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Günter Grass

    16. Oktober 1927 – 13. April 2015

    Günter Grass war ein Nobelpreisträger und deutscher Romanautor, Dichter, Dramatiker, Illustrator, Grafiker und Bildhauer. Sein Werk kehrt häufig in seine Geburtsstadt Danzig zurück und verwendet einen Stil, den er als „erweiterte Realität“ bezeichnete, eine Form des europäischen magischen Realismus. Grass thematisierte meisterhaft Schuld, Erinnerung und Identität im Nachkriegsdeutschland. Seine einzigartige Stimme und seine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Geschichte machen ihn zu einer der bedeutendsten literarischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

    Günter Grass
    In einem reichen Land
    Gespräche 1958-2015
    Gedichte und Kurzprosa
    Der Kampf um die Polnische Post
    Im Kresbsgang
    Lyrische Beute
    • Lyrische Beute

      Gedichte und Zeichnungen aus fünfzig Jahren

      Wer einmal eine Lesung von Günter Grass live erlebt hat, dem werden sein eindringlicher Sprechrhythmus, sein unverwechselbarer Sound immer im Ohr bleiben. Kein Sprecher konnte Grass' Texte besser präsentieren als der Autor selbst, der besonders gern aus seinen Gedichten vortrug. Günter Grass hat an zwei Abenden in Lübeck eine große Auswahl seiner Lyrik vor Publikum gelesen. Es waren ihm die liebsten Stü 140 Gedichte aus fünfzig Jahren, erschienen in seinen Lyrikbänden oder eingeflochten in seinen Romanen.

      Lyrische Beute
      5,0
    • Der Kampf um die Polnische Post in Danzig 1939 ist ein unvergesslicher Höhepunkt des Romans Die Blechtrommel. Grass lässt die makabren Szenen mit den ins Skatspiel flüchtenden, todgeweihten Verteidigern aus der Sicht des mittlerweile 15jährigen Oskar Matzerath schildern. Gnadenlos abschätzig gibt dieser, an nichts als am Ersatz seiner beschädigten Trommel interessiert, darin den früheren Liebhaber seiner Mutter preis, den liebenswürdig-sympathischen Jan Bronski. Dass Oskar in ihm seinen Vater sieht, erhöht nur noch seine Lust am grausamen Spiel. Die vielleicht ergreifendsten Kapitel des ganzen Buches.

      Der Kampf um die Polnische Post
      5,0
    • Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman "Die Blechtrommel". 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck.

      Gedichte und Kurzprosa
      4,5
    • Gespräche 1958-2015

      • 895 Seiten
      • 32 Lesestunden

      »Tanzen Sie noch? Leiden Sie unter dem Alter? Was war das größte Unglück in Ihrem Leben? Wären Sie lieber eine Frau?« – Es ist bemerkenswert, mit welcher Ausdauer Günter Grass über sechs Jahrzehnte auf die unterschiedlichsten Fragen seiner Gesprächspartner eingegangen ist, mal mit Humor, mal kompromisslos, stets auf hohem Sprach- und Reflexionsniveau. Ob als Schriftsteller, Bildhauer oder Grafiker, ob als gelernter Sozialdemokrat, Staatsbürger mit besonderer Reputation oder Literaturnobelpreisträger, immer wieder wurde er bis an sein Lebensende wie kaum ein Zweiter »ausgefragt«. Und stets nahm er in wechselnden Rollen Stellung zu ästhetischen, gesellschaftspolitischen und tagesaktuellen Problemen. Jederzeit auskunftsfreudig erläuterte der engagierte Zeitgenosse seine künstlerischen Ansätze und bewährte Arbeitsprozesse, äußerte sich zu Fragen der Poetik und zu Vorbildern seines Schaffens in Literatur und Politik, sprach offen über Frühprägungen, späte Einsichten und anhaltend belastende Traumata.

      Gespräche 1958-2015
      5,0
    • In einem reichen Land

      • 640 Seiten
      • 23 Lesestunden

      Ganz unten im Paradies – ein Atlas der sozialen Verwerfungen unseres Landes »Unser Buch handelt davon, wie würdelos es an den Rändern und mitten unter uns zugeht. Wenn Kinder hungrig zur Schule gehen, andauernde Arbeitslosigkeit alte und junge Menschen zermürbt, Asylanten, die nichts Kriminelles getan haben, in Abschiebehaft gehalten werden, wird Mal um Mal die Würde des Menschen verletzt.« Günter Grass Die hier versammelten »Zeugnisse alltäglichen Leidens an der Gesellschaft« von Beiträgern aus den unterschiedlichsten Berufssparten beleuchten materielle und soziale Notstände in der Republik, lassen Straßenkinder, Aussiedler, Selbsthilfegruppen zu Wort kommen, begleiten Gerichtsvollzieher und rechte Hooligans, schildern die Sisyphosarbeit von Ärzten und Sozialarbeitern, die Kompromisse, die Journalisten und Politiker eingehen müssen, beschreiben aber auch einfach nur die Situation von Frauen in Ost und West und immer wieder Einzelschicksale, die repräsentativ für die Gesellschaft sind.

