Manfred Dahlmann Bücher






Seinslogik und Kapital
Kritik der existentialontologischen Fundierung der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie
- 300 Seiten
- 11 Lesestunden
Die Seinsphilosophie thematisiert die Unmöglichkeit, sich von Negation und Vermitteltheit zu befreien, solange es Widerstände gibt. Sie konzentriert sich auf das Positive, das Sein, und das Negative wird in eine allgemeine 'Seinsvergessenheit' gefasst. Trotz ihrer abstrakten und schwer verständlichen Natur hat die Seinsphilosophie in der Gesellschaft an Einfluss gewonnen und ist in vielen Kreisen präsent. Krisen stellen die Geltung rationaler Formen in Frage, was zu einer gefährlichen Vereinigung von Massen und Experten führen kann, die in ihrer Wut destruktiv werden.
Die Auseinandersetzung mit Sartres Auffassung der individuellen Freiheit und der Ablehnung einer äußeren Autonomie führt zu einer tiefgreifenden Analyse der Verantwortung des Einzelnen. Sartre argumentiert, dass das Zuschreiben von Entscheidungsfreiheit an externe Kräfte wie Gott oder den Staat eine Selbsttäuschung ist, um der Angst vor der eigenen Freiheit zu entkommen. Im Kontrast dazu wird Adornos Ästhetik herangezogen, um die Möglichkeit zu untersuchen, wie das Kapital als eigenständiges, agierendes Subjekt wahrgenommen werden kann, was Sartres Position herausfordert und neue Perspektiven auf die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft eröffnet.
Das Rätsel der Macht
Michel Foucaults Machtbegriff und die Krise der Revolutionstheorie. Gesammelte Schriften 2
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Der Kerngedanke dieser Arbeit besteht darin, Foucault nachzuweisen, dass er trotz seiner Behauptungen über das Fehlen einer Theorie tatsächlich über eine totalisierende Theorie verfügt, die Realität bruchlos ordnet. Der Autor nimmt Foucault als pars pro toto, um diesen Vorwurf zu untermauern. Band 2 der Gesammelten Schriften enthält die Diplomarbeit von Manfred Dahlmann, die 1980 bei Johannes Agnoli eingereicht und 2017 zur Veröffentlichung vorbereitet wurde. Der Text reflektiert die intensive Auseinandersetzung mit Foucaults Philosophie in Westberlin der späten 1970er Jahre, als die Begeisterung für den französischen Philosophen inmitten der Krise der Revolutionstheorie in Westdeutschland aufkam. Die späte Veröffentlichung dokumentiert die lebhafte marxistische Diskussion dieser Jahre und zeigt, wie weit die Debatte heute zurückgefallen ist. Dahlmann betont, dass er seine Kritik an Foucault mittlerweile anders formulieren würde, doch der Text verdeutlicht bereits die Notwendigkeit eines erkenntniskritischen Verständnisses der marxschen Kritik der politischen Ökonomie. Die anhaltende Popularität von Foucaults Machtbegriff zeigt, wie sehr die geforderte Erkenntnis- und Formkritik bei der Entsorgung des Marxismus ignoriert wurde. Die Arbeit ist nicht nur eine radikale Kritik an Foucaults Begriffen, sondern auch die einzige geblieben, die dem Rätsel der Macht auf den Grund geht.
Da nur der einzelne Mensch, nicht aber etwas ihn (seinen individuellen Leib im Sinne Jean Amérys) Überschreitendes frei sein kann, darum, so lautet Sartres logisch nicht zu widerlegendes Urteil, kann keinem Objekt eine in diesem selbst angelegte Fähigkeit, Entscheidungen zu fällen, zugesprochen werden. Wenn ein Subjekt einem ihm Äußeren – etwa Gott, der Natur, dem Staat, dem Kapital oder dem Schönen, dem Glück oder sonst etwas –, eine derartige Autonomie zuschreibt, belügt es sich, meint Sartre: um der Angst vor seiner Freiheit Herr zu werden und sich für seine Taten nicht verantwortlich fühlen zu müssen. Wenn man Adornos Ästhetik dieser Subjektbestimmung konfrontiert, läßt sich jedoch zeigen, daß, so sehr Sartre logisch im Recht sein mag, die Kritik im Grunde darauf zielen muß, genau jenes für Sartre Unmögliche dennoch zur Darstellung zu bringen: um die Verkehrungen erkennen zu können, dank derer das Kapital als automatisches Subjekt, als Souverän, agieren kann.
Sans Phrase - 8: Sans Phrase. H.8/2016
- 264 Seiten
- 10 Lesestunden
Mit Beiträgen von Gerhard Scheit, Leo Elser, Thomas von der Osten-Sacken, Danyal Casar, Simone Dinah Hartmann, Florian Markl, Jean Améry, Esther Marian, Niklaas Machunsky, Philipp Lenhard, Arthur Buckow, H. v. Z., David Hellbrück, Manfred Dahlmann, Alex Gruber, Roman Rosdolsky, Alfred Schmidt, Martin Puder, Renate Göllner, Klaus Thörner, Luis Liendo Espinoza und Ljiljana Radonić.
Sans phrase 10
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
Mit Beiträgen von Thomas von der Osten-Sacken, Marlene Gallner, Simon Gansinger, David Hellbrück, Florian Markl, Ljiljana Radonić, Gerhard Scheit, Simone Dinah Hartmann, Markus Bitterolf, Manfred Dahlmann, Frederik Fuß, Karl Pfeifer, Klaus Thörner, Dorothea Born, H. v. Z., Lea Fink, Lars Fischer, Günther Anders, Konrad Paul Liessmann, Gerhard Oberschlick, Christoph Hesse, Renate Göllner, Dieter Sturm, Alfred Schmidt, Andreas George und Rolf Bossart.
