Als sie im Alter von sechsundzwanzig Jahren Selbstmord begeht, hinterlässt die bereits zu frühem Ruhm als Autorin einer rebellischen Gegenkultur gelangte Qiu Miaojin ihr unveröffentlichtes Meisterwerk Letzte Worte vom Montmartre. Darin erzählt sie in einer Reihe von Briefen, die von einer namenlosen Erzählerin in Paris, Taipeh und Tokio geschrieben werden, die Geschichte einer leidenschaftlichen Beziehung zwischen zwei jungen Frauen – ihr sexuelles Erwachen, ihre Trennung und die verheerenden Folgen ihrer zerbrochenen Liebe – und bietet so erschütternde Einblicke in das Leben zwischen den Kulturen, Sprachen und Geschlechtern. Zwischen den Extremen schwankend, zwischen Selbstironie und Pathos, zwanghafter Wiederholung und rhapsodischen Träumereien, Zurückhaltung und Verletzlichkeit, entwickelt sich dieser genresprengende Roman zu Thriller, Romanze und Abschiedsbrief in einem. Miaojin erweist sich darin als eine der aufregendsten chinesischsprachigen Autor: innen der letzten Jahrzehnte.
Miaojin Qiu Bücher



Qiu Miaojin – die einzigartige Stimme chinesischer Literatur und Gegenkultur mit ihrem ergreifenden, intimen Dokument über Begehren und gelebte Abweichung. Die Studentin Lazi liebt Frauen. Das ist unerhört und verboten im Taiwan der 1980er-Jahre. Doch an der Elite-Uni in Taipeh ist eine queere, avantgardistische Szene erwacht. Nun, wo kein Kriegsrecht mehr herrscht, bricht die Jugend auf. Aber wie geht Freiheit? – Lazis Liebe zur zwei Jahre älteren Shuiling wird zur Obsession. Sie flüchtet sich zu schillernden Außenseitern, doch auch die kämpfen mit sich und dem Leben. Und bei alledem mischt da noch ein Krokodil mit, das sich als Mensch tarnt.
Aufzeichnungen eines Krokodils. Roman
- 284 Seiten
- 10 Lesestunden
In den späten 1980er-Jahren studiert Lazi in Taipei und erlebt eine leidenschaftliche, aber grenzüberschreitende Beziehung zu Shui Ling. Während sie Ablenkung bei einer bunten Gruppe von Außenseitern sucht, begegnet sie einem schüchternen, scharfsinnigen Krokodil, das sie mit einer revolutionären Idee inspiriert. Ein posthum veröffentlichtes Meisterwerk einer ikonischen Gegenkultur-Autorin.