Roman, der in Folhetins in der Gazeta de Notícias veröffentlicht wurde, dessen berühmte Epigraph "Sobre a nudez forte da verdade, o manto diáfano da fantasia" die Verbindung zwischen Realismus und Vorstellungskraft, Naturalismus und Fantastischem zusammenfasst. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Reise von Teodorico ins Heilige Land, wo er nicht die versprochene Reliquie für seine fromme Tante mitbringt, sondern versehentlich das Nachthemd einer Geliebten. Besonders hervorzuheben ist der Traum oder die Zeitreise des Protagonisten, der zusammen mit seinem gelehrten Freund Dr. Topsius die Predigt, das Urteil und den Tod Jesu miterlebt. Das Werk, das die menschliche Gestalt Christi als Paradigma von Liebe und Güte verherrlicht, wurde von den konservativsten Kreisen als häretisch angesehen, da es die Göttlichkeit Christi in Frage stellt.
Andreas Klotsch Bücher





José de Risso wird in eine von magischen Vorstellungen geprägte Welt hineingeboren, in der man mit Hilfe von streng einzuhaltenden Ritualen die bösen Geister zu besänftigen versucht. Seine merkwürdigen Gaben und seherischen Fähigkeiten könnten Teufelswerk sein, doch manche Menschen verehren ihn als wahren Heiligen. José Riço Direitinho gilt als eine der wichtigsten Stimmen der jungen portugiesischen Literatur.