      In einem reichen Land
      5,0
    • Theaterspiele" enthält die StüBeritten hin und zurückHochwasserOnkel, OnkelNoch zehn Minuten bis BuffaloDie bösen KöcheStoffresteZweiunddreissig ZähneGoldmäulchenPOUM oder die Vergangenheit fliegt mitDie Plebejer proben den AufstandDavor

      Theaterspiele
      4,0
    • Die Münchner Rede des Patrioten Günter Grass: eine bittere Bilanz drei Jahre nach dem Fall der Mauer, angesichts des mißglückten Einigungsprozesses und des Rückfalls in die Barbarei: -Ist dem deutschen Hang zur Rückfälligkeit kein heilsames Kraut gewachsen? Ist uns die Wiederholungstat in Runenschrift vorgeschrieben? Muß uns Deutschen - wie zwangsläufig - alles, selbst das wunderbare Geschenk möglicher Einigung, zur monströsen Spottgeburt mißraten? Ist uns, die wir immer noch von letzten Ausflügen ins Absolute beschädigt sind, noch immer kein ziviler, das heißt humaner Umgang mit In- Und Ausländern möglich? Was fehlt uns Deutschen bei all unserem Reichtum?-

      Rede vom Verlust
      4,0
    • Möglicherweise hat der sinnenfrohe, auch auf kulinarischem Gebiet experimentierfreudige Günter Grass tatsächlich mal versucht, eine Süßholzwurzel zu raspeln, doch als Dichter ist dieser Wortbesessene niemals ein Süßholzraspler gewesen. Dennoch finden sich viele bewegende, lust- und humorvolle Liebeserklärungen in seinem umfangreichen poetischen Werk. Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller hat ca. fünfzig Gedichte für diesen Band ausgewählt. Beeindruckende Hymnen auf deftige Speisen und Landschaften sind darunter, Lobgesänge auf die Sprache selbst, aber natürlich vor allem »astreine« Liebesgedichte von höchst disparatem Klang. Mal tönen sie scheu, dann forsch, mal zärtlich, dann pur erotisch, mal eher weh-, dann wieder übermütig.

      Du, ja du
      4,0
    • Ein charakteristisches Beispiel für Grass' Kunst Gedichte und Lithographien »Ähnlich dem Gedichteschreiben ist das die Schreibarbeit begleitende Zeichnen ein Innehalten und Inne-Werden ... seine grafische Kunst ist konkret wie sein Blick für Wirklichkeit.« Heinz Ludwig Arnold Am Anfang eines Gedichts stehe oft eine Zeichnung, so Günter Grass. In diesem Band geben sich gezeichnete und geschriebene Metaphern wechselseitig Impulse, zu Themen, wie sie auch schon im ›Butt‹ zu finden sind: die Schwierigkeiten, die mit dem neuen Männer- und Frauenbild zusammenhängen, die Krisen der Liebe und gleichzeitige Sehnsucht nach Geborgenheit sowie Grass' Selbstverständnis als Schriftsteller.   Inhalt: - Zum Fürchten - Federn blasen - Arbeit geteilt - Was Vater sah - Helene Migräne - Kot gereimt - Torso weiblich - Gestillt - Mannomann

      Mit Sophie in die Pilze gegangen : Gedichte und Lithographien
      4,0
    • Günter Grass

      Ohne die Feder zu wechseln

      • 119 Seiten
      • 5 Lesestunden

      German

      Günter Grass
      3,0
    • Sonderausgabe. 779, 179, 744 S. Im Schmuckschuber.

      Danziger Trilogie
      4,1
    • Offenheit, Intensität und Vielfalt Zum 80. Geburtstag von Günter Grass - Sämtliche Gedichte des Nobelpreisträgers in einem Band Von seinen ersten Gedichten aus ›Die Vorzüge der Windhühner‹ von 1956 bis hin zu den im Frühjahr 2007 erschienenen Gedichten des Bandes ›Dummer August‹ versammelt dieser Lyrik-Band sämtliche Gedichte des Nobelpreisträgers.

      Sämtliche Gedichte
      4,0
    • Der Autor als fragwürdiger Zeuge

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Einblicke in Grass' künstlerisches Schaffen: Der Autor reflektiert über seine Anfänge als Zeichner und Schriftsteller, die er parallel zu seiner Ausbildung als Bildhauer und Grafiker verfolgt hat. Trotz der Herausforderungen seines Doppelberufs bleibt er sowohl im Zeichnen als auch im Schreiben autodidaktisch und weicht nie von seinem kreativen Weg ab. In dieser Sammlung finden sich autobiografische Essays, Reden, Gedichte und Interviews, die einen umfassenden Einblick in sein Leben und Schaffen bieten. Themen umfassen die Vorzüge der Windhühner, das Schreiben von Gedichten, die Bedeutung der Erzählung, sowie die Rolle der Literatur in der Bundesrepublik. Grass thematisiert auch die Verbindung zwischen Literatur und Politik, die Herausforderungen des Theaters und reflektiert über seine eigene Rolle als Autor. Weitere Beiträge behandeln persönliche Erlebnisse, gesellschaftliche Beobachtungen und philosophische Überlegungen, die sein Werk prägen. Diese Sammlung ist nicht nur ein Rückblick auf seine Karriere, sondern auch eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Fragen, die sein Schaffen und die Welt um ihn herum bestimmen.

