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Ziel der Arbeit ist es, den als weniger bedeutend geltenden Exilroman von Heinrich Mann als Widerstandsroman neu zu bewerten. Der Verfasser interpretiert den Roman als Gedenken an den Widerstand des tschechischen Volkes gegen die NS-Besatzer. Zunächst wird Manns Weg ins Exil und seine politischen Aktivitäten als Führer der Deutschen Volksfront im französischen Exil nachgezeichnet. Anschließend wird der Roman durch die Theorien der Intermedialität, Theatralität und Foucaults diskursive Machtanalyse betrachtet, um faschistische Machtinszenierungen zu dekonstruieren. Die Intermedialität zeigt sich in der Struktur des Romans als Filmskript und Drama sowie in filmischen Techniken wie Nahaufnahme und Rückblende. Die Performativität kritisiert die faschistischen Machtmethoden, indem sie die Inszenierung von Macht durch den tschechischen Helden Pavel Ondracek entlarvt. Zudem wird das Motiv der Körperlichkeit thematisiert, wobei Macht in brutale Gewaltexzesse umschlägt. Satirische und groteske Darstellungsverfahren dienen der Dekonstruktion der NS-Ideologie. Die Bedeutung der Musik, insbesondere die intermediale Beziehung zu Smetanas und Puccinis Werken, wird als Mittel zur Erweckung des antifaschistischen Bewusstseins hervorgehoben. Im abschließenden Kapitel wird der Roman mit Anna Seghers' Werk verglichen, wobei Gemeinsamkeiten in der politischen Intention und Unterschiede in den formalen Aspekten herausgearbeitet werden. Beide Roman
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Antifaschistischer Widerstand im Spiegel der deutschsprachigen Exilliteratur 1933–1945, Paulin Daniel Sou
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- 2017
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