Буколики. оды
- 908 Seiten
- 32 Lesestunden
Horaz gilt als der führende römische Lyriker der Augusteischen Zeit. Seine Dichtung zeichnet sich durch meisterhafte Sprache, ironischen Witz und tiefen Einblick in die menschliche Natur aus. In seinen Gedichten reflektierte er häufig Themen wie Freundschaft, Liebe, die Vergänglichkeit des Lebens und die Suche nach innerem Frieden. Sein Werk, das die gesamte europäische Literatur beeinflusste, wird bis heute für seine Zeitlosigkeit und Eleganz geschätzt.






In seiner als Brief gestalteten Poetik zeigt Horaz dem Leser, worauf es bei einem vollkommenen Gedicht ankommt. Ein Dichter solle aber nicht nur die Regeln kennen, sondern überhaupt die richtige Einstellung zur Kunst besitzen. Dabei folgt der Protagonist der Augusteischen Literatur dem eigenen Leitspruch, ein Text solle sowohl Nutzen bringen (»prodesse«) als auch unterhalten (»delectare«). Dieser »Ratgeber« mit reicher Nachwirkung in der europäischen Literaturgeschichte ist, in Verse gegossen, selbst ein dichterisches Meisterwerk.
Horaz ist der römische Lyriker par excellence. Der Vielfalt an Formen und Strukturen in seinem Werk entspricht die Mannigfaltigkeit der Themen: Horaz mischt Politisches und Persönliches, Mythisches und Historisches, heftige Attacken und weise Lebensregeln, fröhliche Trinklieder und unerbittliche Todesgedanken. In den Satiren nimmt er menschliche Schwächen aufs Korn, die Briefe vertiefen die Gedanken über richtiges Leben und Handeln, in der 'Ars poetica' findet sich sein künstlerisches Credo.
Vorliegender Band bringt in Neuübertragung eine Auswahl aus dem Kreis der zeitlich frühesten Oden, die viel weniger als die späteren von der Stellung des Horaz als eines auch für politische Zwecke in Anspruch genommenen Dichters geprägt sind. Bei der Auswahl standen die lyrische Qualität und die Verständlichkeit für den heutigen Leser im Vordergrund.
In einem Brief reflektiert der Autor über die Inkonsequenz der breiten Masse und entwickelt das Programm, das er nach dem Misserfolg seiner Odendichtung als Lebensaufgabe erkannt hat. Er betont die Bedeutung der Unabhängigkeit von den Wünschen seines Freundes Maecenas sowie von der Meinung der römischen Gesellschaft. Der Brief bereitet den Leser darauf vor, dass die folgende Sammlung vorwiegend ethische Erörterungen enthalten wird, die den Autor zurück zu den Themen seiner Jugend führen. Diese praktischen Lebensweisheiten sind nicht als Schulphilosophie gedacht, sondern eignen sich hervorragend als Vorwort und Widmung für das Buch. Es wird vermutet, dass der Brief ursprünglich zu diesem Zweck verfasst wurde, möglicherweise gleichzeitig mit dem Nachwort im zwanzigsten Brief. Die Entstehungszeit könnte somit im Spätherbst 734 liegen. Die Widmung an Maecenas markiert den Abschluss der Krise in ihrem Verhältnis, die im Text behandelt wird.
Con testo a fronte
Horaz (65 - 8 v. Chr.) ist der klassische Lyriker der lateinischen Sprache. In seinen reifsten Werken, den Satiren, scheint das Leben im Rom des letzten Jahrhunderts v. Chr. in einer Vielzahl kleiner leuchtender Bilder auf. Und der leise Spott schlägt oft in funkelnden Witz um.
Souborné vydání básnického díla jednoho z největších římských básníků, reprezentanta tzv. zlatého věku římského básnictví, zahrnuje čtyři knihy lyrických Ód, básní oslavujících přátele, vlivné osobnosti, ženu, vlast; příležitostnou báseň Píseň stoletní; dvě knihy útočných Epód; dvě knihy Satir, v nichž se básník dotýká otázek všedních i filosofických, uvažuje o štěstí, přátelství, osudu a slávě a v nichž stíhá obecně lidské slabosti; dvě knihy Listů, v nichž formou filosofické úvahy promlouvá životem poučený a zmoudřelý básník, stoupenec epikurejské filosofie. Překlad je proveden naším systémem přízvučným a je provázen bohatým poznámkovým aparátem a speciálními poznámkami k překladu a metrice básní.