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Wolf-Dietrich Bald

    1. Jänner 1942 – 1. Jänner 2004
    Diktattexte
    Mein Wohnungseigentum
    (Re-) Konstruktion von lokaler Urbanität
    Feindbild: Minderheit
    Basiswissen Englisch Grammatik
    Einführung in die spanische Sprachwissenschaft
    • Auch die 4., durchgesehene und aktualisierte Auflage dieses Bandes bietet Studienanfängern wie Fortgeschrittenen einen fundierten Überblick über die spanische Sprache und ihre Besonderheiten. „Die beiden Münsteraner Romanisten haben es sich mit dieser Publikation zum Ziel gesetzt, eine Einführung in die spanische Sprachwissenschaft zu schreiben, die einem soliden, ausgeglichen gewichteten und auch durch-führbaren Lehr- und Lernprogramm für ein einführendes Proseminar ent-spricht. Man kann den beiden Autoren bescheinigen, daß sie ihre Zielset-zung voll und ganz erreicht haben und daß das hier vorliegende Lehr- und Arbeitsbuch als vorzüglich gelungener Modellfall nicht nur für den Bereich der spanischen, sondern auch für andere sprachwissenschaftliche Einfüh-rungen angesehen werden kann.“ Zeitschrift für Romanische Philologie „Mit dieser Einführung in die spanische Sprachwissenschaft legen die Auto-ren ein sehr gelungenes Lehrbuch vor, das es in faßlicher Darstellung ver-steht, aus einem weiten Stoffgebiet das Wesentliche herauszufiltern. Man möchte dem Buch eine weite Verbreitung wünschen.“ Vox Romanica

      Einführung in die spanische Sprachwissenschaft
      4,0
    • Feindbild: Minderheit

      Ethnisierung und ihre Ziele

      In der öffentlichen Diskussion, sei es in Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen, wird häufig mit Begriffen wie „Türken“, „Russen“, „Asylanten“ oder „Deutschen“ argumentiert. Diese Argumentationen basieren oft auf der Vorstellung gruppenspezifischer Eigenschaften, die als geschlossen, unverwechselbar und tief verwurzelt angesehen werden. Dies führt zu einer alltäglichen Ethnizitätsvorstellung, die auch in der Wissenschaft lange Zeit verbreitet war und in einigen Disziplinen weiterhin ist. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass solche Ethnizitätsvorstellungen problematische soziale Konstruktionen darstellen. Die Grundstruktur dieser Vorstellungen ist nicht das Problem; vielmehr sind es die gesellschaftspolitischen Implikationen ihrer Verwendung. Diese Konstruktionen sind oft vage und spekulativ und werden ahistorisch und unreflektiert verwendet. Anstatt durchdachte Konzepte zu entwickeln, werden bestehende Ethnizitätsvorstellungen unkritisch übernommen und zur Bildung von Gruppen genutzt. Dabei scheinen sie immun gegenüber der konkreten gesellschaftlichen Realität und der historischen Entwicklung zu sein. Es wird deutlich, dass hinter diesen Ethnizitätsbegriffen politische Interessen stehen, die ganze Gesellschaften auf bestimmte Abstammungsgemeinschaften reduzieren.

      Feindbild: Minderheit
    • Die städtische Lebensweise ist für viele selbstverständlich und weltweit attraktiv. Studierende, Singles, Familien und Geflüchtete streben nach urbanem Leben, das mit Erwartungen an ein besseres Leben und neue gesellschaftliche Möglichkeiten verbunden ist. Gleichzeitig zeigt sich der urbane Raum jedoch auch in Form von Segregation, überteuerten Mieten und Gentrifizierung. Es gibt einen Mangel an wohnortnahen Arbeitsplätzen sowie das Verschwinden lokaler Geschäfte und Dienstleistungen, was zu einem erheblichen Konfliktpotential führt, das durch den Klimawandel weiter verstärkt wird. Anstatt den Alltag zu hinterfragen, werden technologische Lösungen propagiert oder die Verantwortung an profitorientierte Investoren abgegeben. Oft wird der Status quo beschworen und nach Sündenböcken für Fehlentwicklungen gesucht. In dieser angespannten Situation ist es entscheidend, Klarheit über die Merkmale und das nachhaltige Potenzial einer Stadtgesellschaft zu gewinnen und die gesellschaftlichen Herausforderungen kreativ anzugehen. Die (Re-)Konstruktion von lokaler Urbanität könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein.

      (Re-) Konstruktion von lokaler Urbanität