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Anatoli Marienhof

    Anatoly Marienhof war ein bedeutender russischer Dichter und Dramatiker, der zu einer Schlüsselfigur des Imaginismus wurde. Seine Werke beleuchten das Leben junger Intellektueller in revolutionären Zeiten und bieten eine scharfe Perspektive auf die russische Literaturszene der 1920er Jahre. Marienhofs unverwechselbarer Stil und seine provokanten Themen machen ihn zu einer bemerkenswerten Persönlichkeit der russischen Literatur, deren Einfluss bis heute nachwirkt. Seine späteren Memoiren bieten unschätzbare Einblicke in das kulturelle Milieu und die persönlichen Beziehungen dieser turbulenten Ära.

    Zyniker
    Roman ohne Lüge
    • Zyniker

      • 137 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der Dichter Esenin und Isadora Duncan, die amerikanische Freundin der russischen Revolution, vereinen sich im Hauptcharakter dieses Romans. Als Mariengof ihn 1928 schrieb, hatte er bereits den berühmtesten Roman ohne Lügen veröffentlicht, in dem er von der Verbindung mit Esenin und anderen literarischen Freunden erzählte, die sich um die Zeitschrift „Ein Hotel für Reisende im Land des Schönen“ versammelten. Auch in den Zynikern wird von „Reisenden im Land des Schönen“ berichtet: Bilder aus dem Leben einer Gruppe russischer Intellektueller von 1918 bis 1924. Nur dass ihre Reise am Ende ist, als der Traum einer Aristokratie des Geistes, der die Begeisterung der Ästheten antreibt, stirbt. Zynisch erscheint dann mehr der graue Heer der fleißigen Weber der Fäden der Realität, der aus der Indifferenz, in der er Zuflucht suchte, in die Verzweiflung gleitet.

      Zyniker
      3,6