Pravoslav Sovak : krajiny času = landscapes of time
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
Katalog k výstavě Pravoslav Sovak - Krajiny času. Museum Kampa 24.2. - 27.5.2018






Katalog k výstavě Pravoslav Sovak - Krajiny času. Museum Kampa 24.2. - 27.5.2018
»Auslöschung« ist der Titel einer Niederschrift, die Franz-Josef Murau in seinem letzten Lebensjahr in Rom verfaßt hat und die Thomas Bernhard zugänglich macht. Diese Aufzeichnungen waren für Murau unumgänglich geworden, da in ihnen ein Thema im Zentrum steht, das seine ganze Existenz zerstört hat, nämlich seine Herkunft. Dieser »Herkunftskomplex« läßt sich mit dem Namen eines Ortes bezeichnen: Wolfsegg. Hier ist Murau aufgewachsen, hat er den Entschluß gefaßt, daß er, will er sich, seine geistige Existenz retten, Wolfsegg verlassen muß. Obwohl er deshalb beabsichtigt, Wolfsegg zu meiden, muß er dennoch dorthin reisen: seine Eltern und sein Bruder sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Dieser erneute Wolfsegg-Aufenthalt macht Murau deutlich, daß er sich von Wolfsegg endgültig lösen muß. Er faßt den Entschluß, über Wolfsegg zu schreiben, und zwar mit dem Ziel, das in diesem Bericht »Beschriebene auszulöschen, alles auszulöschen, das ich unter Wolfsegg verstehe, und alles, das Wolfsegg ist«.
V technokraticky a byrokraticky organizovaném pracovním světě má člověk stále větší problémy prosadit se jako individuální, autonomní a ve své oblasti činnosti aktivní osoba. Byrokracie a státní správa na straně jedné a globálně operující hospodářské organizace na straně druhé nutí k přizpůsobování, v němž člověk přichází o svoji individualitu, nedokáže se identifikovat s prací a nakonec ani se svým soukromým životem. Ztrácí motivaci, jeho výkon klesá a sám tomuto tlaku podléhá, vnitřně se vzdává. V popředí moderní společnosti stojí dnes především rozmnožování blahobytu bez ohledu na všeobecné blaho a životy příštích generací …
Výbor miniatur, glos, výstižných črt i krátkých povídek z let 1899–1920 tohoto významného švýcarského autora představuje vhled do jeho tvorby nejvlastnější: v psaní krátkých próz byl Robert Walser jedinečný a neopakovatelný, v mnohém překonávají jeho vlastní romány.
The publication of Victor Klemperer's secret diaries reveals an extraordinary account of daily life during the Nazi period. Described as the best-written and most evocative record of the Third Reich, it combines literary merit with a stark portrayal of the horrors of the era. A Dresden Jew and World War I veteran, Klemperer recognized the dangers posed by Hitler as early as 1933. His clandestine diaries vividly document the experiences of everyday life under Nazi rule, focusing on the thoughts and actions of ordinary Germans, such as the greengrocer and the fishmonger, who share their perspectives on the war's progress. Klemperer, a brilliant historian, struggles to complete his work on eighteenth-century France while witnessing the tightening grip of the regime. He faces the loss of his professorship, his possessions, and ultimately his home, forced into a Jews' House—the last step before the camps. Despite the risks of keeping a diary, he feels compelled to record the unfolding events, stating, "This is my heroics. I want to bear witness, precise witness, until the very end." Klemperer emphasizes the significance of documenting the everyday life of tyranny, asserting that "a thousand mosquito bites are worse than a blow on the head." This volume covers the years from 1933 to 1941, with a second volume planned for 1999.
