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Lernen in weltweitem Horizont

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Sechs Jahre entwicklungsbezogene und interkulturelle Bildungsarbeit einer Fachstelle im Schnittfeld von Kirche und Schule in den neuen Ländern sind Gegenstand dieses Sammelbandes. Lernen in weltweitem Horizont heute hat auch Wurzeln in der DDR-Vergangenheit, die mitbedacht werden müssen: Gerade die ökumenischen Kontakte aus dem kirchlichen Umfeld Ost haben dem offiziellen und auch schulisch vermittelten Solidaritätsgedanken wichtige Komponenten entgegengesetzt und hinzugefügt. Das gemeinsame Bemühen um eine gerechte Welt und eine lernfreudige Schule verbindet viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer mit Vertretern aus Eine-Welt-Läden und Ausländerinitiativen. Im Interesse von Kindern und Jugendlichen und als Beitrag für eine nachhaltige zukunftsfähige Entwicklung entstanden und entstehen beachtliche beispielgebende Projekte der Schulerneuerung im globalen Horizont, von denen hier berichtet wird. Dabei geht es der Herausgeberin besonders darum, den Reichtum an schulisch relevanten Erfahrungen sichtbar und die z. T. schwierigen Rahmenbedingungen auch für Außenstehende transparent zu machen. Denn der wirtschaftliche und soziale Strukturwandel, der sich nicht nur im Osten - hier aber mit besonderer Härte - vollzieht, sollte auch Gegenstand von Ost-West-Dialogen sein, wo es darum geht, unter den jeweiligen lokalen Gegebenheiten gesellschaftliche Veränderungen in globaler Verantwortung mitzubestimmen. Hier ist auch und gerade Kirche gefordert, Stellung zu beziehen, sich einzumischen und Chancen zur Verständigung zu ergreifen.

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1998

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