Augustus erschuf eine Monarchie, deren neue Form über das Mittelalter hinaus bis in die Neuzeit als Kaisermodell diente. Die Initialisierung der Monarchie in Rom durch das Prinzipat ist somit mehr als ein reiner Epocheneinschnitt in der Geschichte des Römischen Reiches. Vielmehr war es ein Schritt, der die weitere Weltgeschichte auf vielen Ebenen beeinflussen sollte. Renommierte Althistoriker, Archäologen und Altphilologen betrachten in diesem Band die Bedeutung des ersten römischen Kaisers in allen Epochen von der Antike bis heute. Die interdisziplinäre Herangehensweise gibt frische Impulse, die nicht nur das Leben und Wirken Augustus‘ in einem neuen Licht erscheinen lassen. Sie zeigen auch sein näheres Umfeld, insbesondere die erste Kaiserin Livia und die Auswirkungen auf das Römische Reich aus ungewohnter Perspektive.
Christian Wendt Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Staatsverständnisse - 41: Ein Besitz für immer?
Geschichte, Polis und Völkerrecht bei Thukydides
- 292 Seiten
- 11 Lesestunden
Die Bedeutung des thukydideischen Geschichtswerks geht weit über die einer Chronik des Peloponnesischen Kriegs (431-404 v. Chr.) hinaus. Die Analysen des Autors über das Funktionieren von Staatswesen im Inneren sowie der zwischenstaatlichen Verbindungen sind bis heute Gegenstand intensiver Forschungen. Das Bemühen, Thukydides als politischen Denker zu interpretieren, ist nie verebbt. Allerdings haben sich sehr unterschiedliche Rezeptionsmuster in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen entwickelt, die „ihren“ Thukydides jeweils in exklusiver Perspektive behandeln. Ansatz dieses Bandes ist es, die Perspektiven von Philologie, Geschichts-, Rechts- und Politikwissenschaft zusammenzuführen, um den Rang des athenischen Geschichtsschreibers sowie das Potential interdisziplinärer Perspektiven in diesem Kontext zu betonen. War Thukydides in erster Linie Historiker oder Theoretiker, wie positioniert er sich in Fragen des Rechts, der Staatsverfassung, der politischen Moral? Dies sind einige Fragen, denen die hier versammelten Beiträge nachgehen und deren Beantwortung, so unterschiedlich sie ausfallen mag, elementar für eine Annäherung an das Staatsverständnis von Thukydides ist.