Die 'Kinder- und Hausmärchen' der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, erstmals erschienen in zwei Bänden 1812 und 1815, gehören zum unvergänglichen Schatz der Weltliteratur. Der vorliegende Band versammelt eine Auswahl der schönsten Märchen nach der Ausgabe letzter Hand von 1857, darunter so bekannte Geschichten wie 'Schneewittchen', 'Dornröschen', 'Aschenputtel, 'Hänsel und Gretel' und viele andere.
Mit zahlreichen zeitgenössischen Illustrationen von Ludwig Richter.
Modern, anrührend, und dennoch ohne falsches Pathos wird das alte Märchen illustriert: Das arme Waisenkind geht obdachlos, doch voll Gottvertrauen hinaus ins Feld. Sein letztes Brot gibt es einem armen Mann, seine wenigen Kleider bedürftigen Kindern. Als das gute Mädchen im bloßen Hemd nachts im Wald steht, fallen Sterne vom Himmel, die als silberne Taler für ihren lebenslangen Wohlstand sorgen. Das Märchen "Die Sterntaler" erschien in den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm ab 1819. Das Motiv des frommen Kindes, das sein letztes Hemd gibt, hat vielfältige Vorläufer, unter anderem bei Achim von Arnim und Jean Paul. Gott vertrauen für die Kleinsten - unsere neuen Pappbilderbücher: In Zusammenarbeit mit "Willkommen in Gottes Welt! Eine Aktion des Evangelischen Literaturportals"
David Hockney, 1937 in Bradford/Yorkshire geboren, zählt zu den bedeutendsten englischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sein umfangreiches Werk, das Malerei, Fotografie, Grafik und Bühnenbild umfasst, wird international in Museen und Ausstellungen gezeigt. Hockneys grafisches Schaffen wird durch drei bedeutende Radierzyklen geprägt: „A Rake's Progress“ (1961-1963), „Illustrations for Thirteen Poems of C. P. Cavafy“ (1966) und „Six Fairy Tales from the Brothers Grimm“ (1969). Letzterer Zyklus, mit 39 Blättern der umfangreichste, entstand zwischen Mai und November 1969, wobei Hockney die Illustrationen direkt auf Kupferplatten zeichnete. Er wählte eine Vielzahl von Märchen aus, darunter bekannte wie „Rumpelstilzchen“ und „Rapunzel“, sowie weniger bekannte wie „Das Meerhäschen“. Jedes Märchen erhielt eine individuelle bildliche Interpretation, die nicht nur die literarischen Vorlagen abbildet, sondern auch spezifische Stimmungen und Details betont. Hockneys Faszination für die volkssprachlichen Texte der Brüder Grimm, insbesondere für die „Märchenfrau“ Dorothea Viehmann, prägte seine Arbeit. Inspiriert von verschiedenen Vorbildern und seiner Rheinreise, verbindet er zeitgenössische und humorvolle Elemente in seinen Illustrationen. Im Rahmen einer Ausstellung im Brüder Grimm-Haus Steinau werden seine Illustrationen zusammen mit den Märchen und Texten zum Künstler präsentiert.