Provokant, kritisch, kämpferisch Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Und das auf einem Planeten, der grenzenlosen Überfluss produziert. Dieser Massenvernichtung von menschlichem Leben begegnet die öffentliche Meinung mit eisiger Gleichgültigkeit - solange die alltäglichen Katastrophen nicht allzu aufdringlich 'sichtbar' werden, wie etwa die Hungersnot, die seit Sommer 2011 in fünf Ländern am Horn von Afrika eine tödliche Bedrohung darstellt. Jean Ziegler verbindet seine Erfahrungen aus acht Jahren als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung mit seinem unermüdlichen Kampf für eine friedliche, gerechte Welt. Er erinnert an die dramatische ungleiche Verteilung von Reichtum, an die strukturelle Gewalt unserer Weltordnung, an Milliardenzocker, die Nahrungsmittel monströs verteuern, und er zeichnet das brutale Bild des Hungers.
Jean Ziegler Bücher
Jean Ziegler ist ein emeritierter Professor für Soziologie, dessen akademische Laufbahn renommierte Institutionen umfasst. Sein umfangreicher öffentlicher Dienst beinhaltet bedeutende Rollen in der Schweizer Bundespolitik sowie wichtige Positionen bei den Vereinten Nationen, insbesondere in Bezug auf das grundlegende Recht auf Nahrung.







Die Lebenden und der Tod
- 330 Seiten
- 12 Lesestunden
Der Tod ist das große Tabu unserer Gesellschaft. Das ist gewollt. Die kapitalistische Warengesellschaft reduziert den Menschen auf seine Qualität als reaktive Zelle im Produktions- und Konsumprozess. Seine Existenz erschöpft sich in jener eines bloßen Funktionsträgers der kapitalistischen Akkumulations- und Profitmaschine.Das Bewusstsein seiner eigenen Endlichkeit jedoch schafft Schicksal, Bewusstsein der radikalen Singularität, der Einzigartigkeit des eigenen Lebens. Kein Moment kehrt je zurück. Keiner gleicht einem anderen. Der Tod macht uns zu verantwortlichen Subjekten unserer eigenen Existenz.Um die Angst vor dem eigenen Tode wenigstens teilweise zu mindern, gibt es nur einen Weg: jeden Tag – durch Gedanken, Taten und Träume – so viel Glück für sich und die anderen, so viel Sinn zu erschaffen, dass, am Ende des Lebens, dieses Leben seiner eigenen Negation so viel Sinn wie möglich entgegenzustellen vermag.
Der Sieg der Besiegten
- 293 Seiten
- 11 Lesestunden
Vor allem amerikanische Geheimdienstberichte offenbaren die Komplizenschaft der Schweizer Geldinstitute mit den Nazis und berichten von den Guthaben der Holocaust-Opfer in Schweizer Bankkellern. Der Autor trägt mit seinem Aufsehen erregenden Bericht zur Entzauberung der angeblich so korrekten und Neutralen Eidgenossen bei.
Das schweizer Imperium
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Jean Ziegler geht mit seinem Heimatstaat und seinen Landsleuten hart ins Gericht. Er weist am Beispiel Schweiz- stellvertretend für andere westliche Demokratien - nach, und zwar engagiert bis poliemisch, wie die 'Herren der Bankimperien' ebenso wie die "Konzernbosse' als Wölfe in Schafspelz agieren, sich den Anschein gebend, als seien sie zwar mächtig und reich, aber dennoch friedfertig und gottesfürchtig.
Die Schande Europas
Von Flüchtlingen und Menschenrechten
Die neue enragierte Streitschrift des bekannten Globalisierungskritikers! Jean Ziegler hat als Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats im Mai 2019 das EU-Flüchtlingslager Moria auf Lesbos besucht. Anhand vieler, oft erschütternder Einzelfälle schildert er eingehend seine Begegnungen mit Flüchtlingen, die von ihrem Leidensweg berichten, mit den mutigen, engagierten Vertretern verschiedener Hilfsorganisationen (medico international, Pro Asyl u. a.) und Menschenrechtsaktivisten, mit Anwälten und Offiziellen. Sein Buch legt Zeugnis ab von dem moralischen Verfall, auf den Europa zusteuert, und ist ein eindringlicher Appell an die zuständigen Politiker in Brüssel und an die Zivilgesellschaft, der Praxis des »Push-Backs« und der unmenschlichen Realität der Hotspots ein Ende zu machen – denn sie sind die Schande Europas.
Gegen die Ordnung der Welt
- 351 Seiten
- 13 Lesestunden
KURZTEXT Jean Ziegler hält der globalisierten Welt den Spiegel vor. Er zeigt auf, wie das Gefühl der Schande angesichts von Hunger und Armut auf der Welt umschlagen und zu einer Macht der Veränderung werden kann. Ziegler legt eine unbestechliche Bestandsaufnahme der ungerechten Weltordnung vor. Mit diesem Buch, das zu einem großen Bestseller wurde, macht er entschlossen Front gegen das bestehende neofeudale Herrschaftssystem. ZU DIESEM BUCH Die Aufklärung, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und die Französische Revolution – sie alle postulierten bereits vor über zwei Jahrhunderten das Recht auf Glück als universelles Menschenrecht. Doch wie ist es heute darum bestellt? Schlecht, meint der prominente Globalisierungskritiker und UN-Sonderberichterstatter. Er macht deutlich, wie transnationale Konzerne und politische Machthaber ein weltumspannendes Imperium der Schande errichtet haben, das letztlich auf dem Hunger und der Verschuldung der Entrechteten dieser Erde basiert. Ganz konkret zeigt er, wie die Refeudaliserung der Welt ganze Staaten zerstört, aber auch, wie sich allmählich Widerstand zu regen beginnt. Jean Ziegler formuliert unbequeme Wahrheiten, die vor allem in den reichen Ländern allzu gern verdrängt werden. Er ruft zur solidarischen Verbrüderung und zum entschlossenen Aufstand auf – und erweist sich einmal mehr als provokanter, unbequemer Mahner.
Marx, wir brauchen dich
- 156 Seiten
- 6 Lesestunden



