Jan Wagner, ausgezeichnet mit dem Georg-Büchner-Preis, schreibt neue Essays. „Der begnadete Lyriker erweist sich als nicht minder begabter Erzähler.“ Bruno Steiger, NZZ am Sonntag Jan Wagner ist nicht nur ein begnadeter, er ist auch ein begeisterter Lyriker, selbst wenn er Prosa schreibt. Seine Porträts von Dichterkollegen wie Dylan Thomas oder Inger Christensen sind von solch ansteckender Leidenschaft, dass man auf der Stelle deren Gesamtwerk erwerben und loslesen will. Worüber Wagner auch schreibt – über das Verhältnis von Lyrik und Fotografie, Motorroller und Geistergeld in Vietnam, über Pässe und Grenzen oder schlicht den Wiedehopf – sein offener, dem Staunen verpflichteter Blick auf die Welt macht diese mit beiläufiger Eleganz geschriebenen Essays zu herrlichen Wundertüten – aus jeder einzelnen sind meisterhaft zugespitzte Geschichten und immer wieder überraschende Erkenntnisse zu ziehen.
Jan Wagner Bücher
Jan Wagner beschäftigt sich in seinem Werk mit den feinen Details und stillen Momenten des Alltags und erforscht mit scharfer Präzision die Grenzen der Wahrnehmung. Sein Stil zeichnet sich durch zarte Bildsprache und Musikalität aus, die den Leser in eine meditative Betrachtung der Welt um uns herum einbeziehen. Wagners Schriften oszillieren oft zwischen konkreter Realität und ihren metaphorischen Erweiterungen und eröffnen so neue Blickwinkel auf scheinbar gewöhnliche Dinge. Sein Oeuvre stellt einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen deutschen Literatur dar und bietet tiefgründige und zugleich zugängliche Leseerlebnisse.






Achtzehn Pasteten
- 84 Seiten
- 3 Lesestunden
Jeder Schriftsteller lebt gefährlich, doch wer Lyrik schreibt, geht ein besonderes Wagnis ein. Nirgends offenbart sich ein Nichtgelingen gnadenloser und vor allem auf den ersten Blick als im Gedicht. Andererseits ist es auch keiner anderen literarischen Gattung gegeben, so unmittelbares Glück zu erzeugen. Mit Achtzehn Pasteten legt Jan Wagner seinen dritten Lyrikband vor und beschert dem Leser damit höchsten Genuss. Unüberbietbar lässig bedient sich der poeta doctus unter den Dichtern seiner Generation einer kunstvollen Formensprache und erschafft dabei seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Ton. Federnde Eleganz verbindet sich in Wagners Gedichten mit minimalistischer Präzision - egal ob er sich spielerisch dem großen Pierre de Ronsard anverwandelt, eine Landschaft beschwört oder einen Teebeutel besingt. Es bleibt dem Leser selbst überlassen, ob er sich an der versonnenen Klugheit, der sprachlichen Schönheit der Achtzehn Pasteten erfreut - oder einfach an den vielen, vielen auf engstem Raum erzählten Geschichten.
Neue Gedichte des Büchnerpreisträgers Jan Wagner – „Traumwandlerisch sicher, schafft dieser Dichter federleichte Gedichte, die schwer nachwirken.“ (Matthias Ehlers, WDR 5) Zweiundzwanzig Jahre nach der „Probebohrung im Himmel“ lässt sich Jan Wagner von der schnöden Scholle inspirieren: „Steine & Erden“. Aus dem lehmigsten, kalkigsten Boden der Tatsachen fördert sein Blick mit Lust das Erstaunliche zutage und verwandelt es in Gedichte, deren Leichtigkeit und Klangmagie immer wieder verblüffend sind. Alles lebt und erzählt Geschichten in diesem neuen beeindruckenden lyrischen Kosmos – von der Karottenrakete auf ihrem Weg zum Erdmittelpunkt über die schleichend wachsende Gummiakropolis ausgedienter Reifen bis zu Dürers „Rhinozeros“.
