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Yehoshuaʿ Ḳenaz

    Yehoshua Kenaz ist ein führender israelischer Romanautor, dessen Werk in die Tiefen der menschlichen Psyche und gesellschaftliche Herausforderungen eintaucht. Sein literarischer Stil, beeinflusst durch sein Studium der Philosophie und der französischen Literatur, zeichnet sich durch eindringliche Introspektion und präzise Sprache aus. Kenaz erforscht die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Suche nach Sinn in der modernen Welt, wobei er oft innere Monologe und detaillierte Beschreibungen von Schauplätzen betont. Seine Prosa untersucht existenzielle Fragen und hinterlässt einen tiefen Eindruck beim Leser.

    Auf dem Weg zu den Katzen
    Hinter der Wand
    Landschaft mit drei Bäumen
    Die Nachmittagsvorstellung
    • Tragikomische Geschichten über die Absurdität des Alltags in Israel Neben Amos Oz und Abraham Jehoschua gehört Jehoschua Kenaz zu den berühmtesten zeitgenössischen Schriftstellern Israels. Seine neuen Erzählungen sind allesamt Miniaturmeisterwerke, die das letzte halbe Jahrhundert beleuchten, den Alltag und die Abgründe im Leben der Menschen in Israel schildern und bei aller Eindringlichkeit, Unerhörtheit und Verlorenheit doch immer wieder ein Lächeln auf die Lippen des Lesers zaubern. Jehoshua Kenaz wurde 1937 in Petach Tikwa geboren. Er studierte in Jerusalem und Paris. 1960 erschien seine erste Erzählung. Jehoschua Kenaz ist einer der angesehensten Schriftsteller Israels und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet er als Übersetzer klassischer französischer Literatur und Theaterkritiker. Er lebt heute in Tel Aviv.

      Die Nachmittagsvorstellung2011
      3,8
    • Landschaft mit drei Bäumen

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Als Gast bei den arabisch-jüdischen Hausbesitzern in Haifa am Ende des Zweiten Weltkriegs fühlt sich Becky nicht wirklich wohl. Immer hört man alles und jeden durch die dünnen Wände, und womöglich stammen die Läuse auf dem Kopf ihres Jungen ja tatsächlich von den Schaffellen der Gastgeberfamilie, auf denen er so gerne sitzt. Auch das ständige Kartenspielen ihres Mannes behagt ihr nicht. Und dann liegt eines Abends auch noch ein betrunkener britischer Soldat auf der Türschwelle, der sich bald dafür entschuldigen wird und die Familie teilhaben lassen will an seiner Obsession: Detailversessen kopiert er Rembrandts Bild 'Die Landschaft mit den drei Bäumen '. Ein halbes Jahrhundert später, in der Novelle Stromkastenbrände, ist immer noch Krieg, diesmal der Golfkrieg. Und auch jetzt, in einem Mietshaus in Tel Aviv, will sich so etwas wie Heimat nicht einstellen. Der Stromkasten fängt Feuer, und Sofie Jakov, die ältere Dame aus dem obersten Stockwerk, überlebt den Brand nicht. War es ein Kurzschluß, oder steckt der Junge aus den besetzten Gebieten, der einmal das Treppenhaus gewischt hat, dahinter? Unterschiedlich in Ton und Atmosphäre, zeigen die beiden Novellen mit einem ebenso gelassenen wie genauen Realismus, mit einer unbestechlichen Sympathie für die Verwerfungen und Verstrickungen der Figuren, wie sehr und wie hinterhältig die politischen Konflikte sich in das Leben des einzelnen einschreiben.

      Landschaft mit drei Bäumen2003
      2,5
    • Hinter der Wand

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Es kommt der Moment, in dem jemand fragt: Wann treffen wir uns wieder? Dies markiert den Beginn eines Endes. In diesem Grenzgebiet zwischen dem Wunsch nach Beständigkeit und dem Wissen um das Unvermeidliche entfaltet sich die Handlung in modernem Tel Aviv. Der Autor, Jehoschua Kenaz, zählt zu den bedeutendsten israelischen Gegenwartsautoren. Eine Büroangestellte beginnt ein aussichtsloses Verhältnis mit einem Kollegen. Ein alter, behinderter Mann ist auf seine philippinische Haushaltshilfe angewiesen. Ein anderer kämpft verzweifelt mit Briefen an die Verwaltung um die Ehre seines Hauses. Ein Makler missbraucht das Vertrauen eines Klienten und verschafft sich Zugang zu dessen Wohnung. Diese Menschen leben in unmittelbarer Nachbarschaft und fühlen sich einsam, meiden sich jedoch und flüchten bei unerwarteten Begegnungen in Unwahrheiten oder verlieren die Selbstbeherrschung. Ihre Lebensgeschichten sind enger miteinander verbunden, als sie glauben. Alle sehnen sich nach Nähe, sind jedoch eher geneigt, fremden Ratschlägen zu folgen als ihren eigenen Gefühlen. Wer schließlich ein Ziel erreicht, erkennt, dass die Realität von seinen Erwartungen abweicht. Kenaz erzählt atmosphärisch dicht und einfühlsam von diesen sich verbindenden Lebensläufen, die von einem Panoptikum des israelischen Gemeinwesens zu einem Drama der menschlichen Existenz unserer Zeit werden.

      Hinter der Wand2001
      3,8
    • Auf dem Weg zu den Katzen

      • 354 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Jolanda Moskowitsch, über siebzigjährig und alleinstehend, gehbehindert, kommt nach einer Operation in ein Altenpflegeheim. Sie nenn es nur die "Hölle", einen "Ort, den Schatten bevölkern". Doch gerade dies weckt Jolandas Eigensinn - und ihre Lebensgeister.

      Auf dem Weg zu den Katzen1994