'Es ist nicht eine wirkliche Liebe zu Österreich, aber es ist etwas, woher ich komme. Und ich habe mir auch Argentinien nicht gewählt, ich habe nirgends anders Eintritt bekommen', beschreibt eine alte jüdische Burgenländerin ihre heutige Gefühlslage. Die Burgenländische Forschungsgesellschaft hat hier die Lebensgeschichten mehrerer 1938 vertriebener jüdischer BurgenländerInnen aufgezeichnet. In Interviews schildern die in Argentinien, Uruguay, USA, Israel, England, Österreich usw. Lebenden ihre Kindheit im Burgenland und die Tage der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Sie erzählen von ihrer Flucht ins rettende Ausland, dem dortigen schwierigen Neubeginn sowie ihr jetziges Verhältnis und ihre Gefühle gegenüber Österreich und dem Burgenland. Historische Familienfotos über das Leben jüdischer BurgenländerInnen vor 1938 und ihre Emigration ergänzen die Texte. Ein einführender Artikel zur Geschichte jüdischer Kultur im Burgenland sowie ein Beitrag zu neuesten Forschungsergebnissen der Ereignisse von 1938 - z. B. die Enteignungen burgenländischer Juden und Jüdinnen - vervollständigen den Band.
Barbara Tobler Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Es gibt Orte, die sich uns durch ihre äußere Gestalt einprägen, durch topographische Eigentümlichkeiten, auffällige Naturmerkmale, besondere Architekturdenkmäler. Und es gibt solche, die uns dank ihrer Innengestalt im Gedächtnis bleiben, wegen der Erlebnisse, die wir dort hatten, wegen dem, was aus seinen Grundkoordinaten, aus seinem „Inhalt“ oder seiner Atmosphäre zum Bestandteil unserer persönlichen Erfahrung wurde und damit einmalig und unverwechselbar wird. Etela Farkasova