'Das Glück gefällt dem nicht, der es nicht auch selbst zu fassen kriegt.' Marcello Fois Eine Familiensaga aus dem Herzen Sardiniens, die voller Sprachwucht einen Bogen von den achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges spannt, kleine und große Geschichte verschmilzt. 1889: Michele Angelo und Mercede, beide Verstoßene und wie ohne Herkunft, geben sich bei ihrer ersten Begegnung ein stummes Versprechen - das in die Ehe führt. Das neue Geschlecht der Chironis wirkt von paradiesischem Glück verwöhnt; nach den Zwillingen Pietro und Paolo kommen in den darauf folgenden zehn Jahren Gavino, Luigi Ippolito und Marianna zur Welt. Die Versprechen der Moderne erreichen die archaisch verschlummerte Kleinstadt Nuoro, der Schmied Michele Angelo bringt es zu neidvoll bewundertem Wohlstand. Als wäre der so bedingungslosen wie sprachlosen Liebe nicht genug, als stellte die stammbaumlose Herkunft der Chironis aus dem Nichts der sardischen.
Marcello Fois Bücher






Ganz Sardinien, so scheint es, zürnt Avvocato Bustianu: Vor Gericht hält er politisch provokante Reden, seine Freundin Chlorinda fühlt sich von ihm verraten und auch der mysteriöse Mord einer jungen Frau lässt dem eigenwilligen Anwalt keine Ruhe. Ein neuer Roman des Autors von „Tausend Schritte“ und „Himmelsblut“. „Marcello Fois ist ein Meister in der Erschaffung einer genau beobachteten, eigenen Welt.“ DIE WELT „Mördersuche auf Sardinien - wunderbar erzählt.“ RHEINISCHE POST
Inspektor Ruben Massei untersucht das Verschwinden einer jüdischen alten Dame. Dabei wird er mit seinen eigenen Erinnerungen an den Holocaust und an den Tod seiner Eltern 1943 konfrontiert.
Himmelsblut
- 174 Seiten
- 7 Lesestunden
Tag des Heiligen Sebastian, Vollmond, irgendwo in der rauen sardischen Barbagia. Von einer Tauffeier kommend, bittet der Schäfer Felice Stocchino um einen Schluck Wasser für seinen kleinen Sohn Samuele. Der Wunsch wird ihm verwehrt, die Tür bleibt verschlossen. Da zeichnet Felice mit dem Schuh ein großes S vor das Haus, das niemand mehr wird löschen können … So beginnt die Geschichte des legendären sardischen Banditen Samuele Stocchino, die Marcello Fois meisterhaft erzählt.
Drei Brüder. Der Älteste, Ettore, begeht Selbstmord, der Zweite, Michele, wird umgebracht. Nur der Jüngste, Raffaele, überlebt. Im Hintergrund eine dominante Mutter und das leidende Herz Sardiniens. Es ermittelt Commissario Sanuti, ein Mann vom Festland, der sich mit den uralten Mythen und Gebräuchen Sardiniens erst vertraut machen muss. Was hat die lange zurückliegende Familienfehde, die in dem blutigen Gemetzel auf einer Hochzeitsfeier gipfelte, mit dem Fall zu tun? Oder die alte Frau, die noch nach Jahrzehnten jeden Tag auf das Grab ihres ehemaligen Bräutigams spuckt? Erst durch ein tieferes Verständnis der sardischen Seele scheint der grauenerregende Fall zu lösen.
Die seltsamen Abenteuer des Commissario Curreli, der strafversetzt von einer italienischen Stadt in die nächste zieht, führen uns auf unbekanntes Terrain, erschreckend, komisch, grotesk, phantastisch, spannend. Ein ungewöhnlicher Kriminalroman, in dessen Zeilen der augenzwinkernde Geist des Noir wohnt.
