Hannah Abram war Cop, bis sie ihren Sergeant in den Kanal warf. Jetzt ackert sie in Digbys ranziger Imbissbude und hat Wut im Bauch. Die Fälle der Schnellimbissdetektivin sind läppisch: Wo treibt sich mein Kerl rum, wer klaut meine Kartoffeln, wo ist mein Hund, wer kippt mir Müll vor die Tür? Dann hat Hannah plötzlich eine Stalkerin am Hals. Nervig, aber im Grunde harmlos – oder doch nicht?
Einst waren Jack und Birdie das berühmteste Paar der Welt, bis der Rockstar Jack auf der Höhe seines Erfolgs unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Doch Birdie ist auch als halb vergessene Witwe einer Rocklegende immer noch ein Freigeist der Sechziger und eine Rebellin. Keiner ahnt, dass sie nicht bloß ein Groupie war, sondern der eigentliche Kopf der Band. Dass sie von allen unterschätzt wird, weiß Birdie mit Charme und Unverfrorenheit zu ihrem Vorteil zu nutzen. Die kleinen Kreditkartenbetrügereien sind denn auch nur Fingerübungen für den großen Coup: Als eine Plattenfirma nach zwanzig Jahren vom Revival der Sechzigerjahre profitieren und um jeden Preis an unveröffentlichte Songs von Jack herankommen will, sieht Birdie ihre Chance. Ist sie im Besitz von Aufnahmen der legendären Antigua-Sessions oder nicht? Nur Birdie weiß es, und nur Birdie kennt die Wahrheit über Jack.
Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis findet sich Lady Bag schnell in einem Netz alter Freundschaften wieder, die ihr Asyl anbieten, jedoch auch Erwartungen und Verpflichtungen mit sich bringen. Während Schmister, der an seiner Transition arbeitet, und Pierre, der Mechaniker, ein neues Zuhause bei Cherry gefunden haben, muss Lady Bag sich mit ihrer eigenen Unsicherheit auseinandersetzen. Sie ist gezwungen, sich um den kleinen Sohn einer ehemaligen Mithäftling zu kümmern, was sie als eine Art Pflicht empfindet, da die Mutter wegen ihr im Gefängnis sitzt. Widerwillig macht sie sich auf den Weg, um das Kind zu finden, doch das Elend, das sie entdeckt, übersteigt ihre Vorstellungskraft. Allein ist sie machtlos, und die Entscheidung, Pierre und Schmister um Hilfe zu bitten, führt zu weiteren Komplikationen. In dieser Fortsetzung des erfolgreichen Romans wird der alltägliche Wahnsinn unserer Welt lebendig. Zwischen heruntergekommenen Wohnblocks und einem selbstgerechten Bürgeridyll kämpft Lady Bag darum, den Durchblick zu behalten und die Kraft zu finden, das Richtige zu tun.
„Was sie nicht umbringt“ macht sie nur noch härter. Liza Cody präsentiert mit Eva Wylie eine straßenharte, unschöne Protagonistin, die als Meilenstein der modernen Kriminalliteratur gilt. In diesem ersten von drei Krimis um Eva Wylie, die als interessanteste (Anti-)Heldin des Genres gilt, sucht die Berufscatcherin in Londons düsteren Vierteln nach lukrativen Nebenjobs und stößt dabei auf gefährliche Geheimnisse. Thomas Wörtche beschreibt Eva Wylie als eine Kämpferin, die aus den Abgründen des Thatcherismus und Postthatcherismus stammt, wo das Überleben im Vordergrund steht. In dieser rauen Umgebung gibt es Straßenratten, gefährliche Wahnsinnige und Frauen, die unter schlimmsten Bedingungen arbeiten. Codys England unterscheidet sich stark von dem ihrer anderen Kolleginnen, die oft in gepflegten Morden schwelgen. Ihre radikale Neugier auf die „niederen“ Bereiche menschlichen Lebens führt zu präziser Prosa. Cody hat mit der Stimme der hässlichen Catcherin eine neue Erzählweise entwickelt, die widerborstig, sentimental, düster und komisch ist, stets auf den Punkt und mit einer klugen Balance zwischen Drive und retardierenden Momenten. Für diesen Roman erhielt Liza Cody den „Silver Dagger“, den zweitwichtigsten britischen Krimipreis. Die Erstausgabe erschien bei Goldmann unter dem Titel „Schweres Geschütz“.
