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Inés Koebel

    Ricardo Reis, Poesie. Ricardo Reis, Poesia
    Das Kind von Noah
    Brasilien erzählt
    Poesia - Poesie
    • Poesia - Poesie

      • 780 Seiten
      • 28 Lesestunden

      Álvaro de Campos ist, wie Ricardo Reis vor ihm, an jenem legendären 8. März 1914 aus Pessoas Seele ans Licht getreten, als der Dichter in einem Zug die Triumph-Ode niederschrieb. Campos ist das Gegenstück eines selbstbewußten Männlichkeitsfanatikers, er will nicht ständig überlegen sein, und vielleicht macht ihn gerade das dem Leser sympathisch. Wichtiger aber ist, daß Campos die selbstgestellte Forderung Pessoas erfüllt, »die moderne Kunst müsse mit der gesamten Schönheit der Gegenwart vibrieren, mit der ganzen Woge von Maschinen, Handel und Industrien«. Nirgendwo im Werk des großen portugiesischen Dichters rühren gemeinmenschliche Erfahrungen den Leser so stark an wie bei Álvaro de Campos, von dessen spätem Werk zahlreiche Querverbindungen zu den Niederschriften des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares im Buch der Unruhe bestehen. Die Neuübersetzung von Inés Koebel, die gegenüber der alten ein Drittel mehr Text enthält, ermöglicht einen neuen Blick auf die Figur, die neben Bernardo Soares Pessoas liebste war.

      Poesia - Poesie2007
      4,5
    • Auf der Flucht vor den Nazis landet der jüdische Junge Joseph Bernstein (7) bei Pater Bims, der ein seltsames Doppelleben zu führen scheint ...

      Das Kind von Noah2007
      3,9
    • Álvaro de Campos, Alberto Caeiro, Ricardo Reis - Fernando Pessoa, der größte Dichter Portugals des 20. Jahrhunderts, träumte immer davon, alle Menschen zugleich zu sein. In seinem Werk hat er sich diese Sehnsucht erfüllt: unablässig erschuf er neue Dichter, schenkte ihnen eine Biographie und schrieb ihnen die unterschiedlichsten Werke zu. Die legendäre Truhe, in der man Pessoas Manuskripte lang nach seinem Tod fand, enthält so das größte Stimmentheater der Weltliteratur, dessen Partitur die neue Pessoa-Ausgabe Band für Band enthüllt. Der melancholische Ricardo Reis erschien Fernando Pessoa kurz nachdem er die ersten Gedichte von Alberto Caeiro notiert hatte. Reis hat sich Caeiro zum Meister erkoren und setzt dessen Themen fort. Aber den einfachen Gedichten, die der Autodidakt Caeiro aus seinem Inneren erschuf, setzt Reis die klassizistische Vollendung seiner Odenverse entgegen – was jener empfindet, wird ihm zur Reflexion. Heiter ergibt sich Reis der Trauer der Dekadenz. »Pessoas Werk ist wie eine Bibel, man kann es über Jahre hinweg mit sich herum tragen, jederzeit aufschlagen, immer wieder einen Abschnitt lesen und sich über die Einsamkeit des Menschen belehren lassen. Es umspannt die Seele mit sehnsüchtiger Trauer.« Maike Albath, Der Tagesspiegel

      Ricardo Reis, Poesie. Ricardo Reis, Poesia2005
      4,5