Tausend Schritte
- 122 Seiten
- 5 Lesestunden
Nuoro, am Ende des 19. Jahrhunderts. Bustianu Satta, bürgerlich Sebastiano Satta (1867-1914), ein junger Anwalt und Dichter, übernimmt die Verteidigung von Zenobi Sanna, einem Hirten, der des Viehdiebstahls beschuldigt wird. Der junge Mann ist unerklärlicherweise untergetaucht und scheint die möglichen Beweise zu vernichten, was die zunächst einfach erscheinende Angelegenheit kompliziert. In einer Erzählung aus drei Perspektiven, „mit einer geschickten, durchdachten Mischung aus Sprache und Dialekt“, taucht Fois in eine dunkle und kriminelle Geschichte ein, die den Anwalt zwingt, zwischen Geheimnissen, umstrittenem Erbe, Briefen und mysteriösen Fotografien selbst zum Ermittler zu werden, um den Fall zu lösen. „Man sagte, man habe ihn nachdenklich gesehen, wie immer, wenn er einen schwierigen Fall hatte. Man konnte alles über ihn sagen, nur nicht, dass er seine Arbeit nicht ernst nahm.“
Als Kommissar Striggio an den Fall des kleinen Michele gerät, der auf einem Rastplatz spurlos aus dem Auto der Eltern verschwunden ist, durchlebt er privat eine schwierige Phase. Leo, seine Liebe, will, dass er endlich aufhört, ihre Beziehung zu verheimlichen, vor allem gegenüber seinem Vater. Und der ist gerade mit dem Zug von Bologna auf dem Weg zu ihm, mit einer bestürzenden Nachricht im Gepäck. Das Verschwinden Micheles einem ganz „speziellen“ Jungen erweist sich als Sprengsatz, der schließlich alles zum Explodieren bringt. Liebe und Hass wieder ausbrechen lässt. Bruchstücke der Vergangenheit an die Oberfläche schleudert. Der neue Roman von Marcello Fois ist ein Noir, weißglühend und von höchster Spannung. Ständig splitternd, durchbrochen vom Leben. Eltern, Kinder, Geschwister, Kollegen und Geliebte: Alle haben Teil an einem Geheimnis, das wohl behütet ist, seine Lösung verbirgt, bis zu den Schlussakkorden, wenn Fois die Karten auf den Tisch legt und wieder einmal seine großartige universelle erzählerische Begabung unter Beweis stellt.
Besser tot
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Papa ist tot – und nun? Nach vielen Jahren treffen sich die Zwillingsschwestern Alessandra und Marinella in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters wieder, wo er die beiden einst im Alter von acht Jahren verlassen hat. Die Schwestern, mittlerweile achtundvierzig Jahre alt, könnten unterschiedlicher nicht sein und haben sich kaum etwas zu sagen. Und doch müssen Alessandra und Marinella jetzt miteinander reden. Weil aber zu vieles zu lange unausgesprochen geblieben ist, weil die eine sich immer noch nicht »richtig« erinnert und die andere die gleichen Spielchen treibt wie vor vierzig Jahren, kommt es in der kleinen Wohnung zu turbulenten Szenen. Die Erinnerung an den Vater und sein plötzliches Verschwinden, an die kleinen Glücksmomente, Geheimnisse und Grausamkeiten einer Familie führen zu einem furiosen Wortgefecht – mal tieftraurig, mal hochkomisch, vor allem aber voller zärtlicher Gemeinheiten, wie sie nur Geschwister einander antun können. Und dann steht plötzlich die Nachbarin in der Tür, die dem Vater offenbar weit näher stand als Alessandra und Marinella . . .
The mystery of a missing child in small-town Italy - suspenseful and beautifully written.