Rudolf, der Erzähler dieses 1982 erschienenen Buches, bereitet seit einem Jahrzehnt mit leidenschaftlichem Ernst eine größere wissenschaftliche Arbeit über seinen Lieblingskomponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy vor. Nachdem er zuerst durch den Besuch seiner Schwester und dann, nach ihrem Weggang, durch die quälende Furcht, sie könnte wieder zurückkommen, am Schreiben des ersten Satzes seiner Studie gehindert wird, quält ihn die »Hölle des Alleinseins«. Deshalb packt er die Koffer, nimmt nur die wichtigsten seiner Schriftstücke mit, um in Palma seine Arbeit zu realisieren. In einem dortigen Cafe erinnert er sich an eine junge Frau, die ihn bei seinem letzten Palma-Aufenthalt vor eineinhalb Jahren angesprochen hatte. Sie war verzweifelt, ihr Mann hatte sich nachts vom Balkon des Hotels Paris gestürzt. Auf dem Friedhof von Palma, in einem der sieben Stock hohen Betonbestattungskästen, ist er beerdigt worden. Noch jetzt, eineinhalb Jahre danach, sieht er das verzweifelte Gesicht der Frau. Nun hat er eine Reihe von ersten Sätzen für seine Arbeit im Ohr, aber auch das Unglück der jungen Frau. Er nimmt ein Taxi, fährt zum Friedhof und findet an der Tafel neben dem Namen des Mannes nun auch den Namen der Frau: suicido – erfährt er.
„Ich bin ein kleines Monsterschwein / und stinke vor mich hin. / Ich will stets grimm und grauslich sein, / bis ich ein großes bin.“ Noch viele Gedichte dieser Art rezitieren der Zauberer Irrwitzer und die Hexe Tyrannja, während sie darauf warten, dass der Wunschpunsch fertig wird. Mit ihm wollen sie Punkt 12 Uhr in der Sylvesternacht Erde und Menschen vernichten. Wenn da nicht die tapferen Tiere, der Kater Maurizio und der Rabe Jakob gewesen wären.
Ein Landarzt aus der Steiermark nimmt seinen Sohn auf Visite mit, einen Tag lang. Fälle präsentieren sich, wie eine Landpraxis sie bringt, Fälle, wie sich zeigt, die jenseits medizinischer Möglichkeiten erst beginnen.
»Die Entdeckung der Langsamkeit« ist Seefahrer-, Abenteuer- und Entwicklungsroman zugleich. Unnachahmlich erzählt er von der Langsamkeit als Lebensprinzip. Zum 65. Geburtstag Sten Nadolnys in neuer Ausstattung und mit ausführlichem Nachwort des Autors. Sten Nadolnys vielfach preisgekrönter Roman über den Arktisfahrer John Franklin ist seit seinem Erscheinen 1983 zum Weltbestseller und modernen Klassiker geworden. »Die Entdeckung der Langsamkeit« erzählt die abenteuerliche Lebensgeschichte des Seefahrers John Franklin, der von der Entdeckung der legendären Nordwestpassage träumt und dem die Bedächtigkeit zum erfolgreichen Lebensprinzip wird. Bis heute fand Nadolnys zeitloser Roman über die Kunst der Langsamkeit allein in Deutschland mehr als 1,5 Millionen Leser.
Jahnns kürzester Prosatext behandelt zentrale Themen seiner Dichtung wie Jugend, Liebe, Mensch und Tod. In seinen Knabentragödien sterben Liebende gemeinsam, was Ängste vor dem einsamen Tod weckt. Winkler reflektiert über die befreiende und lebensrettende Kraft der Literatur.
“Bald wirst du erfahren, welche Bewandtnis es mit dem Meister und dieser Mühle hat. Der Tag und die Stunde sind näher, als du vermutest.“ Neugier lockt Krabat zur Mühle am Koselbruch, vor der alle warnen, weil es dort nicht ganz geheuer sei. Ein leichtes und schönes Leben wird Krabat hier versprochen. Doch der Preis dafür ist hoch. Und aus der Verstrickung mit dem Bösen kann ihn nur die bedingungslose Liebe eines Mädchens retten. Broschierte Sonderausgabe zum großen Kinofilm (Filmstart Oktober 2008). Ab 12 Jahren
This is a collection of stories, koans, poetry and sayings that capture the simplicity, the humour and the profound wisdom of the Zen masters. The brief introduction explains that the theme of instant enlightenment is central to Zen and that the role of Zen master is to bring the pupil to the point where he, too, becomes a master - master of himself. When the pupil drops all mental concepts and transcends the limitations of the human mind, he experiences relaity with no mind - he is enlightened. Designed to be dipped into at random and to tease the mind of the modern reader, this collection sets out to capture the essence of Zen.
