Thomas Schwinn Bücher




Welche neuen Perspektiven gewinnt man mit der Soziologie Max Webers für die Analyse einer in die Krise geratenen Demokratie und welche für 'neue', supranationale politische Institutionen? Wie lässt sich die Rationalisierungsbegrifflichkeit für die Analyse einer alles durchdringenden Digitalisierung oder der rasanten Quantifizierung des Sozialen fruchtbar machen? Welche Bedeutung kommt der Entzauberungsproblematik, welche einem entfesselten Kapitalismus in spätmodernen Gesellschaften zu? Internationale Weber-Forscher:innen fragen nach dem Mehrwert einer weberschen Perspektive auf aktuelle Problemlagen in Gegenwartsgesellschaften und nach deren Bedeutung für eine globale Soziologie
Soziale Ungleichheit
- 166 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Theorie sozialer Ungleichheit hat seit den Klassikern der Soziologie keine großen Fortschritte zu verzeichnen. In den einschlägigen Studien dominiert eine auflistende Aneinanderreihung von einzelnen Ansätzen. Es fehlt bisher jedoch eine Theorie sozialer Ungleichheit, die auf der Höhe der aktuellen gesellschaftstheoretischen Diskussion ist. Diese Einführung arbeitet hierzu den Anschluss an die Theorie gesellschaftlicher Differenzierung heraus. Durch die konzeptionelle Integration der beiden makrosozialen Hauptachsen lassen sich viele Aspekte sozialer Ungleichheit angemessen erklären: strukturierte versus unstrukturierte soziale Ungleichheit; das Verhältnis von klassen-, ethnischer und geschlechtsspezifischer Ungleichheit; die Transnationalisierung sozialer Ungleichheit sowie soziale Ungleichheiten auf verschiedenen Aggregationsebenen (Interaktion, Organisation, Ordnung).