The Time in Between
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
The continuation of an epic family saga set in mid-twentieth century Sardinia
Perfect Light
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
The third and final volume of Marcello Fois' breathtaking Sardinian Trilogy
Pene d'amore. Sette racconti erotici
- 212 Seiten
- 8 Lesestunden
Da oltre un decennio pare quasi che la letteratura erotica debba essere "naturalmente" declinata al femminile. Quasi che l'emancipazione della donna implichi l'esposizione continua del suo corpo agli sguardi altrui. Cioè degli uomini. Quella che quindi al suo sorgere sembrava una letteratura di liberazione, oggi appare un genere fin troppo codificato. Se da una parte un terreno di narrazione si è trasformato in un ghetto, dall'altra appare sempre più come un enorme rimosso. Quello del corpo maschile. Gli scrittori disertano la narrazione erotica, forse non solo per pudicizia, ma per strategia. Mettere il cuore e il corpo a nudo significa esporsi agli sguardi pubblici, dimostrare le debolezze. Ma la gestione del sé pubblico è una strategia di potere, e il potere vuole essere saldamente maschile. Questa antologia cerca di rimettere in gioco una scrittura, quella maschile, che ha disertato l'eros, dando voce a chi non ha, colpevolmente, voluto parlare da troppo tempo: il sesso maschio.
Gap
- 158 Seiten
- 6 Lesestunden
Italian
Ein Mafiakiller mit Schmetterlingsgefühlen. Ein Erotikstar in tödlicher Mission. Ein Chirurg auf Messers Schneide. In elf temperamentvollen Geschichten enttarnen erfolgreiche Krimi-Meister wie Carlo Lucarelli, Giorgio Faletti, Gianrico Carofiglio, Marcello Fois, Sandrone Dazieri u. a. manch dunkle Seite der Apeninnen-Halbinsel - und laden ein zu einer kurzweiligen Reise an faszinierende Schauplätze des facettenreichen Sonnenlands. »Pasta Mortale« vom Feinsten - Spannende Krimikost mit einem Schuss Urlaubslaune von Italiens Top-Autoren
Stile Libero: Crimini
- 385 Seiten
- 14 Lesestunden
Niccolò Ammaniti insegue, alle costole di un chirurgo plastico dalle strane abitudini, "Il mio tesoro", in una scatenata, demenziale caccia per le strade di Roma. Andrea Camilleri mette in scena una storia d'amore finita troppo presto, e con "Troppe coincidenze". Massimo Carlotto ci fa sentire quanto lontano può portare, nel cuore di un poliziotto, la "Morte di un confidente". Nel sottobosco milanese di Sandrone Dazieri comici e assassini in gara cercano tutti "L'ultima battuta". Diego De Silva ci porta a Napoli: chi nasconde nel "Covo di Teresa"? e Giancarlo De Cataldo dipinge una favola nera, con italiani pessimi ed extracomunitari inconsueti intorno al "Bambino rapito dalla Befana". Un brivido molto lungo percorre la schiena, quando scopriamo chi è davvero il misterioso "Ospite d'onore" di Giorgio Faletti. Forse non farà carriera il commissario Curreli ostinandosi a cercare "Quello che manca", di Marcello Fois. E forse era meglio non avere sentito "Il terzo sparo", per la bella poliziotta complessata presa nell'intrigo di Carlo Lucarelli. Ma cosí è la vita. Anzi, il noir.
Weine nicht
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
Eine alte Frau, die am Fenster ihrer kleinen Wohnung sitzt, hat das Gedächtnis verloren und erzählt ihrer Tochter immer wieder von der einzigen Periode ihres Lebens, die in ihrem Geist lebendig geblieben ist: Montse wächst als Bauerstochter in einem kleinen katalanischen Dorf auf, in einer Welt, die so langsam wie der Schritt der Maulesel ist. Sie soll Dienstmädchen bei dem reichsten Großgrundbesitzer der Gegend werden. Stattdessen folgt sie im Sommer 1936 ihrem älteren Bruder José, der von anarchistischen Ideen beseelt ist, nach Barcelona. Dort entdeckt sie eine Freiheit, die sie schwindeln macht, und erlebt eine leidenschaftliche Liebe. Obwohl ihr Geliebter im Untergrund verschwindet, bleibt dieser kurze Sommer der Anarchie in ihrer Erinnerung für immer als Verzauberung haften. Schwanger kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück und lässt sich von ihrer Mutter ausgerechnet mit dem politischen Widersacher ihres Bruders José verheiraten. Bald erschüttern erste Gewalttätigkeiten die Gemeinde, und Montses Familie ist gezwungen, neue Wege zu beschreiten.