Die Schmetterlinge, die Jan Wagner in diesem Gedichtband aus dem Netz holt und Loopings fliegen lässt, können auch Münchner Krähen sein, Marder im Blutrausch oder ein Biker aus Montana. Entscheidend ist: Sie fliegen. Welchen Gegenstand, welches Wesen Jan Wagner auch einfängt und poetisch verwandelt, er hebt damit die Gesetze der Schwerkraft auf – selbst die vielfach ummauerte Verbotene Stadt gerät ins Schweben, und unsere Wahrnehmung, unser Denken verlieren mit jedem gelesenen Vers an Trägheit. Mit jedem Band dagegen scheint Jan Wagner an Souveränität zu gewinnen, seine Formenvirtuosität zeigt sich in der „Live Butterfly Show“ als unbekümmerte Lust an der Freiheit in der Form, am Klang, die großen Spaß macht.
Selbstporträt mit Bienenschwarm
Ausgewählte Gedichte
Die schönsten Gedichte von Jan Wagner in einem Band Jan Wagner zeigt das Beste aus fünfzehn Jahren poetischen Schaffens. Schon im Debütband mit dem hochfliegenden Titel »Probebohrung im Himmel« war all das da, was Jan Wagners Gedichte auszeichnet: Eleganz und Witz, Virtuosität und Lust am Spiel, Neugier und Hingabe, Präzision und kühle Sinnlichkeit. Sechs Gedichtbände später, bis zu den »Regentonnenvariationen«, hat Jan Wagners Dichtung an Intensität und Reichweite gewonnen. Seite für Seite vermittelt dieser vom Autor selbst arrangierte Auswahlband, was ein gelungenes Gedicht vermag und warum wir alle mehr Lyrik lesen sollten.
Der glückliche Augenblick - Über Lyrik und Fotografie
- 16 Seiten
- 1 Lesestunde
Die großen Fotos und Gedichte in diesem Werk fordern dazu auf, die Welt mehrdimensional zu betrachten. Jan Wagner, ein renommierter Lyriker und Übersetzer, beleuchtet die Kunst der Beobachtung und die Bedeutung des perfekten Moments. Anhand zahlreicher Beispiele analysiert er die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Fotografie und Poesie, wobei er die Fähigkeiten der Künstler und deren intuitive Motivwahl in den Fokus rückt.
Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen mit einem Vorwort von Gerhard Falkner
- 422 Seiten
- 15 Lesestunden
"Lyrik von Jetzt" bietet eine umfassende Bestandsaufnahme der deutschsprachigen Lyrik der jüngeren Generation, die nach 1965 geboren wurde. Mit 74 repräsentativen Gedichten zeigt es die Entwicklung weniger bekannter Autoren zu anerkannten Gegenwartsdichtern und bleibt faszinierend und aktuell.
Der Wald im Zimmer. Eine Harzreise
- 171 Seiten
- 6 Lesestunden
Der verschlossene Raum
Beiläufige Prosa
Wüsste man nichts von Jan Wagners lyrischem Werk, man würde überhaupt nur noch Essays von ihm lesen wollen. Ob er über Bibliotheken, Buchhandlungen, Lyrik oder Kunst schreibt, ob er literarische Postkarten aus Rom oder Los Angeles sendet oder die Epiphanie eines Rosmarins im schwäbischen Garten feiert – man glaubt diesem charmanten Geschichtenerzähler alles. Es bleibt kaum Zeit, die rhetorische Fingerfertigkeit zu bewundern, mit der da zwischen souveräner Gelehrsamkeit unerwartet die nächste Anekdote aus dem Ärmel gezogen wird, und man kann nicht anders als staunen über die Trouvaillen, die Jan Wagner von seinen Entdeckungsreisen quer durch Epochen und Kontinente mitbringt.
