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Die Erzählungen

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Es gibt wohl keinen Autor der deutschen Sprache, der mit weniger Worten die Weltliteratur umgekrempelt hätte als Franz Kafka. Von Prag aus schuf der Versicherungsangestellte in seiner Zweitexistenz als Schriftsteller nächtens ein Werk, das zu Lebzeiten kaum beachtet wurde, laut testamentarischer Verfügung hätte vernichtet werden sollen -- und über den Umweg der USA nach dem 2. Weltkrieg auch hierzulande eine Strahlkraft entwickelte, die bis heute, Wort für Wort, erfrischend wirkt. Kernstück von Kafkas Prosa sind die Erzählungen, die der Freund und Nachlassverwalter Max Brod, editorisch nicht immer sauber, aus den Arbeitsheften und Tagebüchern Kafkas herausschnitt, teils kürzte und neu betitelte -- wobei die Bezeichnung „Erzählung“ für die nicht nur ihrer Länge wegen sehr heterogenen Prosatexte ebenfalls nicht von Kafka stammt, der (aus gutem Grund) immer von „Stücken“, „Stückchen“ oder „Geschichten“ reden wollte. Wie originell, lesenswert und zeitlos diese „Stückchen“ noch immer sind, kann man in dieser schön gemachten Sonderausgabe der Erzählungen jetzt besonders preiswert neu erfahren. Auf fast 600 Seiten versammelt sind Klassiker wie In der Strafkolonie , Die Verwandlung oder Vor dem Gesetz , aber auch weniger bekannte Texte wie Kleider oder Der Dorfschullehrer , die nicht zuletzt zeigen, wie Kafka mit jedem Wort gerungen hat, um es bestmöglich zu platzieren. Bei Die Erzählungen hat Herausgeber Roger Hermes manche editorische Fragwürdigkeit Brods gekennzeichnet oder sogar ganz zurückgenommen. So kann man jetzt, entgegen vieler früherer Ausgaben, zum Beispiel bei Der Jäger Gracchus nicht Brods Textvariante, sondern die verschiedenen Kafkaschen Fragmente nebeneinander lesen. Allein dies macht Die Erzählungen auch für eingefleischte Kafka-Kenner interessant. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

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Sandro R

Was soll man über Kafka schon sagen. Nicht umsonst gibt es ja das Adjektivum „kaskaesk“. Die Verwandlung ist ziemlich irritierend. Warum ist der Typ einfach so eines Tages zum Käfer geworden? Was hat die Familie damit zu tun? Hat er eigentlich noch einen menschlichen Kopf? Fragen über Fragen, und Antworten gibt es nicht.