Leonhart Fuchs' Kräuterbuch von 1543 gilt als ein bedeutendes Werk der botanischen Literatur und Buchkunst. Es bietet über 500 Illustrationen, darunter die ersten bildlichen Darstellungen von Pflanzenarten aus der Neuen Welt, wie Mais, Kakteen und Tabak. Der Nachdruck basiert auf Fuchs' handkoloriertem Original und vereint wissenschaftliche Erkenntnisse mit ästhetischem Anspruch, was es zu einem wichtigen Dokument der Renaissance und der Pflanzenforschung macht.
Die Kräuterarzneien vergangener Zeiten wirken in ihren überlieferten Rezepten bis heute nach. Ringelblumensalbe und Salbeitee gehören immer noch zu den beliebtesten Hausmitteln, während bei Huflattichtee und Muskatellersalbei Vorsicht geboten ist. In die Welt der Kräuter, ihre Zubereitung, Wirkung, Geschichte und Verwendung führt der erfahrene Apotheker Werner Dressendörfer ein. Er erklärt, wie es zu manch altem Aberglauben über die Wirkung bestimmter Kräuter kam, welche sich dagegen bis heute bewährt haben, welche Nebenwirkungen bergen und von welchen gar Gefahren ausgehen. Stimmungsvolle Bilder aus alten Kräuterbüchern ergänzen die kurzen, leicht verständlichen Texte. Fachkundige, klare Texte, schöne alte Abbildungen, handliches Format, günstiger Preis.
Leonhart Fuchs (1501–1566) war ein Gründungsvater der modernen Botanik, geehrt bis heute in der lebhaften Blüte und der entsprechenden Farbe Fuchsia. 1543 kombinierte Fuchs sein meisterhaftes botanisches Wissen mit bahnbrechender medizinischer Forschung in seinem Neuen Kräuterbuch, einem Katalog von etwa 500 Pflanzenarten und ihren Heilwirkungen. Während es ein zuverlässiges wissenschaftliches Nachschlagewerk ist, erlangte das Neue Kräuterbuch vor allem Ruhm durch die Detailgenauigkeit und Qualität seiner Illustrationen. Neben Essays, die die Merkmale, Ursprünge und Heilkräfte der Pflanzen beschreiben, präsentierte Fuchs jede Pflanze mit akribischen Holzschnitt-Illustrationen, die die Fähigkeit zur schnellen Artenidentifikation verfeinerten und neue Maßstäbe für Genauigkeit und Qualität in botanischen Publikationen setzten. Aus der Zeit der großen Entdeckungen dokumentierte das Neue Kräuterbuch auch Pflanzenarten aus der neu entdeckten Neuen Welt und bot die erste visuelle Aufzeichnung von Tabak, Mais, Kidneybohne und Kaktus. Der Band enthält über 500 prächtige Illustrationen, Auszüge aus Fuchs’ Originaltexten und einen Essay, der die Geschichte der Heilkräuter untersucht.