      Der Autor als fragwürdiger Zeuge
      3,5
    • Angestiftet, Partei zu ergreifen

      • 346 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Eine politische Stellungnahme Im Jahr, als die Mauer gebaut wurde, setzten sich die christlich nennenden Parteien auf die Diffamierung des politischen Gegners. Konrad Adenauer verleumdete Willy Brandt, den Regierenden Bürgermeister von Berlin, als „uneheliches Kind“ und Emigranten. Diese Ungeheuerlichkeit motivierte Günter Grass, Partei zu ergreifen und politisch aktiv zu werden. Seit 1965 sprach er in Bundes- und Landtagswahlkämpfen, setzte sich mit der SPD auseinander und erlangte internationales Ansehen. Der vorliegende Band umfasst programmatische Reden, Interviews, einen Einakter, Gedichte, Briefe und Kommentare, die drei Jahrzehnte bundesdeutscher Politik reflektieren. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die Auseinandersetzung mit Wahlen, die Rolle der SPD, die Verantwortung des Wählers und die Herausforderungen des demokratischen Sozialismus. Grass thematisiert die politischen Strömungen seiner Zeit, von der Sozialdemokratie zwischen Kommunismus und Kapitalismus bis hin zu den Argumenten der SPD. Er beleuchtet die Bedeutung der Stimme des Wählers und die Verantwortung der Schriftsteller als Bürger. Der Band bietet eine kritische Betrachtung der politischen Landschaft und regt zur Reflexion über die Zukunft des demokratischen Sozialismus an.

      Angestiftet, Partei zu ergreifen
      3,0
    • Letzte Tänze

      Gedichte und Bilder

      Nach der Vollendung seiner hochgelobten Novelle suchte Günter Grass Erholung beim Bildhauern und Töpfern. In seinem Gedicht „Gottähnlich“ reflektiert er darüber, wie er nach dem Schreiben des Buches eine heitere Beschäftigung suchte und begann, Figuren aus Töpferton zu formen. Dieser Band erzählt von Grass’ unstillbarem Drang zum Schreiben. Er versammelt 36 oft virtuose Gedichte des Nobelpreisträgers, die in expressiver Manier teils mehrere Seiten umfassen, während andere, fast im meditativen Stil von William Carlos Williams, alltägliche Details mit sexuellem Anklang in prägnanter Kürze zu Metaphern verdichten. Einige Gedichte sind weniger gelungen, doch die besten Momente sind lyrisch schön. Das Buch wird ergänzt durch Zeichnungen von drehenden und kopulierenden Paaren, die in einem Totentanz agieren, als würden sie durch die Seiten wandern oder hilflos Purzelbäume schlagen. Diese Illustrationen transportieren viel von der tragikomischen Heiterkeit, die auch in Grass’ Gedicht „Gottähnlich“ zum Ausdruck kommt.

      Letzte Tänze
      3,8
    • Döblins Debütroman aus dem Jahre 1915 wurde als das erste Meisterwerk expressionistischer Erzählkunst bewundert. Der Roman, der im China des 18. Jahrhunderts spielt und zum ersten Mal ungeheure Menschenmassen agieren lässt, markiert den Beginn der Moderne. Die Geschichte des armen Fischersohnes Wang-lun, der zum Anführer einer pazifistischen Sekte wird, aber schließlich doch zu den Waffen greift, ist eine Parabel auf die Unmöglichkeit einer friedlichen Welt.

      Die drei Sprünge des Wang-lun
      4,0
    • Über die Verletzung des Grundgesetzes. Deutsche Einheit 1990 - fünf kritische Beiträge des Nobelpreisträgers für Literatur. Günter Grass hat sich immer als Verfassungspatriot begriffen. Die leichte Liebe zu ewigen Werten, die auch »national« heißen und sowieso schnell die Fahne wechseln, das ganze dröhnend aufgeblähte Vaterland waren und sind ihm fremd und viel zu dürftig. Sein Patriotismus stützt sich auf die beste Verfassung, die es in Deutschland je gegeben hat: das Grundgesetz. Mit der Einheit 1990 wurde es verletzt. Davon handeln die in diesem Buch gesammelten Reden eines »vaterlandslosen Gesellen«: im Februar des Einheitsjahres in der Evangelischen Akademie Tutzing gehalten oder im Oktober im Reichstag in Berlin vor den Fraktionen der Grünen und Bündnis 90. Inhalt: - Kurze Rede eines vaterlandslosen Gesellen - Der Zug ist abgefahren – aber wohin? - Einige Ausblicke vom Platz der Angeschmierten - Bericht aus Altdöbern - Ein Schnäppchen namens DDR