Im Sommer 2003 erschien eine Anthologie, die die aufregendsten Entwicklungen der jungen Literatur in der Lyrik präsentierte, während die Aufmerksamkeit der Feuilletons und des literarischen Betriebs auf diese neue Generation von Dichtern gerichtet war. Diese Autoren zeigten ein hohes Sprachbewusstsein und große Spielfreude, wodurch sie die Lyrik als eine lebendige und bedeutende Gattung etablierten. Fünf Jahre später sind viele dieser Protagonisten aus der deutschsprachigen Literaturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Das Phänomen der facettenreichen jungen Lyrik setzt sich fort, und zahlreiche noch jüngere Dichter sind in Erscheinung getreten. Der Anthologie sind fünfzig Dichterinnen und Dichter gewidmet, die jeweils vier repräsentative Gedichte präsentieren. Ein ausführlicher Anhang mit biographischen und bibliographischen Details ermutigt die Leser zu weiteren Nachforschungen. So wird diese Anthologie zu einem wertvollen Nachschlagewerk und einem Abenteuer für alle, die sich für die zeitgenössische Lyrik interessieren.
Regentonnenvariationen
Gedichte
Der Garten, in dem die Regentonne steht, ist phantastisch weit, reich und offen – eine Welt. In diesem Lyrikband geht es in die Natur mit all ihren kunstvollen Variationen des Lebens. Jan Wagner lässt den Giersch schäumen, dass einem weiß vor Augen wird, nimmt Weidenkätzchen und Würgefeige, Morchel und Melde, Eule, Olm und Otter ins poetische Visier, zoomt ran, überblendet assoziativ, bis der Blick sich weitet und man weiß, für einen Augenblick zum Wesen der Dinge vorgedrungen zu sein. Es ist immer wieder ein Wunder, wie es diesem Lyriker gelingt, Bilder zu schaffen, die in einem Halbvers Stimmungen heraufbeschwören – bis längst Vergessenes oder nie Gesehenes vor Augen steht.
Forgotten Fables Wolves on the Westwind Deluxe Edition
- 132 Seiten
- 5 Lesestunden
Sinn und Form 4/2022
Beiträge zur Literatur
Lyrik unterwegs
- 348 Seiten
- 13 Lesestunden
Lyrik unterwegs in Bussen und Bahnen der SSB Zum 25. Geburtstag von „Lyrik unterwegs“ erscheint die 4. erweiterte Auflage dieser Lyrik-Anthologie. Insgesamt 346 Gedichte von mehr als 100 Dichterinnen und Dichtern sind nun wieder in einem Gedichtband vereint und erfreuen die Herzen aller Poesiefreunde. Lyrik unterwegs - herausgegeben von der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB)
Rilke ist ein Phänomen: Alle kennen ihn, sein Panther schleicht bis heute unvermeidlich durch den Deutschunterricht, seine sagenhafte Erhabenheit inspirierte so unterschiedliche Künstler wie Ernst Jandl, Udo Lindenberg oder AnnenMayKantereit, seine Verse finden sich auf Wandkalendern, in Todesanzeigen, auf Spruchkarten. Rilke gehört irgendwie allen. Aber ist seine Lyrik immer noch lebendig? Lebt er in den lyrischen Sprachen der Gegenwart fort? Jan Wagner und Norbert Hummelt haben fünfundsiebzig der namhaftesten deutschsprachigen Lyriker:innen gebeten, ein selbstgewähltes Rilke-Gedicht in die eigene Stimme zu übersetzen. Entstanden ist so eine einzigartige Anthologie: Rilke-Gedichte im Dialog mit neuer deutscher Lyrik – quer durch die Vielfalt heutiger Sprech- und Schreibweisen.
