Atemlose Zugreise, packender Train-Thriller! Nicola und André entstammen Milieus, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während André aus dem Luxusleben mit seiner reichen Freundin hinauskatapultiert wurde, ist Nicola nach ihrer Aussage gegen die Mitglieder einer rechten Terrororganisation im Zeugenschutzprogramm. Eigentlich verbindet diese beiden nichts … außer der unerwarteten Armut, dem Alleinsein, dem Pendlerzug Leipzig-Berlin. Und dem Toten, den sie darin finden. Keiner von beiden will mit dem Tod des Mannes in Verbindung gebracht werden. Also fliehen sie. In Zügen.
Anne Kuhlmeyer Bücher



Vor 70 Jahren gab es Millionen Tote, doch heute, im münsterländischen Coesfeld, wird ein weiterer Tod entdeckt. Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich erhängt, doch seine minderjährige Geliebte glaubt nicht an Selbstmord und verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können. Marlenes Leben gerät aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Ihre Beziehung zu Gregor scheitert, und in der neuen Dienststelle gerät sie in Schwierigkeiten, was zu einem alkoholbedingten Unfall führt. Inmitten dieser Krise trifft sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, der ihre Flucht nach dem Unfall deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob aufgibt. Leipzig wird jedoch von einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal erschüttert, bei dem fünf Menschen sterben. Gleichzeitig explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus, und die Verantwortung wird Islamisten zugeschrieben. Schönfelder hingegen vermutet die rechte Szene hinter den Taten. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf einem alten Psychiatriegelände eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um Informationen zu sammeln. In ihrer Abhängigkeit von Schönfelder wird sie in die dubiosen Aktivitäten der Sicherheitsfirma verwickelt, während Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin, Mitwisserin oder Mittäterin?
Drift
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Die Sehnsucht nach Sonnenschein treibt Dr. Metha Engelhart südwärts, weg von ihren Toten. Doch der Regen duldet kein Entkommen. Ein Fluss tritt über die Ufer, flutet Straßen und Wege. Ein leeres altes Haus am Hang wird zur Zuflucht weniger Versprengter. Das Wasser aber steigt weiter, als wollte es alle Grenzen und Gewissheiten wegwaschen. Bis es wieder Tote gibt. „Perspektivwechsel und narrative Leerstellen werden souverän zur Spannungssteigerung eingesetzt. Doch Anne Kuhlmeyer, deren Romane sich noch nie an die angeblichen Regeln des Genres gehalten haben, gibt sich damit nicht zufrieden. Ist man erst einmal im „Niemandsland zwischen Tag und Traum“, von dem Metha erzählt, angelangt, wird alles möglich. Ein Lesegerät für digitale Bücher entwickelt magische Kräfte und transportiert die Figuren an die Schauplätze der Romane, die auf ihm gespeichert sind, Leonardo Paduras Havanna zum Beispiel oder Andrej Kurkows Kiew. Dort sind sie Fremde und machen zumindest ansatzweise Erfahrungen, wie sie für die Flüchtlinge dieser Tage alltäglich sind. Eine Geschichte, wie die der jungen Frau, die, kaum ist sie 18 geworden, in ein Land abgeschoben wird, das sie nur aus Erzählungen kennt, wirkt selbst im Kontext dieses Romans unglaublich – realistisch ist sie allemal“ (culturmag.de)