      Ein Schnäppchen namens DDR
      4,0
    • Wörter auf Abruf

      • 128 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Eine Auswahl der schönsten Gedichte von Günter Grass. Günter Grass hat als Lyriker angefangen, und er schreibt Gedichte bis heute. In ihnen allen – auch den politischen oder polemischen – herrschen die Gegenstände vor, nicht die Gefühle; die Beobachtungen, nicht die Ideologie. Sie sind besessen von den Dingen, die uns umgeben und die die eigentlichen Anstifter unserer Gefühle und Gedanken sind: die Federn, die wir in die Luft blasen, der Inhalt des geöffneten Schranks, die Ostsee und ihre Geräusche, die Folgen der Pilzsuche. Die schönen Wörter. Klaus Wagenbach, mit dem Werk von Günter Grass seit Beginn vertraut, hat die schönsten Gedichte ausgewählt, nicht nur aus den Gedichtbänden, sondern auch aus den verstreut veröffentlichten und in den Romanen enthaltenen.

      Wörter auf Abruf
      1,0
    • Vom Beginn des Jahrhunderts bis zu Adenauer Mit dem Erscheinen der ›Blechtrommel‹ 1959 gewann der deutsche Nachkriegsroman Anschluß an die Weltliteratur und Oskar der Trommler seinen festen Platz in der modernen Mythologie. Anfang der 50er Jahre trommelt und schreibt in einer Heil- und Pflegeanstalt ein Buckliger des Jahrgangs 1924 die Geschichte seines Lebens und seiner Familie vom Begin des Jahrhunderts bis in das Deutschland Adenauers. Oskar Matzerath hat alles gesehen und gehört, nichts ist ihm entgangen, denn er war ein hellhöriger Säugling, dessen geistige Entwicklung bereits bei der Geburt abgeschlossen war. Der Außenseiter, der Wirklichkeit ertrommeln und Glas zersingen kann, erweist sich dabei als der einzige Gesunde in einer Welt des Scheins, der Lüge und des Verbrechens. Am Ende seiner phantastischen Autobiographie, die Oskar vom Vorkriegs-Danzig bis ins Düsseldorf der Nachkriegszeit führt, »entdeckt man, daß man über Deutschland und Mitteleuropa – sowohl in der Zeit des Völkermordes als auch im Biedermeier der Restauration – mehr weiß als je zuvor«. Lars Gustafsson

      Die Blechtrommel
      4,0
    • Drei Erzähler schreiben zur Jahreswende 1960/61 gleichzeitig drei Bücher und werden so in Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit Chronisten der »Hundejahre« unseres Jahrhunderts: Eddi Amsel, das Opfer, Harry Liebenau, der Zeuge, und Walter Matern, der Täter. Mit Hundejahre manifestierte Günter Grass 1963 eindrucksvoll seinen Weltruhm. Selbst fünfzig Jahre nach ihrem Erscheinen hat diese »dunkle verzweigte Geschichte« nichts von ihrer betörenden Sprachkraft verloren. Mehr noch, die Fabulierlust des Autors wird durch die faszinierenden Radierungen des Künstlers Günter Grass, der diesen komplexen Weltentwurf bis heute für eines seiner reizvollsten Werke hält, nachhaltig unterstrichen.

      Hundejahre
      4,0
    • Beim Häuten der Zwiebel

      • 479 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Günter Grass erzählt von sich selbst. Vom Ende seiner Kindheit beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Vom Knaben in Uniform, der so gern zur U-Boot-Flotte möchte und sich hungernd in einem Kriegsgefangenenlager wiederfindet. Von dem jungen Mann, der sich den Künsten verschreibt, den Frauen hingibt und in Paris an der „Blechtrommel“ arbeitet. Günter Grass erzählt von der spannendsten Zeit eines Menschen: den Jahren, in denen eine Persönlichkeit entsteht, geformt wird, ihre einzigartige Gestalt annimmt. Zwischen den vielen Schichten der „Zwiebel Erinnerung“ sind zahllose Erlebnisse verborgen. Grass legt sie frei, schreibt über den Arbeitsdienst-Kameraden, der niemals eine Waffe in die Hand nahm, schildert genüsslich einen Lager-Kochkurs, der mangels Lebensmitteln abstrakt blieb, und berichtet, wie der Kunststudent sein Geld in einer Jazzband verdiente. Zudem zeichnet er liebevolle Porträts von seiner Familie, von Freunden, Lehrern, Weggefährten. Beim Häuten der Zwiebel ist ein mit komischen und traurigen, oft ergreifenden Geschichten prall gefülltes Erinnerungsbuch, das immer wieder Brücken in die Gegenwart schlägt. Günter Grass faßt den jungen Menschen von damals nicht mit Samthandschuhen an, enthüllt seine Schwächen, legt den Finger auf manches Versagen und noch heute schmerzende Wunden. Daß er die ein oder andere Erinnerungslücke mit Hilfe seiner reichen Phantasie ausgemalt haben könnte, gesteht er offen ein.

