Der Rhein zwischen Bingen und Koblenz wird als herausforderndes Terrain beschrieben, das durch seine Enge und Schroffheit wenig Lebensraum bietet. Dennoch gelingt es den Menschen, diese natürlichen Gegebenheiten in eine fruchtbare Kulturlandschaft umzuwandeln. Karl-Heinz Göttert thematisiert in seinem Werk die beeindruckende Transformation dieser Region und beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen Natur und menschlichem Eingreifen. Unterstützt von Fotografien, Karten und Abbildungen, bietet das Buch einen tiefen Einblick in die Landschaftsentwicklung und deren kulturelle Bedeutung.
Karl-Heinz Göttert Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Die Sonne steigt höher, die Tage werden wärmer – der Frühling ist da! Nichts erfreut nach der kalten Jahreszeit mehr als die ersten farbprächtigen Blüten. Kein Wunder, dass sich auch Dichter und Künstler von Rose und Hyazinthe seit jeher beflügelt fühlten. Diese Bände versammeln eine wunderbare Auswahl kunstvoller Naturmalerei und Verse. Mit farbigen Blumenzeichnungen von Maria Sibylla Merian, Albrecht Dürer, Pierre Joseph Redouté und anderen. Mit Gedichten von Eduard Mörike, Clemens Brentano, Elisabeth Langgässer, Joachim Ringelnatz und vielen anderen.
Reclams klassischer Adventskalender
Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur – 14405
- 159 Seiten
- 6 Lesestunden
24 überraschende literarische Türchen 24 kleine literarische Episoden, die mal heiter, mal besinnlich durch die Vorweihnachtszeit führen. Da gibt es schnatternde Wildgänse und einen geklauten Tannenbaum bei Hans Fallada, ein Weihnachtsfest mit den Buddenbrooks und Winterpost von Rainer Maria Rilke und Liselotte von der Pfalz. Neben Gedichten, Briefen und Auszügen aus bekannten weihnachtlichen Erzählungen wird es auch die eine oder andere Überraschung geben, indem manch ein altbekannter Klassiker seine weihnachtliche Seite offenbart.
Karl Valentin zum Vergnügen
Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur – 14349
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Karl Valentin (1882–1948), der zeitweise vergessene Münchner Volkskünstler, zählt mit seiner unbändigen Lust an Wortakrobatik und Sprachspiel zu den großen deutschen Komikern. Er war ein begnadeter Humorist und Meister der Groteske. Bertolt Brecht, Thomas Mann, Kurt Tucholsky oder Samuel Beckett schätzten und bewunderten ihn zu Lebzeiten. Herbert Achternbusch, Urs Widmer und Christoph Schlingensief bezogen sich auf Valentin nach seiner Wiederentdeckung. Karl-Heinz Göttert und Ralf Drost führen durch das Werk, präsentieren die irrwitzigsten Monologe und Dialoge, absurde Couplets, groteske Szenen und Autobiographisches. »Wie die Maler heute malen Wie der Dichter heute dicht’ So will ich jetzt humoristeln Ob es gut ist, oder nicht.«
Massen in Bewegung
Über Menschenzüge
Karl-Heinz Göttert zeigt anhand umfangreicher historischer Materialien, dass Menschen seit jeher mit ihren Körpern kommunizieren, unabhängig von politischen oder gesellschaftlichen Verhältnissen. Sie marschieren, paraden und demonstrieren für Glauben, Meinungen und Wünsche – oft mit Erfolg, manchmal ohne. In großen Gruppen verschmelzen sie zu einem einzigen Körper, der der Masse. Göttert untersucht die Geschichte der Menschenzüge, beginnend bei den „heiligen Straßen“ der Antike über die Triumphzüge Roms bis hin zur Übernahme antiker Prozessionsformen durch das Christentum und den karnevalesken Ausformungen ab dem Mittelalter. Die Französische Revolution fand Ausdruck in Festen und Umzügen auf Straßen und Feldern, die auch von den Arbeiterrevolutionen und neuen Formen republikanischer Willensbildung aufgegriffen wurden. Er greift auf eine lange Tradition der Theoriebildung zur „Masse“ zurück, wobei er sich von Gustave le Bons Analyse abgrenzt. Mit Elias Canetti wird der Machtfaktor der Menge betrachtet, während Pierre Bourdieu und Émile Durkheim die „magische“ und „religiöse“ Dimension untersuchen. Judith Butler hebt die Bedeutung der Präsenz zur Artikulation von Rechten hervor. Göttert verknüpft dies mit der Rhetorik und zeigt, wie Massen durch Bewegung kommunizieren. In drei Teilen bietet er ein anschauliches Kompendium der menschlichen Bewegung als Ausdrucksform und beleuchtet einen zentralen Aspekt der Kulturgeschichte.
