Diese Reihe befasst sich mit entscheidenden Epochen, die die moderne Welt geprägt haben, und konzentriert sich auf die transformativen Kräfte, die die Gesellschaft neu gestalteten. Sie untersucht revolutionäre Veränderungen wie industriellen und politischen Umbruch und deren tiefgreifende Auswirkungen auf das tägliche Leben, die Technologie und die Ideologie. Die Leser werden den Aufstieg neuer sozialer Klassen, die Entstehung moderner Wissenschaften und die weltweite Verbreitung von Ideen erkunden. Dies ist ein unverzichtbarer Leitfaden zum Verständnis der Wurzeln unserer heutigen globalen Landschaft.
Dieser maßgebliche Band behandelt den Tod antiker Traditionen, den Triumph neuer Klassen und das Aufkommen neuer Technologien, Wissenschaften und Ideologien mit großem intellektuellem Wagemut und aphoristischer Eleganz.
A major treatment of the crucial years 1848-1875 - a penetrating analysis of the rise of capitalism throught the world. In the 1860s a new word entered the economic and political vocabulary of the world: "capitalism". The global triumph of capitalism is the major theme of history in the decades after 1848. It was the triumph of a society which believed that economic growth rests on competitve private enterprise, on success in buying everything in the cheapest market (including labour) and selling it in the dearest. An economy so based, and therefore nestling naturally on the sound foundations of a bourgeoisie composed of those whom energy, merit and intelligence had raised to their position and kept there, would - it was believed - not only create a world of suitably distributed material plenty but of ever-growing enlightenment, reason and human opportunity, an advance of the sciences and the arts, in brief a world of continuous and accelerating material and moral progress.
Wolfgang J. Mommsen beschreibt in seiner Rezension die deutsche Erstausgabe des vorliegenden Werks als eine meisterhafte Synthese der weltgeschichtlichen Entwicklungen zwischen 1875 und 1914. Eric J. Hobsbawm, als einer der Begründer der Gesellschaftsgeschichte, analysiert die ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse und verknüpft sie mit politischen, ideologischen, geistigen und religiösen Entwicklungen. Mommsen hebt hervor, dass dieser Band als Meisterstück einer solchen Geschichtsschreibung gilt. In der von Hobsbawm behandelten Epoche tritt das Kleinbürgertum für universellen Fortschritt ein, während die Arbeiterbewegung an Stärke gewinnt und die Bourgeoisie herausfordert. Zudem beginnt die Emanzipation der Frauen aus patriarchalischer Vormundschaft. Hobsbawm beleuchtet die ökonomischen und politischen Entwicklungen sowie die schönen Künste, wissenschaftlich-technische Fortschritte, den Zeitgeist, das Lebensgefühl und die Krise des Liberalismus. Der Autor beschreibt die sozialen und politischen Hoffnungen in einer Zeit des Friedens, in der die europäischen Mächte auf dem Höhepunkt ihrer Macht standen, bevor sie in einen beispiellosen Krieg stürzen sollten.
Hobsbawms 1995 erstmals erschienenes Werk »Das Zeitalter der Extreme« ist längst ein moderner Klassiker, der Titel zur Chiffre für das 20. Jahrhundert geworden. Erzählt wird darin die Geschichte des »Kurzen 20. Jahrhunderts« von 1914 bis 1991 – aus der Sicht des marxistischen Historikers, der zugleich teilnehmender Beobachter dieses 20. Jahrhunderts war. Die Autobiografie »Gefährliche Zeiten« ergänzt das »Zeitalter der Extreme«: Es ist der eindrucksvolle Lebensbericht eines großen Gelehrten, der Rechenschaft ablegt über sein persönliches 20. Jahrhundert. Im Zusammenspiel von Geschichtsbuch und Lebensgeschichte entsteht ein weites Panorama dieses Jahrhunderts.