      Beim Häuten der Zwiebel
      4,0
    • Fünf Jahrzehnte

      Ein Werkstattbericht

      • 127 Seiten
      • 5 Lesestunden

      In dem Buch unter dem Titel „Fünf Jahrzehnte - Ein Werkstattbericht“ blickt Literaturnobelpreisträger Günter Grass auf seine künstlerische und literarische Entwicklung zurück.

      Fünf Jahrzehnte
      3,3
    • Vonne Endlichkait

      • 184 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Allen Zumutungen des Alterns und der 'Endlichkait' zum Trotz, plötzlich erscheint erneut fast alles möglich: Liebesbriefe, Selbstgespräche, Eifersuchtsdramen, Schwanengesänge, Gesellschaftssatiren und Augenblicke des Glücks drängen aufs Papier. Plötzlich findet rhythmisierte Kurzprosa ein vielstimmiges Echo in episch wuchernden oder pointiert zugespitzten Gedichten. Plötzlich entstehen sinnenfrohe Doppelstücke, die vom Zeichner ins Bild gesetzt, weitererzählt oder auf den Doppelpunkt gebracht werden. So traurig und gewitzt, so lebensklug und doch kämpferisch kann nur ein in die Jahre gekommener Künstler ans Werk gehen, der dem Tod wiederholt von der Schippe gesprungen ist. Zahlreiche berührende Geschichten bringt er hervor, verdichtet sie zu kunstvollen Miniaturen, die hier und jetzt spielen. In 'Vonne Endlichkait' schafft der Literaturnobelpreisträger in einem beeindruckenden Wechselspiel aus Lyrik, Prosa und Illustration sein letztes Gesamtkunstwerk.

      Vonne Endlichkait
      3,8
    • Ein Jahr lang hat Günter Grass mit federleichtem Pinselstrich in Gedichten und Aquarellen „Fundsachen“ aufgezeichnet: Radieschen und Raps, Spargel, Kastanien und Fallobst, Kaninchenspuren im ersten Schnee. Grass lädt ein, ihm in seinen Garten, auf eine dänische Insel und in die portugiesische Landschaft zu folgen. Sein Jahrbuch von 1997 hält Stimmungen fest: den zärtlichen Neid auf das Kopfkissen der Geliebten, das nach Mückenöl riechende Sommerglück. Noch dem gnadenlosen Fortschreiten des Alterns gewinnt er ein Lachen ab. Günter Grass, 1927 in Danzig geboren, Schriftsteller, Bildhauer, Grafiker, wurde 1999 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein Gesamtwerk erscheint im Steidl Verlag. Zuletzt erschienen Beim Häuten der Zwiebel, Die Box und Unterwegs von Deutschland nach Deutschland.

      Fundsachen für Nichtleser
      3,7
    • Als er gefragt wurde, mit welcher Frau in der Geschichte der Kunst er gerne zu Abend essen würde, nannte Umberto Eco Uta von Naumburg. So geht es auch dem Erzähler dieser Geschichte. Ende der 1980er Jahre auf Lesereise in der DDR, findet er sie, die schönste Frau des Mittelalters, mit elf weiteren Stifterfiguren im Naumburger Dom. Und weil auf dem Papier alles möglich ist, bittet er alle, nach deren Abbild der Künstler im 13. Jahrhundert die lebensechten Skulpturen geschaffen hat, in seinem Garten zu Tisch. Die Tochter des Goldschmieds, die für Uta Modell stand, hat es ihm besonders angetan. In einem gewagten Zeitsprung steht sie in der Gegenwart für ihren Lebensunterhalt auf Plätzen in Köln, Mailand oder Frankfurt »Figuren«. So sehr verfällt ihr der Erzähler, dass er überall nach ihr Ausschau hält und sich schließlich sogar für einen verhängnisvollen Botengang einspannen lässt. Die Erzählung, zunächst als Kapitel für Beim Häuten der Zwiebel konzipiert, wurde erst kürzlich von Grass' langjähriger Mitarbeiterin Hilke Ohsoling im Archiv entdeckt – allerdings nicht einfach in einer verstaubten Schublade. Hinweise auf Figurenstehen hatte sie schon vorher gefunden: in einzelnen Manuskriptseiten im Archiv, in Arbeitsplänen, in einer Skulpturengruppe im Atelier, in Lithographien. Eine bislang ungekannte, feinsinnige Erzählung des Literaturnobelpreisträgers, die nicht in der Neuen Göttinger Werkausgabe enthalten ist.