Fallada zum Vergnügen
Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur – 14258
»Sehnsucht ist besser als Erfüllung.« Hans Fallada (1893–1947), ist einer der bedeutendsten sozialkritischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er zählt zu den modernen Klassikern der deutschen Literatur und ist einer ihrer – auch international – meistgelesenen Autoren. Karl-Heinz Göttert und Günter Wallraff haben Falladas Romane früh für sich entdeckt – Wallraff als eine Art Vorbild für perfekten Sozialrealismus, Göttert als kleinen Protest gegen Fachroutinen. Gemeinsam unternehmen sie einen vergnüglichen Gang durch das Gesamtwerk – in Ausschnitten aus Romanen, Erzählungen und Briefen Falladas.
Letzte Werke
Womit sich unsere Dichter, Musiker, Künstler von der Welt verabschiedeten
- 291 Seiten
- 11 Lesestunden
Wer glaubt, die Groaen hatten sich immer mit Groaem verabschiedet, irrt. Gewiss gibt es dies, zum Beispiel beim Gluckskind Goethe mit Dichtung und Wahrheit. Oft aber steht am Ende Bescheidenes: Haydn verweigerte ein weiteres Oratorium und arrangierte stattdessen zuletzt schottische Volkslieder. Michelangelo, sprichwortlicher infinito, liea eine Pieta als Torso liegen. Oft weia man nicht genau, was das letzte Werk war, etwa bei van Gogh, der in seinen letzten 70 Tagen 80 Gemalde anfertigte. Und uberhaupt: Sagen die letzten Werke etwas aus uber ihre Erschaffer? Nicht wirklich, wird man bei so viel Zufall konstatieren. Nur wir Leser, Horer, Seher begnugen uns nicht mit diesem Zufall, sondern beginnen zu deuten. Das Buch soll dabei helfen - und wenn es helles Lachen hervorriefe beim Entdecken von etwas, womit man nie gerechnet hatte.
Der Rhein
Eine literarische Reise
Der Rhein beschleunigte als Verkehrsweg den kulturellen Austausch und zivilisatorischen Fortschritt, aber er inspirierte auch ganz unmittelbar eine reiche Literatur. Von der ›Nibelungensage‹ bis zur »Loreley« – hier fanden kulturprägende Geschichten, Mythen und Märchen ihren Ursprung. Die »Rheinromantik« wurde vor allem dank ihrer Gedichte und Lieder zum weltweiten Inbegriff deutscher Kultur. Dieses Buch folgt dem Rhein durch acht Jahrhunderte Literaturgeschichte von den Alpen bis zur Nordsee und macht uns bekannt mit den Dichtern, die hier gelebt und geschrieben haben. Wir begegnen der Literatur, die an diesem Fluss entstanden ist: Eine literarische Rheinfahrt mit fesselnden Ortsbegehungen, unerwarteten Geschichten und neuen Blicken auf das scheinbar Altbekannte.
