Die fibrinolytische Therapie akuter venöser thrombolytischer Verschlüsse und der Lungenarterienembolie mit konventionellen Thrombolytika wie Streptokinase und Urokinase gilt als etabliertes Therapieverfahren. Vom pathophysiolgischen Verständnis ausgehend erlebten andere Indikationsgebiete, insbesondere die thrombolytische Therapie des Myokardinfarktes und arterieller Verschlußkrankheiten in den letzten Jahren eine Renaissance. Die Vielzahl der Kontraindikationen und die Angst des Therapeuten vor Blutungskomplikationen regten die Suche nach Medikamenten mit hoher Wirksamkeit am Ort des thrombotischen Verschlusses bei gleichzeitig geringem Einfluß auf das Gerinnungssystem an. Nachdem mit der Entdeckung humaner Enzyme mit thrombolytischer Wirksamkeit und hoher Affinität zu Fibrin die wissenschaftliche Basis erarbeitet war, gelang es zunächst, diese Proteine aus Organextrakten und später aus Zellkulturen in kleinem Maßstab herzustellen. Den entscheidenden Fortschritt brachten gentechnologische Verfahren, die die großtechnische Produktion und die Herstellung ausreichender Mengen reiner biologisch wirksamer Proteine erlaubten. Das Buch enthält die Beiträge zahlreicher Wissenschaftler auf dem Gebiet der Fibrinolyse, die in einem Erfahrungsaustausch über den Einsatz von Medikamenten berichten und die Ergebnisse der bisher durchgeführten experimentellen und klinischen Studien kritisch diskutieren und bewerten.
David P. DeBono Bücher


Herausgeber der englischen Ausgabe: Owen Epstein MB BCh FRCP G. David Perkin BA MB FRCP John Cookson MD FRCP David P. de Bono Deutsche Ausgabe bearbeitet von Prof. Dr. Dr. h. c. Kurt Kochsiek Ausbildung als Internist und Kardiologe in Göttingen bei R. Schoen, W. Creutzfeldt und H. J. Bretschneider 1973-1980 Ordinarius für Innere Medizin in Tübingen Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Pathophysiologie der Koronardurchblutung, Kardiomyopathien, Herzinsuffizienz 1990/1991 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. 1998 Emeritierung