Man nannte sie „yebit“- das arabische Wort für jemand, der es nicht wert ist, einen Namen zu tragen. Sie schlief eingesperrt in einem Verschlag, sie arbeitete Tag und Nacht, sie wurde geschlagen und bekam keinen Pfennig Lohn. Und das Schlimmste: Sie durfte nicht einen Schritt nach draußen tun. Dies ist die Geschichte der jungen Nubafrau Mende Nazer, die nicht etwa vor 200 Jahren spielt, sondern heute, im 21. Jahrhundert. Mendes Geschichte ist kein Einzelfall. Und sieendet nicht im tiefen Afrika, sondern bei unseren Nachbarn in Europa: Denn am Tiefpunkt einer jahrelangen erniedrigenden Sklavenexistenz in Khartoum wird Mende nach England verschickt - als Sklavin des Geschäftsträgers des sudanesischen Botschafters in London.
Sklave/Freiheit Reihe
Diese Serie präsentiert eine schonungslose und erschütternde Darstellung der brutalen Realitäten der modernen Sklaverei. Durch intime persönliche Berichte tauchen die Leser tief in die Abgründe der Unterdrückung, den Verlust der Identität und die unmenschliche Behandlung ein, die Einzelpersonen erleiden. Trotz der überwältigenden Dunkelheit beleuchtet sie die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes, das unnachgiebige Streben nach Freiheit und die tiefe Kraft, die im Überleben angesichts unvorstellbaren Leidens liegt.


Empfohlene Lesereihenfolge
- 1
- 2
Tochter der schwarzen Berge
- 346 Seiten
- 13 Lesestunden
Eine Sklavin in der heutigen Zeit, mitten unter uns: Mende Nazers unfassbares Schicksal hat Millionen Leser erschüttert. Doch ihre dramatische Geschichte ist noch nicht zu Ende: Nach ihrer Flucht und nach Jahren bangen Wartens und Kämpfens kehrt Mende nun zurück in die schwarzen Berge im Sudan, zurück zu ihrer verloren geglaubten Familie. Es ist eine Reise voller Gefahren in ein vom Krieg erstörtes Land, eine Reise der Tränen, des Glücks und des Erwachsenwerdens – für eine der mutigsten Töchter Afrikas.