Astrologie, 100 Seiten
- 100 Seiten
- 4 Lesestunden
Wohl jeder hat beim Zahnarzt oder Friseur schon in Illustrierten geblättert und dabei verstohlen die Horoskope begutachtet – ob die Sterne wirklich etwas über unser Leben wissen? Wer dies glaubt, hat jedenfalls prominente Vorgänger, denn selbst der berühmte Goethe ließ sich ein ausführliches Geburtshoroskop erstellen. – Die Geschichte der Astrologie als prägender Bestandteil unserer Kultur reicht bis weit in die Antike zurück. Karl-Heinz Göttert entwirrt die Fäden eines langen, verschlungenen Weges voller spannender Fakten, offener Fragen und Widerstände. Und er führt sogar vor, wie man sein eigenes Horoskop ermittelt.
Weihnachten wird weltweit groß gefeiert, von Christen wie Nichtchristen. Und alle Jahre wieder scheint es zwischen glänzend funkelnder Festbeleuchtung, Krippen und geschmückten Tannenbäumen kaum vorstellbar, dass es jemals anders war. Dabei beginnt die Biographie und Weltkarriere des Festes nicht gerade friedlich und harmonisch, sondern mit kniffligen theologischen Fragen und Konflikten. Karl-Heinz Göttert fahndet in der Kirchen- und Weltgeschichte nach Ursprung und Entwicklung dieses unvergleichlichen Festes. Er findet unglaubliche Ereignisse und skurrile Bräuche: Wie wurde aus der Geburtsszene im Stall Jahrhunderte später eine kirchliche Feier, um den Glauben an Jesus als Erlöser zu stärken? Warum nahm man als Termin ausgerechnet die Wintersonnenwende, die bis in die Neuzeit für Trubel und Verbote sorgte? Wie trugen Folklore und Kommerz zum Erfolg des Festes bei? Und in welchem Wettbewerb zueinander standen Krippe und Christbaum? Ein spannender historischer Überblick für alle, die Weihnachten lieben, wie auch für diejenigen, die daran verzweifeln.
Die Sprachreiniger
- 367 Seiten
- 13 Lesestunden
Nirgendwo entwickelte sich der Sprachnationalismus des 19. Jahrhunderts so rigoros und militant wie in Deutschland. Und nirgendwo waren die Folgen derart fatal. Karl-Heinz Göttert liefert mit seiner historischen Studie des Allgemeinen deutschen Sprachvereins eine bittere Realsatire aus dem Giftschrank der deutschen Kulturgeschichte – mit hohem aktuellen Bezug. „Schmach über jeden Deutschen, der seine heilige Muttersprache schändet!“ So wetterte Otto Sarrazin 1914 gegen alle, die es wagten, aus Fremdsprachen übernommene Lehnwörter zu verwenden. Er war der Vorsitzende des Allgemeinen deutschen Sprachvereins, der zwischen 1886 und 1943 versuchte, die deutsche Sprache von fremden Einflüssen reinzuwaschen. Unter viel Applaus fochten seine Mitglieder darum, Worte wie „Sauce“ oder „Dame“ aus dem Wortschatz zu entfernen. Dabei verband sich dieser Kampf mit einem Chauvinismus, der geradewegs in Fremdenhass mündete, den Kriegsausbruch als Chance auf Deutsch als Weltsprache begrüßte und schließlich den Rassismus der Nazis aufnahm. Der Germanist Karl-Heinz Göttert hat die so erfolglose wie unheilvolle Geschichte dieses dogmatischen Intellektuellenzirkels umfassend recherchiert. Sein Buch zeigt, wie vernunftbegabte Bildungsbürger auf nationalistische Abwege geraten.
