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Jakob Schrenk

    Die Kunst der Selbstausbeutung
    • Die Kunst der Selbstausbeutung

      • 223 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Seit Tausenden von Jahren träumen die Menschen von einer angenehmen Arbeit, die sie nach Belieben organisieren können. Im 21. Jahrhundert könnte diese Utopie endlich Realität werden. Mit jedem Morgen, an dem wir zur Arbeit gehen, kommen wir diesem Ziel näher. Doch dieser Traum könnte sich als Albtraum entpuppen. Der moderne Angestellte ist ein Manager seines eigenen Ichs und ein Künstler der Selbstausbeutung, der seine Arbeitskraft effizient nutzt und dadurch das materielle Ergebnis vervielfacht. Dies wirft die Frage auf: Wenn es dem modernen Angestellten gefällt, sich selbst auszubeuten, warum sollten wir ihn daran hindern? Und was will dieses Buch eigentlich? Es ist kein Aufruf zur Verlangsamung oder zum Streik. Doch wir sollten nicht vergessen, dass das Büro nicht automatisch ein Ort der individuellen Verwirklichung sein muss. Die Vorstellung, dass der Mensch nur bei der Arbeit bleibende Dinge schaffen kann und dass eine steile Karriere gleichbedeutend mit einem guten Leben ist, basiert nicht auf einer natürlichen Ordnung, sondern ist eine menschliche Erfindung. Diese Ideologie, eine starre Weltanschauung, beruht auf Prämissen, die von ihren Anhängern nicht mehr hinterfragt werden. So ist die wahre „Kirche der Karriere“ zu einer allmächtigen Institution geworden.

      Die Kunst der Selbstausbeutung
      4,1