Briefe aus Sarajewo
- 174 Seiten
- 7 Lesestunden
Im belagerten Sarajevo gibt es kein Wasser, keinen Strom, kein Telefon und keine Post. Einige Briefe, heimlich an Journalisten übergeben, schaffen es, die Stadt zu verlassen. Sie sind das dünne Band, das die Bewohner mit ihren Angehörigen in der Welt verbindet. Diese Briefe sind auch das genaueste Zeugnis der Tragödie, die seit April 1992 andauert. Anna Cataldi, Journalistin und Mitarbeiterin von UNICEF, hat Sarajevo zweimal besucht, im Oktober 1992 und im März-April 1993. Sie beschreibt die Gründe für die Veröffentlichung dieser Briefe: „Diese Texte von Menschen unterschiedlichen Alters, Herkunft, Religion und Kultur bilden einen Chor von Stimmen, der aus Sarajevo weiterruft: 'Lasst uns nicht sterben. Helft uns. Wir haben das Recht zu leben...' Wir wollten sie veröffentlichen, damit dieser Schrei nicht ins Nichts fällt.“