Büchertische und Freizeittrends kennen derzeit nur eine Richtung: zurück zur »Mutter Natur«! Ob Bienen, Falken oder Bäume – sie sollen uns etwas Ursprüngliches lehren, einen Ausweg zeigen aus Krisen und vermeintlichen Irrwegen der Moderne. Welch kuriose Blüten jedoch die Naturbetrachtung treiben kann, wenn sie einer Sinnfindung unterworfen wird, zeigt ein Blick in die Vormoderne. Mit Erzählfreude und ansteckender Neugier flaniert Karl-Heinz Göttert durch die antike und mittelalterliche Philosophie und Literatur und schaut genau hin, was Plinius oder Aristoteles, Albertus Magnus oder Thomas von Aquin, Hildegard von Bingen oder Paracelsus über Tiere, Pflanzen und unser Verhältnis zu ihnen zu sagen haben. Seine Geschichte des vormodernen Naturbegriffs berichtet von sonderbaren Kreaturen, etwa von Elefanten ohne Knie und liebesfördernden Rüben. Vor allem aber belegt sie eine Erkenntnis, die zur Geburt der modernen Naturwissenschaft führte und auch heute noch verblüffen kann: Sinn findet man nicht dann, wenn man nach ihm sucht.
Die Geschichte der Orgel ist eng mit der europäischen Kultur verbunden. Wann und wo entstand die Orgel in ihrer heutigen Form? Welche Rolle spielten die Araber bei der Entwicklung dieses Instruments? Wie wurde sie vom religiösen Bildersturm betroffen, und wer brachte sie in die Konzerthallen? Die digitale Revolution hat ebenfalls Auswirkungen auf die Orgel. Karl-Heinz Göttert behandelt diese Themen in vier Kapiteln, die von der antiken Ingenieurskunst über den Orgelbau bis zu den beteiligten Personen reichen. Er beantwortet spezielle Fragen, etwa warum italienische Orgeln in der frühen Neuzeit anders aussehen als norddeutsche, welche Rolle Konfessionen, Zollschranken und Industrialisierung spielten und wie Orgelbauer mit Privilegien umgingen. Zudem wird thematisiert, seit wann Virtuosentum auch das Orgelspiel beeinflusste. Die Orgel gilt als monumentales Instrument der Musikgeschichte, und ein näherer Einblick lohnt sich. Die Lektüre dieses faszinierenden Textes verspricht Spannung! Karl-Heinz Göttert lehrte von 1990 bis 2009 an der Universität Köln und unterrichtet nun in St. Petersburg, Prag und an verschiedenen chinesischen Universitäten. Seine Forschungsschwerpunkte sind Mittelalterliteratur, Rhetorik und Kulturgeschichte.
Deutsche Sprache. 100 Seiten
- 100 Seiten
- 4 Lesestunden
Shanghai, China, im August 2015: Fast 9000 km von Deutschland entfernt diskutieren Germanisten aus der ganzen Welt über die Zukunft der deutschen Sprache. Aber gibt es für sie überhaupt eine Zukunft, wo sie doch von Anglizismen überschwemmt wird und kaum jemand im Ausland noch Deutsch lernen will? Ja!, sagt Karl-Heinz Göttert. Deutsch ist eine starke Sprache, lebendig, in der Welt geachtet. Man kennt ihre Geschichte und kann daraus lernen. Zum Beispiel, die Ruhe zu bewahren angesichts neuer Herausforderungen, die eigentlich nichts Neues sind. Daneben zeigt Göttert, seit wann es überhaupt erst eine einheitliche deutsche Sprache gibt – und wie es mit ihr noch zu Goethes Zeiten aussah –, wie sich unsere Dialekte entwickelt haben und welche die beliebtesten, welche die verhasstesten sind.
Was Perikles und Obama wirklich eint – eine andere Geschichte der Rhetorik Die Geschichte der Rhetorik geht immer nur von Anleitungen für gute Reden aus, nie von tatsächlich gehaltenen Reden. Das ändert Karl-Heinz Göttert, indem er Redner und Reden in überraschenden Paarungen nebeneinanderstellt: u. a. Perikles und Richard von Weizsäcker, Cicero und Joschka Fischer, Augustinus und Otto von Bismarck. Dadurch vermittelt er die Geschichte der Rhetorik aus völlig neuer Perspektive – und entlarvt nebenbei die europäische Tradition als Konstrukt mit eigenen Konturen und die vielbeschworene „Macht der Rede“ als Mythos. Eine glänzende, anschauliche und lebensnahe Darstellung und ein ungemein unterhaltsames und kenntnisreiches Buch.
