Die Hoffnung, ja, die Erwartung auf Erlösung aus dem alptraumhaften Schrecken richteten die Überlebenden der 'Endlösung' 1945 auf das Gelobte Land, auf Palästina und die dort lebenden Juden. Doch statt Mitgefühl stießen sie auf Verdächtigungen und statt auf Interesse für ihre Erfahrungen auf eisiges Schweigen. Wie Schafe, so hörten sie, hätten sich die Ermordeten, die eigene Mutter, der Vater, die Töchter, die Söhne, die Freunde, wie Schafe hätten sie sich zum Schlächter treiben lassen, statt im Widerstand den Heldentod zu suchen. Wer aber überlebt habe, der sei schuldig geworden, denn nur durch Egoismus habe er sich gerettet, während die anderen starben. In aufrüttelnder Weise beschreibt der israelische Historiker und Journalist Tom Segev in diesem Buch den Umgang der Israelis mit dem Holocaust, seinen millionenfachen Opfern und denen, die überlebten.
Jürgen Peter Krause Bücher




Ian Kershaw präsentiert in seiner Biografie „Hitler 1889-1936“ einen innovativen Ansatz zur Untersuchung der historischen Kräfte, die Hitler von einem trägen Träumer zu einem mächtigen Diktator formten. Er betont die Bedeutung sozialer Verhältnisse und kritisiert frühere Biografien, um Hitlers Aufstieg im Kontext der Naziherrschaft zu verstehen.
Saddams Bombe
- 348 Seiten
- 13 Lesestunden
Die neuen Russen
- 672 Seiten
- 24 Lesestunden
Hainer Kober, geboren 1942, lebt in Soltau. Er hat u. a. Werke von Stephen Hawking, Steven Pinker, Jonathan Littell, Georges Simenon und Oliver Sacks übersetzt.