Norman Rush ist ein amerikanischer Romanautor, dessen introspektive Werke im Botswana der 1980er Jahre angesiedelt sind. Seine Prosa befasst sich oft mit Themen menschlicher Verbindungen, kultureller Begegnungen und der Suche nach Identität in einer exotischen Landschaft. Rushs Stil zeichnet sich durch sorgfältige Detailgenauigkeit und tiefen psychologischen Einblick in seine Charaktere aus. Basierend auf seinen Erfahrungen beim Friedenscorps in Botswana stellt er sowohl die Frustrationen als auch die Schönheit des Lebens am Rande authentisch dar.
In dieser großartigen Sammlung von Geschichten schafft Rush unvergessliche Porträts von euro-amerikanischen Expatriates, die in der schwarzen afrikanischen Republik Botswana orientierungslos sind. Die Charaktere des Autors sind unvergesslich, während ihre Schwierigkeiten witzig, kaum fassbar logisch und fast so berührend sind wie Afrika selbst.
Die Erzählerin dieses faszinierenden Romans ist eine amerikanische Anthropologin, die im Botswana ihre Forschungen durchführt. Die junge Frau ist brillant, hat eine schlanke Figur und eine schöne Entschlossenheit. Sie hat auch eine Schwäche für Nelson Denoon, einen charismatischen Intellektuellen, über den die wildesten Gerüchte kursieren: Er soll in einer abgelegenen Ecke der Kalahari-Wüste eine geheime utopische Gesellschaft gegründet haben und dort, als einziger Mann in einer Gemeinschaft von schwarzen Frauen, wie ein Pascha herrschen. Entschlossen, ihr Schicksal zu umarmen, beschließt die junge Frau, ihn zu verführen. So beginnt eine leidenschaftliche, sowohl amoröse als auch intellektuelle Beziehung. Doch Utopien, sowohl in der Liebe als auch in der Politik, halten nur eine Zeit lang...