Patrick Süskind, Das Parfum
- 64 Seiten
- 3 Lesestunden
Grenouille kommt unter einer groben Holzbank zur Welt, während seine Mutter Fische ausnimmt. Der Ort ist die Pariser Markthalle, die Zeit das 18. Jahrhundert. Ein gewöhnlicher Mensch würde in der stinkenden und grausamen Welt der Pariser Elendsviertel schnell zugrunde gehen. Doch Grenouille ist kein gewöhnlicher Mensch. Er hat keinen Körpergeruch und Menschen fühlen sich, ohne zu verstehen warum, unwohl in seiner Nähe. Er lebt in ungebrochener Isolation. Umso leichter fällt es ihm, sein Geheimnis zu bewahren - er ist mit einem Geruchssinn geboren, der so fein ist, dass er im Dunkeln einen einzelnen Menschen durch stinkende Menschenmengen hindurch über mehrere Kilometer verfolgen kann. Er vergisst nie einen Geruch. Düfte werden zu seiner Besessenheit, seiner Leidenschaft, seinem Lebensinhalt und seinem Beruf - dem des Parfümeurs. Den Duft, der ihm die köstlichste Freude bereitet, findet er bei jungen, unschuldigen Frauen; die Frauen interessieren ihn nicht - aber der Duft! Er muss gewonnen und nach allen Regeln der Kunst veredelt werden. Als der weltweit herausragendste Parfümeur beherrscht er die Kunst. Doch die Ausübung ist an schreckliche Bedingungen gebunden...


