Tomás Eloy Martínez war ein Meister darin, die verborgenen Narrative der argentinischen Geschichte aufzudecken, insbesondere während der turbulenten Ären des Peronismus. Seine Prosa taucht tief in die Psychologie von Macht und Obsession ein und konzentriert sich oft auf das Schicksal ikonischer Figuren und das Zusammenspiel von Mythos und Realität. Durch seine umfangreiche journalistische Karriere und sein literarisches Schaffen beleuchtete Martínez die dunkleren Ecken der argentinischen Gesellschaft und Politik. Sein Werk bietet tiefe Einblicke in einen komplexen nationalen Charakter und den andauernden Kampf zwischen Wahrheit und offizieller Geschichte.
Der Roman von Tomás Eloy Martínez, Autor von Santa Evita (st 2849), handelt vom bizarren Comeback General Juan Domingo Peróns, seiner Rückkehr aus dem Madrider Exil nach Argentinien im Juni 1973, 21 Jahre nach Evitas Tod – grotesk, hysterisch, komisch.
Eva Perón starb 1952 im Alter von nur 33 Jahren; eine bombastische Zeremonie des langsamen Abschieds nahm ihren Lauf. Evita war eine aus der Provinz auf- und von der Leinwand herabgestiegene Göttin, eine lebende Heilige. Was jedoch nach ihrem Tode geschah, scheint jedes Maß der Verehrung zu sprengen: Ihr Leib wurde einbalsamiert, versteckt, gejagt, ging auf eine makabre Wanderschaft und wurde zum Objekt unglaublicher Intrigen und Obsessionen – mehr noch als Evita selbst. »›Santa Evita‹ hat mich von der ersten Seite an überwältigt – ich war gerührt, litt, genoß, eignete mir schändliche Laster an und verriet meine heiligsten Prinzipien. Wenn ein Roman es fertigbringt, einen Sterblichen mit festen Grundsätzen und strengen Gewohnheiten zu derartigem Unfug zu verleiten, dann kann es keinen Zweifel geben: Er gehört entweder verboten, oder er muß unverzüglich gelesen werden.« »Mario Vargas Llosa« »Hier ist endlich der Roman, den ich immer lesen wollte.« »Gabriel García Márquez«
Kann man einen Menschen herbeilieben? Eine Frau glaubt nicht, dass die Todesschwadron ihren Mann getötet hat. Sie ist fest überzeugt, dass er lebt, und folgt Spuren und Hinweisen von Buenos Aires nach Rio, von Nicaragua nach Mexiko, bis er schließlich in New Jersey auftaucht. Ist es ein Traum, oder hat die Sehnsucht ihn wirklich herbeigeliebt? ›Purgatorio‹ ist ein Bestseller aus Argentinien. Sinnlich und abgründig erzählt er die Odyssee einer Liebe zwischen Terror und Exil. Tomás Eloy Martínez ist ein Autor, vor dem der ganze Kontinent den Hut zieht: Selbst mit dem Tod bedroht, lebte er 20 Jahre im Exil. Seine Romane erscheinen in über 50 Ländern, García Márquez sagt: »Das will ich unbedingt lesen«, Vargas Llosa: »Meisterwerke«.
Der New Yorker Student Bruno Cadogan reist ins von sozialen Unruhen geschüttelte Buenos Aires auf der Suche nach dem besten aller Tangosänger, Julio Martel. Es beginnt eine fieberhafte Jagd nach den Orten, an denen der Sänger - immer unangekündigt - auftreten soll. Bruno verliert sich in der labyrinthischen Metropole, bis er Martels Lebensgefährtin kennenlernt und den geheimnisvollen Stadtplan, der den Auftrittsorten zugrunde liegt, zu entwirren vermeint. Der Tangosänger ist eine Reise ins Herz der ebenso faszinierenden wie unfaßlichen Hauptstadt des Tangos, die Schauplatz von Erinnerungen ist und immer wieder sehnsuchtsvoll besungen wird: Buenos Aires, als ich fern war von dir.
Cuentos de una voz importante en la literatura contemporánea argentina, que exploran temas profundos y emociones humanas a través de relatos cautivadores y originales.
El vuelo de la reina es una novela irresistible sobre la fuerza que nace de la cara oscura del deseo. Entre Camargo, el poderoso director del principal diario de Buenos Aires, y Reina Remis, una joven periodista a la que dobla la edad, surge una pasión que los conduce a un peligroso juego de obsesiones. La intriga y el suspense erótico pueblan esta historia de dominaciones, corrupción e instrumentos de poder, hasta dibujar un final imprevisible, consecuencia última de la ambición desmedida y del presente y el pasado del protagonista.