Ein Dialog der Künste
Der spatial turn in der Architektur und die Beschreibung in der Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart
- 174 Seiten
- 7 Lesestunden
Ziel der Beiträge des vierten Symposiums Ein Dialog der Künste ist es, die Polysemie von Architektur aufzuzeigen, nicht als statische, sondern als aktive Komponente des Gebauten, die sich der Autorität des Architekten entzieht. Es geht um die Neuinterpretation von Architektur, wie sie in keinem Architekturtraktat vorgesehen ist. Wenn der Blick und die Intention des Architekten auf die Bauaufgabe gerichtet sind, kann die so erstellte Architektur ihre Funktion ändern oder zusätzliche Funktionen übernehmen. Der außenstehende Beobachter, Betrachter, Bewohner oder Besucher erkennt und beschreibt wechselnde, zusätzliche oder neue Funktionen eines Gebäudes, die von dessen Erbauer nie in Betracht gezogen wurden. Diese neuen Funktionen können in literarischen Texten festgehalten und von Kunsthistorikern analysiert werden. Das vierte Symposium bot die Möglichkeit, traditionelle kunsthistorische Methoden wissenschaftlich zu überprüfen, sie zu hinterfragen und neue Methoden zu generieren. Es galt auszuloten, inwieweit die Literatur der verschiedenen Zeitebenen und Genres den interdisziplinären Dialog aufnimmt.