Wenn es am schlechtesten läuft, tun sich die größten Chancen auf: Anna Lee hat Ärger mit ihrem Freund, ihr droht die Kündigung der geliebten Wohnung in Kensington, und die Arbeit im Sicherheitsunternehmen Brierly Security nervt wie nie. Sie ist so richtig bedient, als ihr die Amerikanerin Lara Crowther das Angebot macht, exklusiv für sie zu arbeiten. Anna nimmt an - und wünscht sich schon bald, wieder in ihren kleinen Londoner Problemen zu stecken. Denn die Offerte der erfolgreichen Amerikanerin führt Anna nicht nur in die glitzernde Sphäre eines feudalen Tennisclubs in Florida, sondern auch in die machtvollen Kreise des organisierten Verbrechens. Und da Anna nicht gewillt ist, sich für dumm verkaufen zu lassen, lauern hier tödliche Gefahren.
Band 3 der Eva-Wylie-Trilogie: »Der Mensch muss schließlich überleben. Und wo ich herkomme, ist Überleben ein anständiger Beruf. Ich bin groß und stark. Ich muss essen. Ich habe drei Hunde, die sind auch groß und stark, die wollen auch fressen. Wer soll uns durchfüttern? Sie vielleicht?« Kämpferin Eva Wylie ist am Ende. Für den Catchring gesperrt, noch aus dem miesesten Job gefeuert, notorisch betrunken und ohne Zahnbürste: Sie scheint endgültig alle Chancen verspielt zu haben, da fällt ihr unverhofft fette Beute in die Hände. Jackpot?
Die sechzehnjährige Thea Hahn ist verschwunden. Bei ihren Lehrern gilt sie als brillant, in ihrer Familie als sehr umgänglich. Als die Londoner Privatdetektivin Anna Lee den Teenager sucht, findet sie ein ganz anderes Mädchen als man ihr beschrieben hat...
London. Deprimiert von verlorenen Träumen hockt Schriftstellerin Amy im Café, als der alte Song im Radio kommt: »See Jesse Tomorrow« von Elly Astoria, deren Mörder nie gefasst wurde. In Amy keimt die Idee, sich als Biografin zu versuchen. Sie recherchiert und spricht mit Leuten, die dabei waren, als Ellys Songs die Charts anführten und jeder ein Duett mit ihr wollte. Die Geschichten widersprechen sich. War SisterHood überhaupt eine richtige Band? Sex-Appeal hatte nur Sängerin Madeline, der Rest war höchstens begabt. Ihr Agent, dieser windige Ganove, kam frisch aus dem Knast. Und dann der schreckliche Mord … Aufschlussreiches und Widersprüchliches, Charmantes und Verstörendes fügen sich zu einem Kaleidoskop ohne Gewähr. Oft fehlt die Mitte: Elly selbst scheint seltsam unsichtbar. Amy kann bloß die Schnipsel nebeneinanderlegen, und die ergeben kein geschmeidiges Ganzes, sondern ein schräges Puzzle mit Widersprüchen, Leerstellen und tiefschwarzen Flecken. Schlaglichter fallen auf Mythos und Realität des Showbiz. Filmische Fragmente, Spekulation und Dokumentation rangeln miteinander. Die Rolle der Ermittlerin wächst Amy ständig über den Kopf … bis sie sich schließlich selbst verändert. Liza Cody spielt erneut mit den Grenzen des Genres und jongliert mit Erzählweisen, wie nur sie es kann: mitreißend, sachlich, ironisch, zart, manipulativ und wahrhaftig – aber gibt es überhaupt eine Wahrheit?
Für Nita Tehri scheint es gut zu laufen. Sie hat Arbeit, eine hübsche Wohnung und Ruhe vor der Familie, die ihr ein fremdbestimmtes Leben aufzwingen wollte. Das Problem ist nur, sie sieht nicht aus wie ihre Nachbarn. Und als in ihrer Straße ein grausiger Fund gemacht wird, zeigen plötzlich alle Finger auf sie. (Quelle: buchhandel.de)
Sie ist die Frau ohne Gesicht. Manche beleidigen sie, manche ignorieren sie. Manche geben etwas. Manche nur wegen des Hundes an ihrer Seite.
Sie ist die Frau ohne Gesicht, die genau weiß, wie die Straßen von London riechen.
