen ein, die Praxis zu verbessern und die gemeinsamen Interessen von Psychotherapeuten und praktischen Philosophen in Bezug auf Emanzipation und Selbstverwirklichung zu fördern. Die Psychotherapie sollte von Anfang an die Emanzipation des Menschen aus entwürdigenden Bedingungen im Blick haben und die Heilung chronischer Krankheiten anstreben, während sie kritisch gegenüber einer Medizinalisierung der Probleme bleibt. Zudem sollten bestehende Qualitätssicherungsprogramme, meist von Kostenträgern initiiert, auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden, um negative Auswirkungen auf die psychotherapeutische Professionalität zu vermeiden und dysfunktionale Systemregulation zu verhindern.
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Kann eine Psychotherapie in der gegenwärtig praktizierten Drogentherapie wirkungsvoll und erfolgreich sein?, Werner Strobel
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- 2006
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