Dreizehn +13 Gedichte
Lyrik zum Thema Freundschaft
Eismond
- 318 Seiten
- 12 Lesestunden
Ein psychologischer Kriminalroman der besonderen Art: tiefsinnig, atmosphärisch dicht und von einem geradezu hypnotischen Sog.Schlafes Bruder, so nennt man den Tod. Und tatsächlich wirkt Sanna, als sei sie nur friedlich eingeschlafen. Doch Kimmo Joentaa weiß, dass eine tödliche Krankheit seine Frau besiegt hat, auch wenn er ihren Tod noch nicht begreifen kann. Auch die junge Frau in seinem aktuellen Mordfall scheint nur vom Schlaf überrascht worden zu sein. In Wahrheit hat der Täter sie mit einem Kissen erstickt. Für Kimmo Joentaa, Polizeiinspektor im finnischen Turku, gerät die Suche nach dem Mörder, der seinen Opfern das Leben im Schlaf raubt, zu einer Suche nach einem Leben ohne seine geliebte Sanna …
Ein grandioser Roman über Schuld und Sühne, Verlust und Verbrechen. Der Fall, der den finnischen Kommissar Kimmo Joentaa zutiefst berührt: Sinikka ist verschwunden, nur ihr Fahrrad und ihre Tasche werden gefunden – an der gleichen Stelle, an der vor dreiunddreißig Jahren ein anderes Mädchen brutal vergewaltigt und ermordet wurde. Dieses Verbrechen erschüttert Polizei und Öffentlichkeit und weckt Erinnerungen bei einem der damaligen Täter. Kimmo Joentaa weiß aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft der Verlust eines geliebten Menschen ist. Deshalb zögert er, den Eltern von Sinikka die Hoffnung zu nehmen, dass ihre Tochter noch leben könnte, auch wenn er sich der düsteren Realität bewusst ist. Die Parallelen zwischen den Fällen sind zu offensichtlich: Dreiunddreißig Jahre nach dem ungeklärten Mord an einem Mädchen verschwindet ein weiteres unter ähnlichen Umständen. Nicht nur Kimmo, sondern auch sein pensionierter Kollege Ketola erkennt den Zusammenhang und nimmt die Spur des ungelösten Falls wieder auf, getrieben von der Hoffnung auf Antworten. Auch die beiden damaligen Täter beginnen, sich gegenseitig zu beobachten, und für einen von ihnen wird die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit zur gnadenlosen Konfrontation mit der lange verdrängten Verantwortung.
500 Millionen, das Erbe einer indischen Prinzessin, warten auf einen Erben. Die Erbschaft geht, über Umwege, an den französischen Professor Dr. Sarrasin und den deutschen Professor Schultze. Beide wollen mit dem Geld eine Stadt bauen. Der eine baut eine moderne und blühende Stadt, in der Gesundheit und Wohlergehen an erster Stelle stehen. Der andere errichtet eine Stadt, die das genaue Gegenteil darstellt, ein Stahlimperium, in der ausschließlich Kriegsgerät hergestellt wird. Da beide Städte in unmittelbarer Nähe zueinander stehen, kommt es zum unvermeidbaren Konflikt … Mit den Illustrationen der Originalausgabe.
One of the most fascinating journeys in literature, "Journey to the Centre of the Earth" is the second adventure imagined by Jules Verne in a long series he would write throughout his life. Verne's adventurous spirit is embodied in the characters of Professor Lidenbrock, an eccentric German scientist, and his young orphaned nephew Axel, an apprentice geologist under his protection. Their quest is to prove that it is possible to reach the very center of the Earth by following the traces of Arne Saknussemm, a 16th-century writer, researcher, and traveler who left behind a secret manuscript containing the keys to the expedition. With this premise, Verne immerses readers in a wild tale of adventures and continuous surprises that test the limits of his protagonists. The story is narrated by Axel, who writes to share the memories of their journey. It takes the form of a travel diary that he claims to have submitted for weekly publication, achieving great success among readers.
Die Propellerinsel
- 141 Seiten
- 5 Lesestunden
Technische Sensation einer neuen Zeit ist die Propellerinsel. Von gewaltigen mechanischen Kräften angetrieben kreuzt sie mit ihren entsetzlich reichen und entsetzlich untereinander verfeindeten Bewohnern durch die Weltmeere. Vier Musiker sind auf dies stählerne Eiland entführt worden und sollen den Reichen die Zeit vertreiben. Aber da gibt ein total verarmtes Königspaar den Ereignissen eine hochdramatische Wendung. Der von Wolf Wondratschek übersetzte und eingerichtete Text dieses Bandes zeigt wieder die ganze erzählerische Frische und den klugen Witz Jules Vernes. Die Holzstich-Illustrationen stammen aus der ersten französischen Gesamtausgabe.
Podtitul: Denník válečné výpravy z Habeše na rovník k jezeru Rudolfovu
Výběr z autorových próz, obsahuje povídky: Uprchlík z ostrova Sachalína (z povídek o tulácích), Sen Makarův (sváteční povídka), Ve vyšetřovacím oddělení, Starý zvoník (jarní idylla).




















