Belletristik : Brasilien/Boa Vista ; Roman.
Autran Dourado Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Waldomiro Freitas Autran Dourado war ein brasilianischer Romanautor, dessen Werke ein erhebliches Interesse an literarischer Form zeigen und viele obskure Wörter und Ausdrücke verwenden. Die Kulisse für die meisten seiner Bücher ist Minas Gerais, was an die regionalistischen Trends der frühen bis mittleren 20. Jahrhunderts in der brasilianischen Literatur erinnert. Literaturkritiker bemerken oft Ähnlichkeiten mit der Barockliteratur in seinen Schriften, was seinem Werk eine unverwechselbare und formell raffinierte Qualität verleiht.





Alle Wege des Werks von Autran Dourado führen zu einem mythischen Ort. Eine Geografie, die das tiefgründige Minas Gerais, wo der Autor 1926 geboren wurde, mit dem immateriellen und gleichzeitig greifbaren Universum der Sprache verbindet, die auf vielfältige Weise bearbeitet wird, vom Roman über die Erzählung bis hin zum Essay und der Novelle. Die Novelle erzählt die Geschichte von Biela, einem ungeschickten, zurückhaltenden und unattraktiven Mädchen, das auf dem Land geboren und aufgewachsen ist. Eines Tages, nach dem Tod ihres Vaters, kommt sie in die Stadt, in einem altmodischen Kleid, um bei ihrem Vetter Conrado, ihrem Testamentsvollstrecker und Vormund, zu leben. Schüchtern und wortkarg ist Biela nicht nur eine diskrete Persönlichkeit, sondern jemand, der seine Intimität, seine kleine und ruhige Welt bewahren möchte. Eine Welt, von der wir nur wenige Enthüllungen erfahren. Ihr beschauliches Leben verläuft somit im Verborgenen, in ihrer Berufung als Nonne ohne Kloster, in der Ablehnung von Pomp und Umständen. Abgesehen von einer gescheiterten Verlobung wird in Biela's Leben sehr wenig geschehen. Sorgfältige Arbeit von Autran Dourado, kreative Rekreation der Ausdrucksweisen und Sprache der Menschen vom Land, ist "Eine Leben im Verborgenen" ein Juwel der brasilianischen Novellistik, das oft mit "Ein einfaches Herz" von Flaubert verglichen wird.
Rosalina, eine junge, schöne Frau, verbringt ihre Tage im langsam verfallenden Haus ihrer Ahnen, zwischen Familienporträts und Standuhren. Tagsüber mit der Herstellung von Papierblumen beschäftigt, greift sie nachts zur Flasche und spricht mit den Toten… Bis sie einen umherziehenden Mulatten als Faktotum einstellt. Ihm gelingt es, verhängnisvolle Leidenschaften in seiner Herrin zu wecken.