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Kris Heide

    Fassaden Flimmern
    • Fassaden Flimmern

      Marlene und Hans Poelzig. Das Haus des Rundfunks

      • 156 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Das Haus des Rundfunks in Berlin, erbaut zwischen 1929 und 1931, vereinte die drei in Berlin aktiven Sendeanstalten auf einem Gelände nahe dem Funkturm. Als Kopfbau des Poelzig-Eies erfüllte es neuartige Nutzungsbedürfnisse, indem es Verwaltungs- und Bürobauten sowie technische Einrichtungen wie Aufnahme- und Sendesäle schuf. Besonders bemerkenswert ist die Keramikfassade, die in der Architekturgeschichte einzigartig bleibt. Ihre Strenge und Systematik lassen die Komplexität erkennen, aus der ihre Lebendigkeit und Vielfalt in Farbe und Motivik resultiert. 14 Kurztexte von verschiedenen Autoren sowie zeitgenössische Kritiken aus den 30er Jahren illustrieren diese Aspekte. Die Kunsthistorikerin und Künstlerin Kris Heide analysiert in 62 Farbfotografien die faszinierende Wirkung der Fassade aus vielschichtigen, irisierenden Keramikplatten. Sie dokumentiert und interpretiert den Bau als Kunstwerk durch eigene und historische Schwarz-Weiß-Fotografien. Der Titel des Buches ist inspiriert von Paul Westheims Formulierung von 1930, die die reizvolle Lichtsituation beschreibt, wenn die Sonne über dem Bau steht und die Glasur in wechselnden Tönen flimmert. 90 Jahre später machte Kris Heide, ohne diese Äußerung zu kennen, die gleiche Beobachtung.

      Fassaden Flimmern