Der 'Knigge' ist auch heute noch ein hochinteressanter Meilenstein über die praktische Kunst des Umgangs mit Menschen. Erschienen 1788 – im gleichen Jahr wie Kants 'Kritik der praktischen Vernunft' – befasst sich Knigge mit der Durchsetzung von Moral und gibt überzeugende und vor allem praktikable Antworten auf die Fragen menschlichen Zusammenlebens. 'Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin, sich bemerken, geltend und geachtet zu machen, ohne beneidet zu werden.' Adolph Freiherr Knigge
Magie im Alltag
- 239 Seiten
- 9 Lesestunden
Warum klopfen wir auf Holz? Warum gilt die Sieben als Glückszahl, aber nicht im »verflixten siebten Jahr«? Warum sind selbst »Sonntagskinder« nicht vor »Hexenschuss« gefeit? – Ob wir wollen oder nicht: Der Aberglaube begleitet uns, oft unerkannt, durch alle Lebenslagen. Karl-Heinz Göttert bietet in seinem Buch ein Kaleidoskop der Magie in alltäglichen Vorstellungen, Sprüchen, Handlungen.
Die umfassende Bestandsaufnahme der Rolle der deutschen Sprache in der Welt! Wie steht es um die deutsche Sprache? Wird sie zunehmend von englischen Ausdrücken dominiert? Verliert sie an Einfluss in der Welt und der Wissenschaft? Welche Rolle spielt sie in Europa und den europäischen Institutionen? Wie wichtig ist Deutsch für die Wirtschaft? Welche Sprachpolitik ist sinnvoll? Karl-Heinz Göttert unternimmt eine umfassende Bestandsaufnahme des Deutschen: Historisch informiert, politisch engagiert und unter Rückgriff auf Zahlen und Fakten beantwortet er alle Fragen rund um die Stellung des Deutschen in Zeiten der Globalisierung – und ganz besonders die eine: Müssen wir uns Sorgen machen?
Alles außer Hochdeutsch
- 384 Seiten
- 14 Lesestunden
Dialekte sind in! Warum Bairisch, Berlinerisch, Wienerisch und Co. in Zeiten der Globalisierung unsere emotionale Heimat sind. Schwäbelnde Tagesschau-Sprecher, Bairisch redende Kabarettisten, berlinernde Comedians – Dialekt ist in. Karl-Heinz Göttert nimmt uns mit auf eine Reise durch die deutschen Mundarten. Er erklärt, wo die Grenze zwischen „Stulle“ und „Bemme“ verläuft, woher das Sächsische seinen (zu Unrecht) schlechten Ruf hat und warum das Schweizerdeutsch die Sprache des Herzens ist. Und er stellt die Frage, wie es um die Zukunft der Dialekte bestellt ist. Denn während sich Hochdeutsch ständig weiterentwickelt, sind die Dialekte eine Art Museum der Sprache. In einer globalisierten Welt, so Göttert, wächst die Sehnsucht nach Heimat und Zugehörigkeit. Die Mundarten werden uns also erhalten bleiben – und damit alle Klischees und Witze über Schwaben, Ostfriesen und Rheinländer.
Wer kennt sie nicht und hat sie nicht im Kreis der Freunde, diese netten Leute, die immer reden können und es deshalb auch unausgesetzt tun, denen man also immer wieder zuhört zur eigenen anwachsenden Unzufriedenheit, ohne jemals Abhilfe schaffen zu können? Wie geht man damit um, wo findet man den Knopf, an dem die Schwätzerei, aber doch nicht die Freundschaft abzustellen wäre? Für alle kommunikativ Geplagten hat Karl-Heinz Göttert als Literaturwissenschaftler und Rhetorik-Experte nicht nur wissenschaftlich tiefgründige Erklärungen für das Phänomen des Schwätzers, er hat auch verblüffende praktische Ratschläge für das „leben lernen“ mit den redseligen Flegeln.
