Ein Düsseldorfer Galerist macht Hans-Christian Dany das Angebot, gegen einen Pauschalbetrag zwölf Texte zu schreiben, die online veröffentlicht werden sollen. Ohne Vorgabe von Thema oder Umfang. Der Auftrag mutiert zur literarischen Reise in den Zerfall einer Familie, der sich als Symptom für das Leben in einem kranken Land der Nachkriegsgeschichte erweist. Dany schreibt über sein Erbe im juristischen und im übertragenen Sinne, über buchhalterische wie emotionale Forderungen und Verbindlichkeiten und über den eigenen (fast unglaublichen) Weg vom Künstler und Schriftsteller zum verschuldeten Firmenerben, unfreiwilligen Arbeitgeber und »Minusmillionär«. Die Reflexionen zwischen Kunst und großem Geld sind nicht nur autobiografische Essays, sondern auch Versuche einer eigenen Standortbestimmung im ausklingenden Neoliberalismus. Eine ironische Wende nimmt das Projekt über Schulden und Schuld, als sich abzeichnet, dass der Galerist die versprochenen Honorare möglicherweise nicht zahlen wird, und sich die Frage, was man (und wer?) sich leisten kann, auf wieder andere Weise stellt. Verlassen vom Auftraggeber, beginnt der Text, seine eigene Dynamik zu entwickeln. »Wer braucht 800 Seiten, um vom Niedergang einer Kaufmannsfamilie zu erzählen? Hans-Christian Dany reichen knapp 130. Dabei bleibt er scharfsinnig, mäßig gut gelaunt, eine der originellsten Stimmen Hamburgs.« Oskar Piegsa, Juror Hubert-Fichte-Preis
Hans-Christian Dany Bücher


A cultural examination of the enigmatically iconic figure of the Dandy, both in history and as a figure for the future.No sooner had the first Dandy entered the scene at the beginning of the nineteenth century than he was declared dead. This enigmatic yet immediately iconic figure would remake an entrance again and again in the decades that followed. Like an elegant harbinger, Dandys arrive in times of crisis when societies are undergoing transformation. Like the hands of a clock, their silhouettes become messengers of change. But they are contours of change that carry no message. While everything is already in flames, they debate the shape of their shoes and sip oysters to combat their depression. For a long time, literature was their playing field. Marcel Duchamp transferred their attitude into the realm art. It is there that Dandyism has to this day run rampant--but as if it were an embarrassing illness to which almost no one wants to admit, yet with which many people are itching to at least flirt.This essay traces out the masked ball of the Dandy and his manner of playing with its rules up to the present day and produces a unique narrative from one that offers a view into the future.