Ich pendle, also bin ich
Alle Kolumnen aus "20 Minuten" und Bilder aus dem Nahverkehr, mit einem Vorwort von Benedikt Weibel - Mit 50 neuen Kolumnen - Erstmals alle Texte aus «20 Minuten»
- 238 Seiten
- 9 Lesestunden
Pendler.






Alle Kolumnen aus "20 Minuten" und Bilder aus dem Nahverkehr, mit einem Vorwort von Benedikt Weibel - Mit 50 neuen Kolumnen - Erstmals alle Texte aus «20 Minuten»
Pendler.
Bänz Friedli präsentiert in "Der Wal im See" neue Geschichten über das Unterwegssein, basierend auf seinen legendären Pendlerregeln. Seine Kolumnen zeichnen sich durch präzise Beobachtungen und einfühlsame Darstellungen alltäglicher Begebenheiten aus. Das Buch versammelt Texte aus verschiedenen Publikationen sowie unveröffentlichte Geschichten.
Bänz Friedli hat die Gruppe verlassen – ein Grundgefühl, das mit dem Älterwerden zu tun hat, mit der Pandemie vielleicht auch, dem vermehrten Alleinsein. Jedenfalls ist es befreiend, nicht mehr dazugehören zu müssen. Es verpflichtet einen freilich auch, sich eigene Meinungen zu bilden. Friedli tut dies, als Beobachter unbestechlich, als Denker unabhängig. Wenn er scheinbar Unscheinbares schildert, wenn er für den Frauenfussball einsteht oder für Unterhaltung mit Haltung plädiert: für die Moral. Ob kolumnistische Miniaturen aus dem Alltag, ob Essays zu Gesellschaft und Politik – immer ist es ein Erzählen, das vermeintlich Kleines mit dem grossen Ganzen verbindet, immer hinterfragt er auch sich selbst. Und so, wie er als Kabarettist stets Erzähler bleibt, ist er als Autor auch witzig. Ein kleines Lesebuch, das zum Nachdenken einlädt. Und zu gelegentlichem Schweigen.
«Es ist verboten, übers Wasser zu gehen» – Bänz Friedli spürt Absurditäten wie diese an einem Ufer in Italien tatsächlich angebrachte Warntafel auf, liebevoll schildert er sie in seinen Kolumnen. Ob auf Eisenbahnfahrten, beim Einkaufen, auf Reisen: Stets ist er ein präziser Beobachter. Er spiegelt die grosse Welt im Unscheinbaren. Literarisch, aber nicht abgehoben. Friedlis kurze Erzählungen sind bald heiter, bald philosophisch, immer lebensecht. Der Band versammelt neue Texte aus dem «Migros-Magazin», der «bls gazette», der «Aargauer Zeitung» und anderen. Ein kleines Lesebuch des Lebens, das einen immer wieder mit einem nachdenklichen Schmunzeln zurücklässt.
Sein Butterzopf will tami noch mal nicht aufgehen, im Zusammenfalten von Fixleintüchern ist er eine Niete, und wenn Anna Luna und Hans vom Teig naschen wollen, ist er viel zu nachgiebig – dennoch ist Bänz Friedli der Hausmann der Nation. Oder vermutlich gerade deshalb: weil er seine kleinen Schwächen zugibt. Niemand ist perfekt, schon gar nicht ein Desperate Househusband. Seine Sörgelein sind die einer jeden Hausfrau. Bänz Friedlis wöchentliche Rubrik im Migros-Magazin, urkomisch und lebensecht, ist die meistgelesene Kolumne der Schweiz. Ergänzt um Beiträge aus Annabelle, Facts, WOZ und NZZ ergeben die Texte aus den Jahren 2007, 2008 und 2009 zusammengefasst ein Journal der laufenden Ereignisse – sie zeigen, wie die grosse Welt in den Familienalltag hineinwirkt. In diesem Buch steht alles über Eltern, Kinder, Paare und Haushalt – aber keine Zeile Theorie, sondern Praxis pur.
Jubiläumsausgabe: Alle Kolumnen aus «20 Minuten», mit Bildern aus dem Nahverkehr und einem Vorwort von Benedikt Weibel
Was Bänz Friedli vor zehn Jahren mit Pendlerregel Nummer 1 begann, ist längst zum Überlebens-Manual einer ganzen Generation von Pendlern geworden: 'Ich pendle, also bin ich.' Nach drei Grossauflagen folgt jetzt die ultimative Jubiläumsedition mit allen, wirklich allen Beiträgen aus '20 Minuten'. Und mit allen alten und vielen neuen Bildern von Alexander Egger. Damit hat sich das Standardwerk neben dem ÖV-Abo und der Gratiszeitung definitiv als Pflichtlektüre aller metropolitanen S-Bahn-, Bus- und Tramfahrerinnen und -fahrer etabliert. Der Weg zum Klassiker allerdings war auch für den Kolumnenautor mit seinem Millionenpublikum gepflastert mit abertausenden S-Bahn-Kilometern. Was der heutige 'Hausmann der Nation' Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat erlebt, wird dereinst neben kiloschweren Forschungsberichten und unlesbaren Dissertationen zur ergiebigsten Quelle der Schweizer Mentalitätsgeschichte werden. Kunststück: Es sind allzuoft Themen wie Integration, Toleranz, Umwelt oder Religion, die hinter dem stecken, was vordergründig als Weichenstörung daherkommt, als Comédie humaine in der von AHV-Rowdies, Minibar-Jongleuren und Agglo-Tubeln bevölkerten Stehplatzloge. 'Die Pendler-Bibel', wie der 'Tages-Anzeiger' das Buch nannte, erhält ein Neues Testament, denn zum Jubiläum der Zeitung streifte Friedli im Dezember 2009 noch einmal täglich durch Postautos und Bahnwaggons. Seine Berichte? Voll krass, Monn!
Die Hausmanns-Kolumnen 2011-2015