Deutsch
- 400 Seiten
- 14 Lesestunden
Die deutsche Sprache ist bedroht, so heißt es - durch eine Flut an Anglizismen, durch mangelnde Sprachkenntnisse der Migranten, durch das rudimentäre Deutsch der Generation doof. Wird unsere Muttersprache bald zum Denglisch verkümmern und jämmerlich untergehen? Karl- Heinz Göttert meint: Nein - denn das Deutsche hat es immer vermocht, Einflüsse aus anderen Sprachen zu integrieren, ohne den eigenen Charakter zu verlieren. Mit profunder Sachkenntnis und viel Humor erzählt Göttert die spannende Biografie der deutschen Sprache, von ihren sagenumwobenen Anfängen in Germanien über den Durchbruch als Nationalsprache bis hin zur Wiederkehr der Dialekte. Das Deutsche ist nicht nur eine Sprache mit einer großen Vergangenheit und lebendigen Gegenwart, sondern auch mit einer vielversprechenden Zukunft.
Deutsche Literatur
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Welche Bedeutung hatten Briefromane, wie zum Beispiel Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“, im literarischen Europa des 18. Jahrhunderts? Weshalb handelte es sich bei Gottfrieds von Straßburg „Tristan und Isolde“ um einen mittelalterlichen Tabubruch? Wie stark ist Benns Lyrik von seinem „Zweitberuf“ Arzt geprägt? Inwiefern belebte Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ das Genre des historischen Romans neu? Diese und zahlreiche weitere Fragen werden in „Wissen auf einen Blick – Deutsche Literatur“ klar, fundiert und unterhaltsam beantwortet. Insgesamt gibt dieses Buch einen umfassenden Überblick über die deutsche Literaturgeschichte, über ihre Werke, Autoren, Gattungen und Epochen – vom frühen Mittelalter bis in unsere Gegenwart. Die Literatur ist noch immer eine wichtige Institution, die die Welt beschreibt und erklärt und wird es sicher auch bleiben. Auch wenn mit schöner Regelmäßigkeit das baldige Aussterben des Buches angekündigt wird, sind die Neuerscheinungen zahlreich wie nie und die Verkaufszahlen steigen stetig an.
Zeiten und Sitten
- 286 Seiten
- 11 Lesestunden
Anstand, Manieren und Höflichkeit haben gerade wieder Konjunktur. Aber mit dem Anstand ist das so ein Problem: Er lässt sich einfach nicht absolut begründen. Anders als Recht und Moral bleibt er wandelbar, ähnlich wie die Mode gibt er dem Zusammenleben immer wieder neu eine Form. Karl-Heinz Göttert erzählt in der ersten Geschichte des Anstands - von der Antike bis heute - auf unterhaltsame und lehrreiche Weise von diesem wandelbaren Miteinander und plädiert für formbewusste Toleranz.
Einführung in die Rhetorik
- 238 Seiten
- 9 Lesestunden
Götterts Einführung wendet sich an alle, die an der Redekunst, an der sprachlichen Ordnung der Dinge und Gedanken und an der Argumentation interessiert sind. Der erste, systematische Teil stellt die Grundbegriffe der Rhetorik vor, der zweite die Geschichte der Rhetorik von der Sophistik bis zur Deconstrotion. Hinweise zum Stand der Rhetorikforschung, Literatur- und Sachregister runden dieses grundlegende Buch ab.
Wer weiß noch, warum Ostern keinen feststehenden Termin hat, sondern wandert, und wie dieser Termin jeweils ermittelt wird? Wer weiß noch, was an Pfingsten gefeiert wird? Wer kennt die Bedeutung von „Fronleichnam“? Wer weiß, wie neumodisch Halloween ist oder wer den Muttertag erfunden hat? Karl-Heinz Göttert erzählt in 30 unterhaltsamen Kapiteln von Herkunft und Bedeutung aller unserer Feste, die wir noch immer gerne so feiern, wie sie fallen.