Viele Stimmen versammelt dieses 1978 erstmals erschienene Buch in seinen mehr als hundert kurzen Prosastücken. Von sehr verschiedenen Gestalten wird berichtet, von Philosophen und Schriftstellern, Dompteuren, Schauspielern und Wahrsagern, von Postboten, Bankangestellten und Chorknaben, von Bürgermeistern, Direktoren und Präsidenten. Allemal sind es Leidensgeschichten, an deren Sachlichkeit man täglich vorbeigeht.
(seit 1917 Edler von M.), geboren am 6.11.1880 in Klagenfurt, stammte aus einer altösterreichischen Beamten- , Gelehrten- , Ingenieurs- und Offiziersfamilie. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Militärsausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er 1903-08 in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über den Theoretiker des naturwissenschaftlichen Positivismus Ernst Mach zum Dr. phil. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. 1911-14 war er Bibliothekar, 1914 Redakteur der «Neuen Rundschau». Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der «Soldatenzeitung» und zuletzt im Kriegspressequartier. 1918-22 lebte er als Beamter in Wien, danach als freier Schriftsteller, Theaterkritiker und Essayist in Wien und Berlin. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15.04.1942 starb.
Kapesní vydání zásad, moudrostí, aforismů, citátů a stěžejních myšlenek židovského učení.
Der Titel dieses Buches ist eine Widmung an Franz Werfels Kinderfrau Barbara Simunkova, die als Symbol christlicher Tugendhaftigkeit und „Erweckerin des Feuers“ seiner Erinnerungskraft fungiert. In vier „Lebensfragmenten“ bleibt Barbara, die nur am Anfang und Ende erwähnt wird, eine unsichtbare Begleiterin und das innere Thema des Buches, das Fiktion mit realen Ereignissen verknüpft. Ferdinand R., ein Schiffsarzt, reflektiert während einer Mittelmeerreise über sein Leben. Als früh verwaister Junge wird er nur kurz von Barbara betreut, was ihm jedoch genügt, um sie mystisch als „Wahlmutter“ zu erkennen. Ferdinand besucht die Kadettenschule, wo er Feindseligkeit und Intrigen erlebt, wird vertrieben und landet in einem Priesterseminar. Ein Freund überzeugt ihn, Arzt statt Priester zu werden. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldet er sich freiwillig an die Front. Die Erfahrungen des Krieges und die revolutionären Unruhen in Wien danach werden in einem psychologisch und atmosphärisch brillanten Dokument festgehalten, das den Zerfall der alten Doppelmonarchie beschreibt. Die zentralen Lebensfragmente zeigen Zeitgenossen wie Egon Erwin Kisch in fiktiven Porträts und Parodien. Trotz der fragmentarischen Form ist es Werfels persönlichstes und literarisch virtuosestes Werk.
Roman
Ein ödipales Vergnügen – Faktors erotischer Entwicklungsroman über Widerstände, Schmutz und Schönheit. Georg wächst in einer der schönsten Wohngegenden Prags auf, umgeben von einem summenden Frauenhaushalt, jedoch zur Zeit des politischen Terrors und der gesellschaftlichen Umbrüche. Zwischen traumatisierten Tanten, einem tyrannischen Onkel und einer überstrahlend schönen Mutter bleibt ihm nur die Flucht nach vorn. Das sozialistische Prag hat seinen Glanz verloren; die Stadt ist geprägt von gewalttätigen Müllmännern, Motorradcowboys und sexbesessenen Fremdgängern. Georg nutzt alle Freiräume, um auszubrechen: Er experimentiert mit explosiven Substanzen, verbringt Nachmittage mit wilden Jugendcliquen und findet schließlich eine Geliebte in der Familie. In einer Gesellschaft, die von innen zerfällt, erhält das Körperliche eine befreiende Bedeutung. Georg mobilisiert alle Kräfte, um dem stickigen Vaterhaushalt zu entkommen. Nach der Okkupation des Landes wird ein geschasster Intellektueller, der sich trotz seiner Blindheit in der Stadt bewegt, zu seinem Wunschvater. Georg sorgt sich um seine Vergangenheit, ist sich jedoch seiner glücklichen Zukunft sicher. Die Frage seines Glücks beantwortet sich bei einer unausweichlichen Begegnung auf der Straße. Jan Faktor lässt Georg selbst erzählen und verwandelt das Erzählen in einen subversiven Akt, der Entwicklungs- und Gesellschaftsroman vereint. So entsteht ein witziges Psychogramm einer
