Als Zwölfjährige wurde Mende in ihrer Heimat, den Nubabergen im Sudan, geraubt und jahrelang von einer reichen arabischen Familie in Khartoum brutal ausgenutzt. Dann verschickte man sie nach Europa - als Sklavin eines sudanesischen Diplomaten in London. Unter dramatischen Umständen gelang ihr im September 2000 die Flucht. Doch Mendes Martyrium ging weiter: Im Oktober 2002 wurde ihr Antrag auf Asyl in England abgelehnt. Was das sichere Todesurteil für Mende bedeutet hätte, konnte erst im letzten Moment abgewendet werden - durch einen Entrüstungssturm der Medien und durch den Einsatz Tausender erschütterter Leser dieses Buches. 'Ich bin überglücklich, nach so langem Kampf nun doch Asyl in England bekommen zu haben. Vor allem meinen deutschen Lesern bin ich zutiefst dankbar.' (Mende Nazer)
Sklave/Freiheit Reihe
Diese Serie präsentiert eine schonungslose und erschütternde Darstellung der brutalen Realitäten der modernen Sklaverei. Durch intime persönliche Berichte tauchen die Leser tief in die Abgründe der Unterdrückung, den Verlust der Identität und die unmenschliche Behandlung ein, die Einzelpersonen erleiden. Trotz der überwältigenden Dunkelheit beleuchtet sie die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes, das unnachgiebige Streben nach Freiheit und die tiefe Kraft, die im Überleben angesichts unvorstellbaren Leidens liegt.


Empfohlene Lesereihenfolge
- 1
- 2
Tochter der schwarzen Berge
- 346 Seiten
- 13 Lesestunden
Eine Sklavin in der heutigen Zeit, mitten unter uns: Mende Nazers unfassbares Schicksal hat Millionen Leser erschüttert. Doch ihre dramatische Geschichte ist noch nicht zu Ende: Nach ihrer Flucht und nach Jahren bangen Wartens und Kämpfens kehrt Mende nun zurück in die schwarzen Berge im Sudan, zurück zu ihrer verloren geglaubten Familie. Es ist eine Reise voller Gefahren in ein vom Krieg erstörtes Land, eine Reise der Tränen, des Glücks und des Erwachsenwerdens – für eine der mutigsten Töchter Afrikas.