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Ingolf U. Dalferth

    9. Juli 1948

    Ingolf U. Dalferth ist ein Religionsphilosoph, dessen Werk tiefgreifende Fragen des Glaubens und der Existenz beleuchtet. Sein Ansatz ist bekannt für seine Strenge und intellektuelle Tiefe. Dalferth erforscht die Beziehung zwischen Theologie und Philosophie und bietet neue Perspektiven auf traditionelle religiöse Konzepte. Seine Schriften sprechen Leser an, die eine tiefgründige Betrachtung des menschlichen Seins und geistiger Wahrheiten suchen.

    Deus Praesens
    Evangelische Theologie als Interpretationspraxis
    Kombinatorische Theologie
    Jenseits von Mythos und Logos
    Leiden und Böses
    God first
    • God first

      Die reformatorische Revolution der christlichen Denkungsart

      5,0(1)Abgeben

      Die Reformation war nicht nur ein historisches Ereignis, sondern eine spirituelle Revolution, die durch die befreiende Erkenntnis geprägt war, dass Gott in seiner Schöpfung als Kraft der Veränderung zum Guten gegenwärtig ist. Diese Einsicht führte zu einer existenziellen Neuausrichtung des Lebens an Gottes Gegenwart und zu einer grundlegenden Umgestaltung traditioneller religiöser Denksysteme. Die Reformatoren orientierten alles Denken, Erfahren und Tun kompromisslos an der schöpferischen Präsenz Gottes, was die christliche Lebens- und Denkweise revolutionierte. Das Buch des international anerkannten Systematikers und Religionsphilosophen Ingolf U. Dalferth untersucht, was es bedeutet, Gott theologisch vom Kreuzesgeschehen her zu denken. Es entfaltet den christlichen Monotheismus nicht als ein System der Gewalt gegen Andersdenkende, sondern als eine Lebensform radikaler Freiheit und Liebe, die sich als Resonanz der Gnade Gottes versteht. Diese Perspektive bietet eine tiefere Einsicht in die protestantische Theologie und die transformative Kraft des Glaubens, die den Menschen in seiner Beziehung zu Gott neu definiert.

      God first
    • Leiden und Böses

      • 219 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Die verbreitete Meinung, boses Tun erfordere eine bose Absicht, ist nach Ingolf U. Dalferth eine 'fragwurdige Ubervereinfachung'. Der Primat des Bosen liegt nicht im Wollen, sondern in der Erfahrung des Bosen. Was zahlt, ist das Leiden der Betroffenen. Aber auch dieser Ansatz kann auf Abwege fuhren, wenn Leiden mit Bosem gleichgesetzt wird. An diesem Punkt beginnen die Uberlegungen der Studie. Fur Dalferth ist die entscheidende Frage, ob Leiden in jedem Fall als Boses verstanden werden muss. Seine Uberlegungen veranschaulichen in praziser Sprache die zu Grunde liegenden aktuellen Lebensphanomene an gut verstandlichen Beispielen. Am Ende des Bandes werden Deutungs- und Bewaltigungsstrategien von Leiden und Bosem diskutiert, die den unverzichtbaren Beitrag des christlichem Glaubens zum Umgang mit Leiden und Bosem aufzeigen und auch fur Nichtchristen verstehbar machen. Die Studie ist wahrend des Aufenthalts von Dalferth am Wissenschaftskolleg zu Berlin (2005/2006) entstanden und in ihrer lebenspraktischen Ausrichtung ein hoch zu schatzender Gewinn fur alle Leserinnen und Leser.

      Leiden und Böses
    • Die uberkommenen Formen theologischer Lehre und Ausbildung in Deutschland stehen im Zuge der europaischen Ausbildungsharmonisierung vor folgenreichen Veranderungen mit moglicherweise weit reichenden institutionellen und rechtlichen Folgen fur die theologischen Fakultaten und Fachbereiche. Sollen die gegenwartigen Debatten nicht inhaltsfreie Studienreformspiele bleiben, ist es notig, sich uber Aufgaben und Ziele, Fragestellungen und Verfahren evangelischer Theologie grundsatzlich Gedanken zu machen. Die Studie versucht eine solche systematische Orientierung anhand der Frage, was evangelische Theologie - unabhangig von den spezifischen Orten, an denen sie gelehrt und praktiziert wird - eigentlich evangelisch und zur Theologie macht. Ingolf U. Dalferth versteht evangelische Theologie als Interpretationspraxis der christlichen Kommunikation des Evangeliums, und er beschreibt die zentralen Aufgaben theologischer Interpretation, die evangelische Theologie zu bearbeiten hat, wenn sie das sein will, als das sie sich evangelische Theologie.

