Die Erzählerin dieses faszinierenden Romans ist eine amerikanische Anthropologin, die im Botswana ihre Forschungen durchführt. Die junge Frau ist brillant, hat eine schlanke Figur und eine schöne Entschlossenheit. Sie hat auch eine Schwäche für Nelson Denoon, einen charismatischen Intellektuellen, über den die wildesten Gerüchte kursieren: Er soll in einer abgelegenen Ecke der Kalahari-Wüste eine geheime utopische Gesellschaft gegründet haben und dort, als einziger Mann in einer Gemeinschaft von schwarzen Frauen, wie ein Pascha herrschen. Entschlossen, ihr Schicksal zu umarmen, beschließt die junge Frau, ihn zu verführen. So beginnt eine leidenschaftliche, sowohl amoröse als auch intellektuelle Beziehung. Doch Utopien, sowohl in der Liebe als auch in der Politik, halten nur eine Zeit lang...
Norman Rush Bücher
Norman Rush ist ein amerikanischer Romanautor, dessen introspektive Werke im Botswana der 1980er Jahre angesiedelt sind. Seine Prosa befasst sich oft mit Themen menschlicher Verbindungen, kultureller Begegnungen und der Suche nach Identität in einer exotischen Landschaft. Rushs Stil zeichnet sich durch sorgfältige Detailgenauigkeit und tiefen psychologischen Einblick in seine Charaktere aus. Basierend auf seinen Erfahrungen beim Friedenscorps in Botswana stellt er sowohl die Frustrationen als auch die Schönheit des Lebens am Rande authentisch dar.



Weisse oder allein in Afrika
- 221 Seiten
- 8 Lesestunden
In dieser großartigen Sammlung von Geschichten schafft Rush unvergessliche Porträts von euro-amerikanischen Expatriates, die in der schwarzen afrikanischen Republik Botswana orientierungslos sind. Die Charaktere des Autors sind unvergesslich, während ihre Schwierigkeiten witzig, kaum fassbar logisch und fast so berührend sind wie Afrika selbst.
Had Jane Austen been in the Peace Corps in Africa in the 1980s, this novel might have been her creation. Set in Botswana before apartheid's end, it unfolds in a utopian village established by anthropologist Nelson Denoon, primarily for marginalized African women. The narrative explores the timeless question of mating dynamics, akin to Austen's themes. The unnamed protagonist, a 32-year-old anthropology postgraduate, finds herself adrift after her dissertation falters. As she navigates the expatriate scene in Gaborone, she encounters Denoon, whose charming demeanor captivates her. With her anxieties about relationships and personal hygiene, she sets off into the Kalahari Desert, drawn to his utopia, where sexual attraction, politics, and social experimentation intertwine in unexpected ways. This ambitious novel tackles feminism, socialism, political corruption, and male-female relations with both humor and depth. The narrator's unique voice, blending sophisticated vocabulary with quirky observations, enhances the narrative. For instance, when Denoon reveals the celibacy of Tsau's women, she muses on the implications, drawing parallels to Western television. The novel is notable for its wit, insight, and ability to satirize without belittling, all while delivering an engaging story that would surely impress Austen.