      Figurenstehen
      3,6
    • 4000 Jahre Männergeschichte als Reigen der Gewalt Im Gegensatz zum Märchen vom Fischer und seiner Frau ist es im ›Butt‹ von 1977 der Mann, der – beraten vom wundersamen Plattfisch – immer höher hinauswill und so Geschichte macht. Die Geschichte reicht von den blutigen Köpfen, die sich die Männer der steinzeitlichen Horden gegenseitig schlagen, bis zu den Interkontinentalraketen unseres Jahrhunderts. 400 Jahre Männergeschichte als sinnloser Reigen der Gewalt werden in der Danziger Bucht vom Autor, Erzähler und unsterblichen Märchenhelden selbst erlebt, während Ilsebill, seine jetzige Geliebte und Partnerin zu allen Zeiten, in Gestalt von neun und mehr Köchinnen für den wirklichen Fortschritt sorgt: die Beseitigung des Hungers. Den abgewirtschafteten Männern und dem Butt eröffnet ein Frauentribunal 1974 in Berlin den Prozeß, denn jetzt wollen die Frauen Geschichte machen. Hoffnung verspricht aber nur die gemeinsame Emanzipation zu etwas Drittem. Und dieses Dritte konkretisiert sich zugleich in einem Kind, das am Anfang des Buches gezeugt und nach neun Kapiteln, der gescheiterten Beziehung der Eltern zum Trotz, unbekümmert geboren wird. Anthony Burgess pries diese »Phantasie« als »eine Feier des Lebens in seiner ganzen krassen Eigenart..., mit der Grass die Deutschen vor den Abstraktionen warnen will, die sie allzu oft im nordischen Nebel umhertappen ließen.«

      Der Butt
      3,9
    • Wiederabdruck von Ingeborg Bachmanns (1926-1973) Büchnerpreisrede aus dem Jahr 1964: eine Schilderung von Angstträumen in Berlin, der unbekümmert invaliden, schizophrenen Stadt

      Ein Ort für Zufälle
      3,5
    • Längst gehört der Wahlkampf von 1969 der Geschichte an. Viele Schriftsteller und Intellektuelle haben damals Partei ergriffen und Wählerinitiativen angeregt - allen voran Günter Grass. Jahre später hat er seine damaligen Tagebuchnotizen dazu benützt, seinen Kindern das Engagement für die SPD, für seinen Freund, den Emigranten Willy Brandt, und gegen den damaligen Bundeskanzler und ehemaligen Nationalsozialisten Kiesinger zu erklären.

      Aus dem Tagebuch einer Schnecke
      3,4
    • Eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache Die Brüder Grimm erhalten im Jahr 1838 den Auftrag, ein Wörterbuch der deutschen Sprache zu erstellen. Voller Eifer forschen sie – und verzetteln sich gründlich. Am Ende ihres Lebens haben sie nur wenige Buchstaben bewältigt. Günter Grass erzählt das Leben von Jacob und Wilhelm Grimm als Liebeserklärung an die deutsche Sprache. Er durchstreift die Geschichte und schlägt manche Brücke in seine eigene Zeit.

      Grimms Wörter : Eine Liebeserklärung
      3,6
    • Katz und Maus

      • 142 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Danzig im Zweiten Weltkrieg. Pilenz plagen Gewissensbisse. Es war nicht richtig, was er mit seinem Schulkameraden Joachim Mahlke gemacht hat. Dem wuchs in der Pubertät ein riesiger Adamsapfel, ein wie eine Maus zuckender Knorpel. Einer plötzlichen Eingebung folgend, setzte Pilenz eine umherstreifende Katze auf diese \"Maus\" und gab Mahlke damit der Lächerlichkeit preis. Pilenz fühlt sich schuldig ud beginnt, quasi als Geste der Widergutmachng, die Lebensgeschichte des Außenseiters nachzuerzählen. Dabei berichtet er von Mahlkes geradezu grotesken Versuchen, seinen Makel zu verbergen. In seiner Verzweiflung behängt dieser den Adamsapfel mit einem Schraubenzieher, mit einem Orden und anderen Dingen. Auf seiner Suche nach Anerkennung vollführt er die schwierigsten Turnübungen und bricht Tauchrekorde. Trotz allen Beifalls: Er bleibt ein Einsamer. Doch dann findet er in einem gestrandeten Minensuchboot ein persönliches Refugium, einen intimen Ort des Rückzugs. \"Katz und Maus\" ist der zweite Teil von Günter Grass' Danziger Triologie, zu der die beiden Romane \"Die Blechtrommel\" und \"Hundejahre\" gehören. In ihr setzt sich Grass mit dem Zweiten Weltkrieg und seine Heimatstadt Danzig auf literasisch anspruchsvolle, aber auch überaus unterhaltsame Art auseinander.

      Katz und Maus
      3,7
    • »Das Beste von Grass seit langem.« Rainer Schmitz in ›Focus‹ »Knips mal, Mariechen« ruft der Schriftsteller, wann immer seine treue Freundin Marie ein Foto machen soll. Ihre Schnappschüsse haben es in sich, denn ihre alte Agfa-Box kann in die Vergangenheit und die Zukunft schauen, Wünsche und Ängste in Szene setzen. Viel später sitzen die acht Kinder des berühmten Schriftstellers beisammen, längst erwachsen geworden. Im lebhaften Dialog lassen sie das Leben ihrer komplizierten Familie Revue passieren, und jeder erinnert sich auf seine Weise an den Vater, die Kindheit, an Maries Wunder-Box und ihre verblüffenden Bilder.  Inhalt: - Übriggeblieben - Ohne Blitzlicht - Wundermäßig - Kuddelmuddel - Wünschdirwas - Aus rückläufiger Sicht - Schnappschüsse - Krummes Ding - Vom Himmel hoch

      Die Box
      3,5
    • Zunge zeigen

      • 157 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Der deutsche Autor erzählt von seinen Erfahrungen, Eindrücken und Gedanken während einer Reise durch den Osten und Süden Indiens sowie Bangladesch.

