Cornelia Schmalz-Jacobsen, Politikerin und Journalistin, erzählt vom mutigen Eintreten ihrer Eltern für die Verfolgten des Nationalsozialismus. Unter Einsatz ihres Lebens versteckten sie Juden oder halfen ihnen bei der Flucht. Der fesselnde Bericht über ihren Widerstand, den Donata und Eberhard Helmrich für selbstverständlich hielten, ist ein beeindruckendes Dokument bedingungsloser Nächstenliebe.
Piraten/Mit einem Lächeln/Echt verrückt!/Zwei Bäume in Jerusalem - Im Spiegel der Zeit - bk540; Verlag "Das Beste"; Douglas Stewart/Uschi Glas/Rüdiger Nehberg/Cornelia Schmalz Jacobsen; Paperback; 2004
Handbuch zur Situation der Minderheiten, zur Geschichte, politischen Lage und Lebensbedingungen im Herkunftsland sowie zur Klärung wichtiger Begriffe zum Thema
Die Kindheitserinnerungen der bekannten Politikerin an das KriegsendeDer Sommer 1945 hat sich Cornelia Schmalz-Jacobsen tief ins Gedächtnis gebrannt. Sie erlebte das Kriegsende als zehnjähriges Mädchen bei Verwandten an der Ostsee. Den Anmarsch der Russen empfand sie als Befreiung: Endlich war der Krieg mit seinen Berliner Bombennächten vorbei, es bestand keine Gefahr mehr durch SS oder Gestapo. Die Last des jahrelangen Schweigens über die Gesinnung ihrer Eltern – sie waren aktive Nazi-Gegner – fiel von ihr ab. Vor allem aber ihre Freundschaft zu drei jungen Rotarmisten machte diesen Jahrhundertsommer für sie unvergesslich. Auch wenn die Erinnerungen an diese Zeit überwiegend glücklich waren – die dunklen Momente blieben ihr nicht verborgen: So berichtet sie von der diffusen Angst der Frauen vor den Soldaten, von Kriegsgefangenen, von versteckten SS-Leuten und ganzen Familien, die sich nach Ende des NS-Regimes das Leben nahmen. Einfühlsam und berührend schildert Cornelia Schmalz-Jacobsen den Sommer nach dem Ende des Krieges und eröffnet einen überraschenden Blick auf ihre Kindheit in jener dramatischen Zeit.