Es gibt keinen Kuß mehr
- 146 Seiten
- 6 Lesestunden
Jenseits von Beschimpfung und blinder Gefolgschaft versucht dieses Buch, die neuen Rechtschreibregeln zu erläutern, indem es den dahinterstehenden Grund und zugleich die geschichtliche Tiefe des jeweiligen Rechtschreibproblems darstellt. Denn wer die abgründigen Probleme der Regelung deutscher Rechtschreibung kennt, behält die nun vorgeschlagenen Lösungen besser und weiß, dass es eine alle Wünsche befriedigende Rechtschreibung nicht geben kann.
Eile mit Weile
- 245 Seiten
- 9 Lesestunden
Karl-Heinz Göttert erklärt den Sinn der gebräuchlichsten Sprichwörter, geht ihrer Herkunft und Entstehungsgeschichte nach, er beleuchtet die Machart der Sprichwörter, ihre Poetik sozusagen, und er erzählt von Sammlern und Forschern, die sich mit dem Sprichwort beschäftigt haben.
Einführung in die Stilistik
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Was ist Stil? Was ist Stil-Lehre (Stilistik)? Welche Geschichte hat sie? Welche Stilelemente gibt es? Wie kann man sie erkennen? Kenntnisse über rhetorischen und literarischen Stil, das sichere Erkennen und Interpretieren der sprachlichen Stilmittel sind für das erfolgreiche Studium einer Sprach- und Literaturwissenschaft von zentraler Bedeutung. Die Autoren dieses Buches bieten alles Notwendige dazu. Sie informieren über Stiltheorie, sich wandelnde Stilformen und Stilelemente. Beipielhafte Stilanalysen vervollständigen den Band.
Köln im Spätherbst 1652. Johann Münch, Architekt der noch nicht vollendeten Jesuitenkirche Sankt Mariä Himmelfahrt, wird tot im Kirchenschiff aufgefunden. Alle glauben an einen Unfall, nur eine Person nicht - seine Frau Agnes. Sie sucht nach Beweisen und entdeckt, dass ihr Mann mit geheimem Einverständnis der Ordensleitung nicht nur an der Kirche baute, sondern merkwürdige Experimente in einem ehemaligen Kloster durchführte. Um ein lateinisches Buch - die Grundlage dieser Geheimexperimente - lesen zu können, bittet Agnes den jungen Pater Heimbach um Hilfe. Und bald ist ein ungleiches Paar unterwegs, um die teuflische Tat aufzuklären. Doch der Mörder merkt, dass man ihm auf der Spur ist. Es kommt zum Showdown in unterirdischen Räumen, in denen Trichter und Röhren jedes Wort belauschbar machen.
Daumendrücken
- 239 Seiten
- 9 Lesestunden
Warum klopfen wir auf Holz? Warum gilt die Sieben als Glückszahl, warum aber nicht im „verflixten siebten Jahr“? Warum sind selbst „Sonntagskinder“ nicht vor „Hexenschuss“ gefeit? - Ob wir wollen oder nicht: Der Aberglaube begleitet uns, oft unerkannt, durch alle Lebenslagen. Karl-Heinz Göttert bietet in seinem Buch ein Kaleidoskop undurchschauter Magie in alltäglichen Vorstellungen, Sprüchen, Handlungen.
Kleine Schreibschule für Studierende
- 158 Seiten
- 6 Lesestunden
Eine wissenschaftlich fundierte Schreibhilfe für Studierende, die Tipps zu Fachsprachen, Stil, Grammatik, Zitierungen und Fußnoten bietet. Der Autor fördert einen klaren Schreibstil und hilft, Schachtelsätze sowie Wiederholungen zu vermeiden. Jedes Kapitel enthält Beispiele aus Klausuren und Hausarbeiten.
