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Lorenza Mazzetti

    26. Juli 1927 – 4. Jänner 2020

    Lorenza Mazzetti ist eine italienische Autorin und Filmemacherin, deren Werk tief in persönliche Erfahrungen und Traumata eintaucht. Ihre literarischen Schöpfungen, die von den dramatischen Ereignissen ihrer Kindheit geprägt sind, erforschen Themen wie Verlust, Erinnerung und Überleben mit bemerkenswerter Sensibilität. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit zeigte Mazzetti auch ein außergewöhnliches Talent für unkonventionelles Erzählen und visuelle Innovationen im experimentellen Film. Ihre Beiträge in beiden künstlerischen Bereichen offenbaren eine einzigartige Fähigkeit, persönliche Tragödien in universell nachklingende Kunst zu verwandeln.

    Der Himmel fällt
    • Penny und Baby, zwei Waisenkinder, erzählen die letzten Tage des Faschismus durch ihre Augen, während der Krieg näher rückt und die antisemitische Verfolgung ihren Onkel trifft, der sie adoptiert hat. Die Mädchen verstehen die Welt nicht im Allgemeinen, besitzen jedoch eine reiche Mythologie mit Figuren aus dem Katechismus, der faschistischen Propaganda, den Spielen mit den Bauern und dem Leben mit dem großen Onkel und seinen Gästen. Diese Mythologie umfasst Gerechtigkeit, Rache, Gut und Böse, schließt jedoch strikt die Geschichte und ihre Gründe aus, wie den Krieg und die Verfolgung, die ihrer Erfahrung fremd sind. Als der Krieg in ihr Leben einbricht, kapseln Penny und Baby den Schmerz in einer Dunkelheit ein, die ihre Kindheit nicht beeinträchtigt. Das Buch von Lorenza Mazzetti, veröffentlicht 1961, erhielt Anerkennung und Preise, darunter den Premio Viareggio, für seine Fähigkeit, die Unschuld der Kinder angesichts des Schreckens auszudrücken. Seine magische und poetische Einfachheit schlägt einen neuen Pakt der Zivilisation vor: alles aus der Geschichte auszuschließen, was ein Kind nicht erklären kann, und seine Mythologie lebendig zu halten.

      Der Himmel fällt
      3,8