Das Meer im Rücken
- 266 Seiten
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During the second Intifada, the intertwined fate of characters coping as best they can with a daily life leading them toward catastrophe: in Tel Aviv, the cold has become polar, and this single element of abnormality is enough to remind one of the omnipresence of war, in a climate of unsettling strangeness that allows no distance from things. A novel about social inequality in Israel.
Sie heißt Mina und ihr Mann Oved. Er arbeitet und ernährt die Familie. Sie ist die tadellose Hausfrau, die sich mit aller Hingabe um die Kinder und den Haushalt kümmert. In dieser wunderbar gewöhnlichen Familie taucht eines Tages die seltsame Figur Flora auf, die Großmutter von Oved. Mina merkt bald, dass diese heimlich das Essen, das sie mit Sorgfalt zubereitet, entsorgt, um buchstäblich die Manuskripte der Drehbücher zu verschlingen, die die junge Frau in ihrer ehrgeizigen und sorglosen Jugend geschrieben hat. Empört über die tyrannische Fresssucht der Ahnin, von der sie inzwischen ohne die Fassung zu verlieren erfahren hat, dass sie im 18. Jahrhundert auf Kreta geboren wurde, akzeptiert Mina schließlich, sich mit ihr auf eine fantastische Reise durch die Zeit zu begeben. Diese Reise wird für die vorbildliche Mutter die Gelegenheit zu einer radikalen Auseinandersetzung mit Fragen sein, die so grundlegend sind wie die der Schöpfung und der Vorstellungskraft, wie sie unsere Zeit zu unterdrücken versucht.
Orly Castel-Bloom, geboren 1960 in Tel Aviv als Kind von Einwanderern aus Ägypten, studierte Film an der Universität Tel Aviv, wo sie nach längeren Aufenthalten in Italien und Frankreich lebt. Für ihren Roman «Heichan Ani Nimtzeit» erhielt sie 1990 den Literaturpreis der Stadt Tel Aviv. 1992 wurde ihr der «Literaturpreis des Premierministers» verliehen. Orly Castel-Bloom ist verheiratet und hat zwei Kinder.