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René Kanzler

    Über die Worte und Taten des Lucius Annaeus Seneca
    • Über die Worte und Taten des Lucius Annaeus Seneca

      das Problem der Übereinstimmung von Worten und Taten anhand von De Uita Beata und den Epistulae Morales

      • 415 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Ausgehend von historiografischen und modernen Seneca-Darstellungen sowie Senecas Selbstbild zeigt die Arbeit, dass jedes Seneca-Bild mit der Übereinstimmung von Worten und Taten (ÜTW) befasst ist. Unklar bleibt jedoch, was die ÜTW genau bedeutet. Die Untersuchung ergründet anhand von Senecas De Uita Beata und den Epistulae Morales sowie aus der Perspektive der stoischen Philosophie, dass sich die ÜTW aus kommunizierten sensus ergibt, die durch Worte und Taten impliziert werden. Die ÜTW und der Widerspruch von Worten und Taten (WWT) lassen sich formal darstellen und für die heutige Forschung aufbereiten. Senecas ÜTW-Konzept umfasst verschiedene ÜTW-Arten (zeitlich begrenzt, partiell oder generell). Er unterscheidet, dass nur der Weise (sapiens) die generelle ÜTW und damit das glückliche Leben im Sinne der Stoa erlangen kann. Der Fortschreitende (proficiens) kann zwar kein glückliches, aber zumindest ein erträgliches Leben erreichen. Personen der Menschenmasse (turba) sind nicht einmal dazu fähig und können höchstens eine zeitlich begrenzte ÜTW umsetzen. Eine kritische Würdigung zeigt, dass die unterschiedlichen ÜTW-Arten prinzipiell im Sinne einer ars uitae realisiert werden können. Der stoische Determinismus stellt jedoch einen starken Einwand dar, da er impliziert, dass Personen nicht frei darüber bestimmen können, ob sie eine jeweilige ÜTW-Art verwirklichen können oder nicht.

      Über die Worte und Taten des Lucius Annaeus Seneca