      Zunge zeigen
      2,8
    • Die verschiedenen Menschen, denen Günter Grass hier seine Stimme leiht, sind Männer und Frauen aus allen Schichten, die als Zeugen Geschichte erleben und erleiden. In den ernsten und komischen, heiteren und tragischen Begebenheiten, die sie erzählen, spiegeln sich die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts wider: technische Errungenschaften, sportliche und kulturelle Leistungen, Verfolgung, Kriege und Katastrophen. Es ist ein einzigartiger Versuch, dem zerrissenen Jahrhundert gerecht zu werden, der erzählerische Phantasie mit historischer Genauigkeit verbindet. Einhundert Geschichten fügen sich zu einem epischen Bilderbogen des 20. Jahrhunderts. Die Erzählungen umfassen eine Vielzahl von Themen und Ereignissen, die von persönlichen Erlebnissen bis hin zu bedeutenden gesellschaftlichen Veränderungen reichen. Sie zeigen, wie das individuelle Schicksal der Menschen in die großen Strömungen der Geschichte eingebettet ist. Grass gelingt es, die Stimmen derjenigen einzufangen, die oft im Schatten der Geschichte stehen, und ihre Perspektiven auf die Welt und die Zeit, in der sie leben, lebendig werden zu lassen. So entsteht ein Geschichtsbuch, das den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt rückt und deren Geschichten als Teil des kollektiven Gedächtnisses des Jahrhunderts präsentiert.

      Mein Jahrhundert
      3,5
    • Ein weites Feld

      • 781 Seiten
      • 28 Lesestunden

      Berlin 1989, Wendezeit. An der durchlässig gewordenen Mauer entlang gehen zwei alte Männer, groß und hager der eine, klein und gedrungen der andere. Ein ungleiches, ein komisches Paar: der Bürobote Theo Wuttke, genant Fonty, und sein »Tagundnachtschatten« Hoftaller, der ewige Spitzel. Beider Erinnerungen reichen über große Distanzen, beide leben Vorgängern nach, beiden ist Vergangenheit so nahe und gegenwärtig wie die sich überstürzenden Tagesereignisse... Aus der Gegenüberstellung ungewöhnlicher Lebensläufe und politischer Verläufe entsteht ein Panorama deutscher Geschichte zwischen der Märzrevolution von 1848 und unseren Tagen, eine jede Chronologie sprengende Folge farbiger Bilderbogengeschichten von einst und jetzt.

      Ein weites Feld
      3,2
    • Die Rättin

      • 504 Seiten
      • 18 Lesestunden

      »Auf Weihnachten wünschte ich eine Ratte mir.« In den Träumen des Erzählers kann das Tier sprechen und zwingt ihm die Vision vom Untergang der Menschheit und der Übernahme der Herrschaft auf Erden durch Ratten auf. Sie allein haben in der von Neutronenbomben getroffenen Stadt Gdansk-Danzig überlebt und bauen dort auf eine Solidarität gegründete neue Zivilisation auf. Gegen diese apokalyptischen Visionen entwickelt der Erzähler seine eigenen Geschichten, teils als Filmskripte für den zum Medienzar avancierten Oskar Matzerath: vom Maler Malskat und der falschen Restauration der 50er Jahre, von den toten Wäldern und der sterbenden Kraft der Märchen und von fünf geliebten Frauen, die sich in der quallenverseuchten Ostsee auf die vergebliche Suche nach Vineta als Ort weiblicher Utopie machen.

      Die Rättin
      3,2
    • Ein Buch voller Luft- und Gedankensprünge, voller Ironie und Witz. Sommer 1980: Ein Lehrerehepaar aus Itzehoe macht eine Ferienreise in den Fernen Osten. Ob in Bangkok, in Bombay oder auf Bali: die deutschen Fragen werden sie trotz der andrängenden Bilder der Dritten Welt nicht los. Dafür sorgt schon der sich immer wieder einmischende Erzähler, dem mitten in Shanghai die Idee kommt, wie es wohl wäre, wenn nicht die Chinesen, sondern die Deutschen ein Volk von neunhundertfünfzig Millionen Menschen wären. Oder wenn, wie manche Politiker befürchten, die Deutschen ausstürben.

      Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus
      3,0
    • Eberhard Starusch, Studienrat in mittlerem Alter, gerät durch einen protestierenden Schüler in einen Konflikt zwischen seiner Sympathie für den Revolutionär und die Vernunft des Vierzigjährigen

      Örtlich betäubt
      3,0
    • Unterwegs von Deutschland nach Deutschland

      Tagebuch 1990

      • 255 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Ein sehr persönliches Dokument wird zur spannenden Zeitreise: Seit fast zwanzig Jahren bekommt Günter Grass von seinem Verleger Blindbände geschenkt, Bücher mit leeren Seiten, die er per Hand mit ersten Fassungen seiner Texte füllt. Und er nutzt sie als Tagebuch und damit als Nährboden für seine Ideen. Mit dem Jahr 1990 begann Grass sein bis heute anhaltendes intensives Notieren. Nach dem Mauerfall war Deutschland im Umbruch, und Günter Grass wollte nah dran sein an der Stimmung unter den Menschen und den politischen Debatten. Er war viel unterwegs in der Noch-DDR, war präsent, wo über die Zukunft und den Prozeß der Wiedervereinigung gesprochen wurde, pflegte einen regen Austausch mit seinen Kindern und Freunden. Das Tagebuch von Günter Grass gibt Einblicke in den Alltag eines Zeitgenossen, der im Bewußtsein des historischen Moments leidenschaftlich lebt und streitet. Es steckt voller Begegnungen, Beobachtungen und Gedanken; Ideen zu späteren Erzählwerken keimen hier auf und entfalten sich. Das Tagebuch ist ein erzählerisches Protokoll aus einer Zeit, da die Geschichte wieder mächtig in Bewegung geraten war.

      Unterwegs von Deutschland nach Deutschland
      3,0
    • Die dramatische Geschichte vom Untergang der „Wilhelm Gustloff“ im Januar 1945 und ihre Auswirkungen bis in die deutsche Gegenwart wird hier eindringlich erzählt. 1895 wird in Schwerin ein Mann geboren, der später als „Blutzeuge“ verehrt wird und dem das Schiff seinen Namen verdankt. Am 30. Januar 1945 wird das ehemalige Kraft-durch-Freude-Kreuzschiff, das Tausende von Flüchtlingen und Soldaten transportiert, von einem sowjetischen U-Boot torpediert. Schätzungen zufolge ertrinken dabei fünf- bis neuntausend Menschen in der eisigen Ostsee. Eine der Überlebenden ist die hochschwangere Tulla Pokriefke aus Danzig, die bereits in anderen Werken des Autors vorkommt. Ihr Sohn Paul, der in jener Nacht geboren wird, wird Journalist und Chronist dieser Geschichte. Eines Tages stößt er zufällig auf eine brisante Internetseite einer „Kameradschaft Schwerin“, die sein Interesse weckt und ihn auf eine Spurensuche führt. Dabei deckt er ein menschliches Drama auf, das bis in die Gegenwart reicht und auch seine eigene Familie betrifft. Diese Erzählung verbindet persönliche Schicksale mit einem bedeutenden historischen Ereignis und beleuchtet dessen weitreichende Folgen.

      Im Krebsgang : eine Novelle
      3,3
    • Heiter-malancholische Liebesgeschichte um eine Polin und einen Deutschen (Restauratorin und Kunsthistoriker). Gemeinsam verwirklichen sie eine Idee: eine Deutsch-Polnische Friedhofsgesellschaft ...

      Unkenrufe
      3,2
    • Im Sommer 1647, im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges, treffen sich in Telgte, einem Wallfahrtsort zwischen Münster und Osnabrück, über zwanzig Dichter, Kritiker und Verleger deutscher Sprache. Eingeladen hat Simon Dach; unter teils abenteuerlichen Umständen, zu Pferd und mit der Kutsche, reisen Gryphius und Paul Gerhardt, Zesen, Harsdörffer, Hoffmannswaldau, der junge Grimmelshausen an. In der Wirtsdiele des Brückenhofs an der Ems lesen sie sich aus ihren Manuskripten vor und reden, \"wenn auch vom Rande her nur, ein politisches Wörtchen\" mit. \"Schließlich war man wer. Wo alles wüst lag, glänzten einzig die Wörter. Und wo sich Fürsten erniedrigt hatten, fiel den Dichtern Ansehen zu. Ihnen, und nicht den Mächtigen, war Unsterblichkeit sicher.\" Sie reden, trinken, essen, stellen auch den Mägden nach; das Ende kommt unvermutet. Das Treffen in Telgte ist Fiktion. Günter Grass erfindet, was hätte sein können, wenn deutsche Barockdichter tatsächlich einmal so zusammengefunden hätten wie dreihundert Jahre später die Gruppe 47. Die Zeitumstände aber, das Ende des Dreißigjährigen Krieges, sind Geschichte, die Lebensläufe der Dichter sind historische Lebensläufe; die barocken Gedichte, Dramen und Romane, von denen die Rede ist, sind uns überliefert. So spielt Das Treffen in Telgte zwischen damals und heute in Zeiten politischer Verwilderung und Wirrnis.

      Das Treffen in Telgte
      3,1
    • Onkel, Onkel

      ein Spiel in vier Akten

      • 98 Seiten
      • 4 Lesestunden
      Onkel, Onkel
    • Enthält u.a.: "Orwells Jahrzehnt I", "Literatur und Mythos", "Otto Pankok"

      Essays und Reden III