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Katja Grüneberg-Wehner

    St. Catharina, Kr. Rendsburg-Eckernförde
    • Dorfkirchen sind seit Jahrhunderten zentrale Elemente ländlicher Regionen in Schleswig-Holstein und prägen die Kulturlandschaft mit ihrer markanten Silhouette. Sie fungieren als architektonische und religiöse Zentren, Anlaufstellen im öffentlichen Raum, Orte der Soziabilität und letzte Ruhestätten, was sie zu bedeutenden Zeugnissen menschlichen Lebens aus der Vergangenheit macht. Die Studie basiert auf der Auswertung der archäologischen Grabung der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kirchenwüstung St. Catharina im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die akute Bedrohung durch die nahe Abbruchkante der Steilküste führte zu den Untersuchungen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zwischen 2010 und 2015. Dabei wurden der gesamte Kirchenbau und ausgewählte Bereiche des Kirchhofs freigelegt und dokumentiert. Ergänzende anthropologische, botanische und materialanalytische Untersuchungen sowie radiometrische Datierungen erweiterten die Erkenntnisse. Die Kombination mit Schrift- und Bildquellen ergibt ein vielschichtiges Bild eines einstigen baulichen und geistigen Zentrums im ländlichen Raum. Das Bodendenkmal wird nicht nur als wertvolles Kulturgut hervorgehoben, sondern auch als Schlüsselstelle in der Siedlungs- und Kulturlandschaft, die eine bedeutende historische Rolle zwischen den dänisch-schleswigschen und holsteinisch-schauenburgischen Landesteilen spielt.

      St. Catharina, Kr. Rendsburg-Eckernförde