Eine neue Dimension der Gewalt hat Deutschland erschüttert - unbegreifliche Ereignisse, die bislang vorwiegend aus Amerika bekannt waren: Amokläufe. Deren schreckliche Häufung in der jüngsten Vergangenheit ist leider kein Zufall. Ungerichteter Haß und ungebundene Wut, die sich in scheinbar motivlosen Taten entäußern, haben benennbare Ursachen. Der Autor legt die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wurzeln dieser Gewalt frei.
Götz Eisenberg Bücher






Zwischen Amok und Alzheimer
Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus
- 289 Seiten
- 11 Lesestunden
Der im Namen des Neoliberalismus von der Leine gelassene Kapitalismus hat ein gesellschaftliches Klima der Kälte und Feindseligkeit entstehen lassen, das sich in den Menschen als psychische Frigidität, Rücksichtslosigkeit und Indifferenz reproduziert. Selbst auf die Kindheit fällt ein Kälteschatten: Die Gesellschaft des entfesselten Marktes bemächtigt sich der Kinder mittels elektronischer Medien. Eine derartige Form der Sozialisation fördert die Produktion von Psychopathen. So wächst ein Menschentyp heran, der in seiner Bindungs-, Skrupel- und Gefühllosigkeit der Funktionsweise der Gesellschaft des entfesselten Marktes entspricht und sie am Leben erhält. Doch Götz Eisenberg belässt es nicht bei dieser von ihm an vielen Beispielen konkretisierten Feststellung. Er sucht nach Auswegen. 'Eisenberg macht eine alltägliche Beobachtung und knüpft einen so frappierenden Gedanken daran, dass uns ein einziger Satz den medialen Schleier von den Augen nimmt.' (Matthias Altenburg, alias Jan Seghers, Frankfurter Rundschau)
Jugend und Gewalt
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
Die Autoren gehen den Ursachen der Gewalt unter Jugendlichen nach, die in ihrer Sicht keine Modeerscheinung ist, sondern das Resultat "niedergebrannter sozialer Einrichtungen ", die bislang Aggressionen gebändigt haben: Familie, Schule und Beruf. (Quelle: Vontobel, J. Und bist du nicht willig ... [VIII C 5061])
Der Tod im Leben
- 255 Seiten
- 9 Lesestunden
Fuffziger Jahre
- 239 Seiten
- 9 Lesestunden
Zwischen Arbeitswut und Überfremdungsangst
Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus Band 2
- 317 Seiten
- 12 Lesestunden
Die in diesem Band versammelten Texte schlagen einen Bogen vom Attentat von Sarajevo, dessen Geschichte erstaunliche Parallelen zu gegenwärtigen Formen des Terrorismus aufweist, über das Pegida- und AfD-Unwesen, den Flugzeug-Amok in den französischen Alpen, den Umgang der Europäischen Union mit Griechenland, bis hin zu dem, was man als »islamistischen Terror« und »Flüchtlingskrise« bezeichnet. Die zwischen die größeren Essays montierten Alltagsminiaturen kreisen um das, was man »freiwillige, digitale Knechtschaft« nennen kann. Digitale Parallelwelten breiten sich neben den herkömmlichen Formen der Wirklichkeit aus, überwuchern sie und zehren sie aus. Heutige Kinder wachsen zwischen Smartphones und Tablets heran, die die Aufmerksamkeit der Erwachsenen beanspruchen. Kinder leiden unter neuartigen Entbehrungen, die Eisenberg »digitale Verlassenheit« nennt. Die traurigen Augen vieler Kinder zeugen davon.
... damit mich kein Mensch mehr vergisst!
Warum Amok und Gewalt kein Zufall sind
- 303 Seiten
- 11 Lesestunden
Wenn ein Mensch Amok läuft, beschwören die Interpreten schnell das Außergewöhnliche des Ereignisses, als wäre es schicksalhaft vom Himmel gefallen. Götz Eisenberg hat seit über einem Jahrzehnt die Zusammenhänge von Amok und Gewalt erforscht und hält vehement dagegen. Für ihn verrät Amok weniger über die verzweifelten Täter als über die latente Gewaltbereitschaft unserer Gesellschaft. »Amok«, sagt Eisenberg, »droht zur kriminellen Physiognomie des globalen Zeitalters« zu werden.
