Panik auf der Titanic im weltweiten Web: Die Internetfirma, für die der Twenty Something Alex als Community-Betreuer arbeitet, verliert ihre Investoren! Der von seinem Job schwer genervte Email-Junkie sieht seiner Kündigung gelassen entgegen – bis die hinreißende und ambitionierte Judith anheuert ...
Jan Kossdorff Bücher
Jan Kossdorff ist ein österreichischer Drehbuchautor und Autor. Sein literarisches Werk befasst sich mit zeitgenössischen Themen in einem unverwechselbaren Erzählstil. Er bringt eine einzigartige Perspektive in das moderne Storytelling ein und schafft fesselnde Prosa, die bei den Lesern Anklang findet.






Eine menschliche Komödie um Beziehungen, Verhältnisse, Affären und retour. Eigentlich hat es sich Clemens Kommenda in seinem Leben ganz bequem eingerichtet: Er führt gemeinsam mit seinem Bruder Claudio ein gut gehendes Sonnenstudio. Seine Freundin, die attraktive und fürsorgliche Volksschullehrerin Martina, wäre die ideale Kandidatin für die Rolle der Ehefrau und Mutter seiner Kinder. Aber: Erstens gibt’s da noch die Affäre mit Jenny und zweitens arbeitet Clemens im Nebenjob als Privatdetektiv und gerät dadurch in die Situation, die alles verändert. Er erhascht einen entlarvenden Blick auf seine Familie, und all die Dinge, die bisher nicht ausgesprochen wurden, drängen nun an die Oberfläche. Eine von der Lust am Erzählen geprägte Reise durch die Straßen von Wien und weiter bis zum Neusiedlersee – griffig, glaubwürdig und radikal komisch.
Der Schauspieler Mischa hat die Leidenschaft fürs Theater gegen die Liebe zu Valerie eingetauscht. Doch als sein Freund Sebastian mit einer grandiosen Geschäftsidee auftaucht, kann er nicht widerstehen: Es geht um Inszenierungen, in denen die Kunden selbst, ganz nach Wunsch, eine Rolle spielen. Die Auftraggeber zahlen für die Darstellung privater Wünsche und Träume, für „Leben spielen“. Ausgerechnet Valerie zieht den ersten Auftrag an Land. Im Mittelpunkt der Szene, die in Wien im Österreich der Nachkriegszeit spielt, steht eine junge Frau, der Valerie verblüffend ähnlich sieht … Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Spiel, das kaum jemandem so einfach gelingt: das Leben.
Wenn ganz in Ihrer Nähe ein Menschenmarkt aufmacht - würden Sie da nicht hinschauen? Zumal wenn es total legal ist. Ein unterhaltsamer und spannender Roman zum Zynismus der Konsumwelt und des heutigen Arbeitsmarktes. Am größten Shopping-Gelände vor den Toren der Stadt öffnet ein neuer Markt seine Türen. Neu ist, dass seine Waren atmen, sprechen und im Schaufenster posieren: „Hümania“ ist ein Abholmarkt für Menschen. Arbeiter, Haushaltshilfen, Lover, Lebensmenschen oder den heiß ersehnten Nachwuchs - jeder kann hier kaufen, was ihm oder ihr zum Glück fehlt. Die Werbetexterin Caro ist nach Beziehungsende und Kündigung verzweifelt genug für eine „spannende, neue Herausforderung“: Sie heuert bei dem medial massiv gehypten Megamarkt an und wird Produkttexterin. Schnell kapiert sie, dass es ihr für dieses Business an Skrupellosigkeit fehlt. Sie beginnt nach den Schicksalen hinter der „Menschenware“ zu fragen und legt sich mit den Profiteuren des neuen Sklavenhandels an. 30 Millionen Menschen leben heute in Unfreiheit - mehr als zu jedem anderen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte. In „Kauft Leute“ wird die Entwicklung weitergedacht: bis zur perfekten Vermarktung des Produkts Mensch.
Mit einem Tattoo von Kafkas Käfer und seiner Freundin Maja reist der Schriftsteller Horak zu einer Lesung in der Provinz. Als sein Verleger ihm eröffnet, seinen neuen Roman nicht verlegen zu wollen, endet die Landidylle abrupt, und Horak flieht auf seinem Jugendfahrrad in das Grenzland, das einst das Ende der Welt war. Im Sommer 2018, als Mittvierziger und Romanautor, ist Horak mit Maja auf Lesetour im österreichischen Hinterland. Der letzte Stopp ist Heidenholz, wo er seine Jugend verbrachte und auf verschüttete Erinnerungen, alte Freunde und das Haus seiner Großeltern stößt. Eine schmerzhafte Absage seines Verlags führt zu einem Streit mit Maja, und Horak macht sich auf eine ziellose Fahrt ins Grenzland zwischen Österreich und Tschechien. Dort hilft er dem exzentrischen Psychotherapeuten Svoboda bei der Räumung des Hauses seiner verstorbenen Mutter und erhält Bier und Gratistherapie als Lohn. Er begegnet dem Geist vergangener Sommer, trifft seine erste Liebe Marianne und landet bei einer Großcousine, die den Traum eines geeinten Europas bewahrt. Horak lernt, dass es oft unbequemer ist, ehrlich zu sich selbst zu sein, doch es eröffnet unerwartete Möglichkeiten. „Wissen Sie, die Leute in Tschechien haben gesagt, wenn die Grenze offen ist, reise ich überall hin und esse Ananas. Sie sind nirgendwo hingefahren. Und keiner hat Ananas gegessen.“
Der glückliche See
- 250 Seiten
- 9 Lesestunden
Vier Geschwister und ihre Eltern versammeln sich 2022 am Ufer des Traunsees, um ihren Zusammenhalt in unsicheren Zeiten zu feiern. Doch Veränderungen und Turbulenzen sind unvermeidlich, und manche Dinge wiederholen sich. Diese Familie in Gmunden ist alles andere als gewöhnlich: Die Kinder heißen Jola und Aino, der Vater war Hausmann, während die Mutter als Fotografin arbeitete. Der Großvater war Professor und Hobbydichter, und die Familie ist in der Stadt bekannt. Heute sind die Geschwister Aino, Valentin, Jola und Leander zwischen 40 und 50 Jahren alt, leben zwischen den USA und Salzburg, und die Eltern sind geschieden. Trotz Humor, Herzlichkeit und einer Abneigung gegen Spießertum hat der widerständige Geist der Familie oft mit den Kompromissen des Alltags zu kämpfen. Die Zeiten werden schwieriger, Träume bleiben unerfüllt, und Schicksalsschläge scheinen jeden zu treffen. Anlässlich des Besuchs von Aino, die in New York lebt, kommen die Geschwister und Eltern an einem Sonntag im Januar im Haus des Vaters am Traunsee zusammen. Es ist ein wunderschöner und humorvoller Roman über eine Familie, die ihre Beziehungsnetze in alle Richtungen auswirft. Jan Kossdorff, geboren 1974 in Wien, debütierte 2009 mit „Sunnyboys“ und hat seitdem mehrere Romane veröffentlicht. Er lebt in Wien und am Traunsee und ist Vater von zwei Kindern.