Eines Abends läuft ihr in der Innenstadt der Teufel persönlich über den Weg. Statt sich zu verstecken, beschließt sie ihn zu beschatten: Sie will wissen, wo er wohnt. Eine Entscheidung, die schwerwiegende Folgen hat.
Sie erwacht mit zertretenem Kopf in einem Krankenhausbett und wird mit einem fremden Namen angesprochen. Anscheinend hält man sie für eine gewisse Natalie Munrow, deren Handtasche sie bei sich hat.
Bei erster Gelegenheit nimmt sie Reißaus und taucht ab. Was allerdings gar nicht so leicht ist, wenn man auf der Straße lebt und einem aus allen Zeitungen das eigene lädierte Gesicht entgegenblickt!
Dann stellt sich heraus, dass die wahre Natalie Munrow ermordet wurde …
Seema Dahami ist Stadtgärtnerin: Sie gestaltet Londoner Dachgärten, Balkons, Erker und andere grüne Nischen der Großstadt – auch Verkehrsinseln. Sie plant, pflanzt und jätet, pflegt und bringt zum Blühen. Dann lernt sie eines Abends Lazaro kennen – deutlich älter, hochgebildet, aristokratisch und sehr aufmerksam. Und alles wird anders. Bis Blut fließt.
Band 2 der Eva-Wylie-Trilogie: »Wenn ich eines Tages abtrete, dann mit einem Knalleffekt. Ich will kein Fleischklumpen sein, den jeder ausgenutzt hat und keiner kannte. Wenn ich einmal abtrete, kennt jeder meinen Namen.« Eva Wylie soll Huren Nachhilfe in Selbstverteidigung geben. Doch während sie widerwillig Training in Schreien und Zutreten erteilt, scheint sich die ganze Welt gegen sie zu verschwören. Ihre mühsam zusammengehaltene Existenz ist gefährdet, und Eva sieht rot …
Anna quit the London police force because it was a dead end for women, but her job with Brierly Security isn?t a whole lot livelier. Her boss doesn?t much approve of female investigators and her assignments tend toward the frustratingly genteel. The Jackson case doesn?t look like a big improvement. Ambitious, unpleasant young Deirdre Jackson has died, the apparent victim of a car accident on a lonely stretch of highway, and her parents want to know what their black-sheep daughter was up to in her last few months. Anna's job, she knows, is to ask a few questions, write a report, and collect the Jacksons? check. But the more questions she asks about Dee's life, the more questions arise about her death. Answering them could land Anna in the hospital . . . or the morgue. But it could also be her ticket out of the pink-collar ghetto.
Innovative and cutting-edge, this collection features Liza Cody's crime stories written between 2003 and 2021, showcasing her unique storytelling style. Among the tales, two are making their English debut, adding fresh perspectives to the genre.
"Borderland Apocrypha is centered around the collective histories of Mexican lynchings following the signing of the Treaty of Guadalupe Hidalgo in 1848, and the subsequent erasures, traumas, and state-sanctioned violences committed towards communities of color in the present day. Cody's debut collection responds to the destabilized, hostile landscapes and silenced histories via an experimental poetic that invents and shapeshifts in both form and space across the margin, the page, and the book's axis in a resistance, a reclamation and a re-occupation of what has been omitted. Part autohistoria, part docupoetic, part visual monument, part myth-making, Borderland Apocrypha exhumes the past in order to work toward survival, reckoning, and future- building"--
Anna Lee is back on a case. It seems like just a routine matter—a con man who's skipped town with his partner's money. But the trail quickly unwinds from the seedy byways of London to a deceptively peaceful rustic village, where Anna makes an unexpected and gruesome discovery: a corpse, dead for several weeks, with a bolt from a crossbow piercing its side. Driven to find the link between the merely missing and the foully murdered, amid an unfamiliar world of city princes and country poachers, Anna plunges into a quest that grows deadlier as it becomes more mystifying. For though he moves slowly, the Stalker kills swiftly...
Anna Lee finds herself catapulted into the flamboyant rock world of Shona Una. Protecting a rock star on tour is hard enough at the best of times, but a hard job is made impossible when Anna has more trouble from the singer's bizarre entourage than from mysterious threats and her new-found knowledge of Shona's past. How can Anna help a client who has treated her as an enemy until it is far too late?