Magie
- 291 Seiten
- 11 Lesestunden
Orgelführer Europa
- 275 Seiten
- 10 Lesestunden
Europa wächst zusammen – politisch. Kulturell glänzt es weiter mit dem Reichtum seiner Regionen. Die Orgel zeigt es wie im Brennspiegel: Es gibt sie immer noch, die brillanten Instrumente in Skandinavien, die große Spätromantik Frankreichs, die reiche Barockkultur der Niederlande, den deutschen Export ins Baltikum, die singenden Prinzipale Italiens und vieles andere mehr. Der „Orgelführer Europa“ setzt den erfolgreichen „Orgelführer Deutschland“ fort. Wieder werden annähernd 100 der interessantesten Orgeln, diesmal unserer Nachbarländer, in Wort und Bild porträtiert und dem Liebhaber wie dem professionellen Orgelspieler in spielerischer Form nahe gebracht. Neben viel Information kommt das unterhaltsame Element nicht zu kurz. Auch anhand von Steinzeitmalerei, am leibhaftig auftretenden Couperin oder an Urlaubern in El Arenal auf Mallorca lässt sich europäische Orgelgeschichte verstehen. Karl-Heinz Göttert ist Germanistikprofessor an der Kölner Universität und hat zuletzt 14 Jahre an der historischen Orgel einer kleinen romanischen Kirche den Dienst versehen. Eckhard Isenberg ist Kantor an zwei Kölner Kirchen. Die eine hat er vor Jahren mit einer „klassischen“ Orgel versorgt, die andere mit einer „romantischen“ Orgel ausgestattet.
Orgelführer Deutschland
- 265 Seiten
- 10 Lesestunden
Kann man Orgeln miteinander telefonieren lassen? Kann man Restauratoren mit Pflastermalern vergleichen? Man kann! Und man kann dies mit Informationen über Windladen und Stimmungsprobleme, über bleierne Prinzipale und den Vorteil von spanischen Trompeten verbinden. Auch das. Und schließlich kann man dabei auch die Geschichte des Orgelbaus in Deutschland erzählen: von den Anfängen in der Renaissance über den barocken Höhenflug, die eigene und importierte Romantik bis zu modernen Experimenten. In ihrem “Orgelführer Deutschland” haben Karl-Heinz Göttert und Eckhard Isenberg aus den vielen tausend Orgeln in deutschen Domen, Pfarr- und Klosterkirchen die 66 schönsten und interessantesten ausgewählt und in erzählerisch heiteren Einzelporträts beschrieben. Wer das farbig illustrierte Buch von Anfang bis Ende liest, wird auf eine unterhaltsame und lehrreiche Fahrt vom Norden durch Westen und Osten in den Süden Deutschlands mitgenommen.
Geschichte der Stimme
- 581 Seiten
- 21 Lesestunden
Zusammen mit Mimik und Gebärden machte die Stimme die 'körperliche' Seite der Rede aus, galt als 'Dolmetscherin der Seele' und war damit am Zustandekommen von Bedeutung auf unverzichtbare Weise beteiligt. Im antiken Schauspiel und auf dem Forum, mit entsprechenden Abwandlungen im mittelalterlichen Theater und auf der Kanzel, begegnen uns Sprecher, die diese Form des Ausdrucks zur Kunst gesteigert haben. Seit der Erfindung des Buchdrucks deutet sich ein Wandel an. Die Stimme verliert gegenüber der Schrift an Reputation. Auf längere Sicht machen sich auch die verschiedenen Formen der optischen und dann elektrischen Fernkommunikation bemerkbar, die die Grenzen der 'körperlichen' Übertragung grundsätzlich sprengen. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es Stimmkunst bevorzugt im Bereich des Ästhetischen, während sie in den anderen Lebens- bzw. Funktionsbereichen der Gesellschaft immer mehr verschwindet. Die Geschichte der Stimme wird in Karl-Heinz Götterts Studie anhand von Quellenmaterial der Antike bis zu den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts nachgezeichnet.
UTB - 1599: Einführung in die Rhetorik
- 238 Seiten
- 9 Lesestunden



