Anfang Januar 1956 notierte Adorno: »Unsere Träume sind nicht nur als ›unsere‹ untereinander verbunden, sondern bilden auch ein Kontinuum, gehören einer einheitlichen Welt an, so etwa, wie alle Erzählungen von Kafka in ›Demselben‹ spielen. Je enger aber Träume untereinander zusammenhängen oder sich wiederholen, um so größer die Gefahr, daß wir sie von der Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden können.« Die Bedeutung des motivischen Zusammenhangs seiner Träume legte ihm den Gedanken nahe, eine Reihe von ihnen auszuwählen und zu publizieren. Einer kleinen Sammlung solcher Traumprotokolle, die er für die Veröffentlichung vorgesehen hatte, stellte Adorno folgende Vorbemerkung voran: »Die Traumprotokolle, aus einem umfangreichen Bestand ausgewählt, sind authentisch. Ich habe sie jeweils gleich beim Erwachen niedergeschrieben und für die Publikation nur die empfindlichsten sprachlichen Mängel korrigiert.« Die erste Separatausgabe ergänzt die bereits publizierten Traumprotokolle um den größten Teil einer umfangreicheren Auswahl, die als Typoskript überliefert ist.
In "Schön ist die Jugend," the narrative unfolds in a beloved garden, where vibrant flowers bloom together, creating a scene more enchanting than any other. The garden, with its lively colors and fragrant scents, is a sanctuary of beauty. As the sun shines down, the various plants and flowers come to life, showcasing their unique characteristics. The dahlias stand tall, displaying their bright hues, while the heliotrope exudes a subtle elegance, blending harmoniously with its surroundings. Bees buzz around, drawn to the colorful blossoms, and the air is filled with the sweet sounds of nature. The scene captures the essence of youth and vitality, celebrating the joy found in the simple pleasures of life. The imagery evokes a sense of nostalgia, inviting readers to reflect on their own experiences of beauty and innocence. This work, a reproduction of a significant historical text, is meticulously restored by Forgotten Books, which employs advanced technology to maintain the original format while correcting imperfections. Although some flaws from the original may remain, they are preserved intentionally, honoring the historical significance of the work.
Úvahy o zlu a jeho různých formách, kritika církve, která pomocí strachu z ďábla zajišťuje poslušnost lidí. Drewermann tvrdí, že strach je vštěpován každému jedinci od začátku jeho života, a to strach z porušení desatera a vyloučení z komunity. Církev vytvořila konvenci, že ďábel je synonymem zla, čemuž se lidé obávají. Tato atmosféra strachu se může zneužívat a vést k neurotickým a psychotickým onemocněním, jak upozorňuje Drewermann, psychoterapeut. V rozhovoru s novinářem J. D. Kogelem rozvíjí úvahy o lidské agresi, zoufalství, víře, odpuštění, existenci a hledání ospravedlnění. Zmiňuje také biologii, sociální psychologii, psychoanalýzu, teologii prvotního hříchu a vykoupení, církevní hrozbu pekla a křesťanskou naději v nebe. Eugen Drewermann, profesor katolické dogmatické teologie, byl v roce 1991 zbaven práva učit a v roce 1992 i kázat pro své nekonformní názory. V roce 2005 oznámil odchod z katolické církve a je považován za významného myslitele a univerzálního vzdělance v Německu.
Impozantní románová freska významného současného švýcarského spisovatele. „Lze vidět modrýma očima?“ otázal se mandarín, když se poprvé setkal s barbary z Evropy. „Lze vidět modrozelenýma očima?“ zeptal se sám sebe Past, hlavní postava románu. Právě ho propustili z jakési obskurní kulturní nadace a výše uvedená otázka ho přiměla rozpomenout se na svůj pohnutý život a procestovat znovu téměř všechny světadíly v opojném víru času a obrazů, kdy se události prolínají a důvěrně známé se nečekaně mění v cizí.