      Evangelische Theologie als Interpretationspraxis
    • Deus Praesens

      Gottes Gegenwart und christlicher Glaube

      • 513 Seiten
      • 18 Lesestunden

      Die Untersuchung beleuchtet die essentielle Rolle von Gottesgegenwart im christlichen Glauben und der Praxis. Ingolf U. Dalferth argumentiert, dass Gott nur dann als 'Gott' bezeichnet werden kann, wenn er sich selbst vergegenwärtigt. Ohne seine Präsenz existiert keine andere Wirklichkeit. Die Herausforderung besteht darin, dass Gott uns näher ist als wir uns selbst, was die Wahrnehmung und Verehrung Gottes komplex macht. Die Gedanken von Hölderlin über die Nähe und Unbegreiflichkeit Gottes werden aufgegriffen, um das Spannungsfeld zwischen Transzendenz und Immanenz zu verdeutlichen.

      Deus Praesens
    • Gegenwart

      Eine philosophische Studie in theologischer Absicht

      • 260 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Gegenwart ist keine Eigenschaft von Ereignissen oder des Erlebens von Ereignissen, sondern Teil einer Orientierungsstrategie in den Zeitstrukturen der Lebens- und Ereigniswelt. Zeit gäbe es auch, wenn es uns nicht gäbe. Von der Gegenwart lässt sich das nicht sagen. Zeit gibt es ohne uns, Gegenwart nur mit und durch uns. Und beides nicht ohne die Gegenwart Gottes.

      Gegenwart
    • Transzendenz und säkulare Welt

      Lebensorientierung an letzter Gegenwart

      Ingolf U. Dalferth plädiert daf|r, dem gegenwärtigen Abgesang auf die Säkularisierung und der modischen Ausrufung einer neuen postsäkularen Religionsepoche aus theologischen Gr|nden kritisch gegen|ber zu stehen. Von Anfang an hat der christliche Glaube einen entscheidenden Beitrag zum Weltlichwerden der Welt und zur Kritik von Religion, Religionen und Religiosität geleistet. Christlichem Glauben geht es um die Orientierung an Gottes Gegenwart in allen Lebensvollz|gen, jenseits der gängigen religiösen Formen und oft in Abgrenzung gegen|ber ihnen. Die Orientierung an dieser letzten Gegenwart und damit an vorgängiger Transzendenz in der Immanenz einer säkularen Welt lässt die Alternative zwischen religiösem und nichtreligiösem Leben hinter sich. Der Autor untersucht die Grundunterscheidungen dieser christlichen Lebensorientierung.

      Transzendenz und säkulare Welt
    • Sünde

      Die Entdeckung der Menschlichkeit

      Sünde
    • Illusionen der Unmittelbarkeit

      Über einen missverstandenen Modus der Lebenswelt

      Muss eine realistische Philosophie bestreiten, dass es nur mediale, vermittelte Weltzugange gibt? Ingolf U. Dalferth vertritt die These, dass die Berufung auf epistemische Unmittelbarkeit als Realitatsindikator im Weltverhaltnis der Menschen ein Missverstandnis des lebensweltlichen Grundmodus der Selbstverstandlichkeit ist. Vermittlung ist nicht das Gegenprogramm des Realismus, sondern die Weise, in der wir auf die Wirklichkeit bezogen sind, zu der wir gehoren. Was selbstverstandlich ist, halten wir fur unmittelbar gewiss. Es scheint ja keiner Begrundung zu bedurfen. Doch diese Gleichsetzung von Selbstverstandlichkeit mit Unmittelbarkeit ist ein Irrtum. Wo Unmittelbarkeit im Wirklichkeitszugang gegen Vermittlung ausgespielt wird, wird das lebensweltlich Selbstverstandliche mit dem verwechselt, was uns unmittelbar und direkt gegeben ist. Das wird in der kritischen Diskussion wichtiger Konzepte der Unmittelbarkeit sowie am Beispiel der Phanomenologie der Lebenswelt in Auseinandersetzung mit Edmund Husserl und Hans Blumenberg gezeigt.

      Illusionen der Unmittelbarkeit